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#271 RE: Die Fabrikgegend von Orianna 14.03.2022 22:02

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Ich hatte beschlossen, in der kurzen Zeit, die mir von meinem Leben noch verblieb, dass die Fabrikgegend wohl ein guter Ort war, um mir ein Versteck zu suchen. So manches Mal hatte ich mich hier versteckt, aber auf einmal kam mir keines der Verstecke hier überhaupt gut genug vor. Es wäre überall nur eine Frage der Zeit, bis sie mich finden und lebendig schlachten würden wie ein Vieh in der Vergangenheit. Warum rannte ich eigentlich noch? Es hätte doch eh keinen Sinn. Es gab nichts, was meinen Tod noch auf irgendeine Weise verhindern konnte. Dieses Mal würde ich nicht so viel Glück haben, und die Polizei würde nicht da sein. Ich würde dieses Mal kein Verständnis erwarten können, und unerwartet einen anderen Androiden wie Connor kennen lernen.
Es ist aus. Aber wenn ich schon sterben soll, dann suche ich ein Versteck. Wenn, dann werde ich kämpfend untergehen! Meine Beine, Skye hatte sie zum Glück repariert, sonst wäre ich erheblich langsamer, trugen mich die Straße hinab. Vor einem alten, herunter gekommenen Gebäude kam ich zum Stehen und sah mich hektisch um. Erst jetzt bemerkte ich die beiden Personen (Markus und Simon). Bei Letzterem fiel mir neben den Blonden Haaren sogleich die LED auf, die ihn als Android kennzeichnete. Damit konnte ich unmöglich darum fragen, mir zu helfen, denn Androiden durften sich nicht verteidigen, und vor ihm würden sie auch keinen Halt machen. Einen Moment traf mein Blick aus meinen leuchtenden, blauen Irden auf die ihren, ehe ich die Hände leicht anhob und etwas zurück wich.
In meinem momentanen Zustand war alles und jeder eine Gefahr. Oder konnte zumindest eine sein. "Wenn irgendjemand fragt, ich war nicht hier, okay? Ihr habt mich nie...", kam es von mir, doch weiter kam ich nicht. "Da ist das Ding! - Endlich haben wir diese verdammte Blechbüchse! - War auch schwer genug, das Miststück zu finden. - Jetzt ist es fällig! Meine Augen weiteten sich, ich hatte von früher noch immer so viele menschliche Gesten an mir, meine Menschlichkeit war trotz des nicht mehr menschlichen Körpers noch vorhanden und auch für andere gut zu erkennen. Langsam glitt mein Blick zur Seite, während die Männer von hinten auf mich zu schritten. An meiner ganzen Haltung konnte man erkennen, dass mein Stresslevel mehr als hoch war, und ich gerade absulutr Todesangst hatte.

#272 RE: Die Fabrikgegend von Markus 14.03.2022 23:41

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Gerade hatte ich mich wieder an Simon gewandt, als plötzlich jemand (Orianna) panisch an uns vorbeikam und uns im ersten Moment auch gar nicht zu bemerken schien. Die Person hatte den Körper einer Frau, aber sie war kein Mensch, so wie sie auch kein gewöhnlicher Android war. Ihre Haare wirkten beinahe wie aus Metall und waren wie mit Gold lackiert, die Augen ein leuchtendes blau. Ihr gesamter Körper schien aus sehr ausgefeilter Technik zu bestehen und wirkte mechanischer als es bei den meisten Androiden der Fall war. Ich scannte sie sofort. Körper besteht aus unterschiedlichen Biokomponenten. Das war wohl tatsächlich etwas, das wir gemeinsam hatten, auch wenn meine lange nicht so selten oder veraltet teilweise auch waren, manche Konstruktionen wirkten auch vollkommen neu, zumindest hatte ich solche noch nie gesehen. In voller Panik sprach sie uns an und ich hob verteidigend meine Hände. Was ist passiert?, fragte ich sie besorgt, bevor wir allerdings schon unterbrochen wurden, von zwei Männern, eindeutig Menschen in diesem Fall. Ich warf Simon einen Seitenblick zu, ihr Stresslevel war deutlich zu hoch, bevor ich sofort ein paar große selbstbewusste Schritte auf die beiden Männer zutrat. Was habt ihr mit ihr zu tun?, forderte ich von den beiden Männern, ich war direkt vor sie getreten, sodass sie wenn direkt an mir vorbei mussten, Ich denke, ihr solltet lieber gehen, bevor ihr etwas tut, was ihr bereut. Ich hoffte, dass sie mich einfach für einen Menschen hielten und von uns abließen, aber ebenfalls dass sich Simon ein wenig um sie kümmern konnte, damit er ihr Stresslevel etwas senkte, ansonsten würde das für keinen von uns hier gut enden.

#273 RE: Die Fabrikgegend von Simon 15.03.2022 08:48

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Schritte ertönten hinter mir und ich drehte mich sofort alarmiert nach diesen um, ich hatte aber nicht erwartet das zu sehen worauf meine Augen trafen. Es war ein höchst ungewöhnlicher Android, einer wie ich ihn selbst in meinen sieben Jahren noch nicht gesehen hatte. Ihr Körper erinnerte ein bisschen an den einer Aufziehpuppe wie sie Kinder manchmal hatten, allerdings war dieser hier wesentlich ausgefeilter und metallischer. Ihre Augen leuchteten blau und sie wirkte beinahe wie zusammengestückelt, aber doch stimmig. Sie wollte noch vor uns zurück weichen, als hinter ihr plötzlich zwei Männer auftauchten, diese hier eindeutig Menschen, die sie scheinbar verfolgten. Meine LED drehte sich erst auf Gelb, dann auf Rot, ich war kein Fan von Konfrontationen, aber ich wollte auch keinen anderen Androiden im Stich lassen, der eindeutig Hilfe brauchte. Ich atmete also einmal durch, auch wenn ich es nicht tun musste, es beruhigte mich, und meine LED drehte sich zurück auf Gelb, mehr konnte man von mir wirklich nicht verlangen. Allerdings stellte Markus sich dann vor uns und den Männern entgegen, das gefiel mir nicht, aber ein Blick auf den Androiden neben mir zeigte mir, dass ich noch andere Sorgen hatte. Ich zwang mich also dazu mich von der Szene vor mir abzuwenden und die Androidin neben mir anzusehen. Ich lächelte leicht und hob die Hände, um ihr zu symbolisieren, dass ich ihr nichts tun würde. Alles in Ordnung, du bist nicht mehr alleine, dir wird nichts geschehen.

#274 RE: Die Fabrikgegend von Orianna 15.03.2022 09:40

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Leider konnte ich die Frage des Mannes (Markus) nicht mehr beantworten, denn meine Verfolger hatten mich eingeholt und jetzt würde mein letztes Stündlein geschlagen haben. Dabei hatte es noch so viel gegeben, was ich hatte tun wollen, was ich mit Bailey hatte nachholen wollen... Doch damit, was nun folgte, hätte ich im Leben nicht gerechnet. Statt also dem alleine gegenüber zu stehen, setzte er sich in Bewegung, nachdem er einen Seitenblick zu dem Androiden (Simon) geworfen hatte. Nun stand er dann direkt vor mir und stellte sich damit den Männern im Weg. Dabei war mir nicht entgangen, wie sich die LED von ihm erst zu gelb und dann auf rot gedreht hatte. Es tat mir leid, dass die beiden jetzt meinetwegen in die ganze Sache hinein gezogen worden waren, denn ich hatte eigentlich nicht vor gehabt, irgendwen da mit reinzuziehen. Wer wusste schon, zu was diese beiden Männer noch im Stande waren?
Kurz darauf, während meine Verfolger offensichtlich überlegten, ob sie wirklich weiter gehen sollten, wurde ich von dem Blonden erneut angesprochen. Er hatte die Hände gehoben und lächelte leicht, seine LED war auf gelb. Nun nickte ich langsam und schloss kurz die Augen, um selbst unnötigerweise durchzuatmen. ... du bist nicht mehr alleine, dir wird nichts geschehen, wiederholte ich seine Worte im Kopf. Es half wirklich, mein Stresslevel sank langsam in einen ungefährlicheren Bereich. Zumindest so weit, dass ich nicht mehr kurz davor stand, durchzudrehen. Es hat einen Kumpel von uns getötet! Dafür gehört sie uns!, rief einer der Männer, was dafür sorgte, dass ich meine Augen sogleich wieder öffnete. Natürlich ließen sie die Hälfte weg, um besser da zu stehen. Vielleicht solltet ihr wieder gehen und uns dieses Ding überlassen, forderte ein anderer der Männer. So wie sie sich verhielten, hielten sie ihn für einen Menschen, aber sie hatten auch nicht vor, mich ein zweites Mal gehen zu lassen. Ich konnte nur hoffen, dass das hier gut für mich ausgehen würde. Noch einmal.
"Es war ein Unfall! Sie wollten mich zerstückeln und ein Video davon verbreiten! Ich bin nur ausgewichen, sonst nichts! Ihr Freund stürzte die Treppe runter", brachte ich zu meiner Verteidigung hervor, "ich hatte nichts mit ihnen zu schaffen, bis drei Androiden verschleppt haben und uns töten wollten. Wir haben nur auf den Bus gewartet!" Ich versuchte, so knapp wie möglich zusammen zu fassen, warum diese Männer hinter mir her waren. "Sie werden wieder kommen, immer wieder, und auch immer wieder Androiden töten", fügte ich hinzu, leiser nun. Da die beiden bereits mit in die Sache rein gezogen waren, konnte ich nichts anderes mehr tun. Zudem wollten sie mir wirklich helfen. Dass ich damals von der Polizei laufen gelassen worden war, behielt ich dabei allerdings für mich. Connor sollte meinetwegen keine Probleme bekommen, auch nicht sein Partner Hank.

#275 RE: Die Fabrikgegend von Markus 15.03.2022 23:40

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Was war ich froh, dass Simon ebenfalls hier war, ich konnte viel, aber ich konnte mich nicht teilen, auch wenn viele Androiden in JERICHO das manchmal offenbar dachten, ich tat allerdings auch nicht viel dagegen, dass sie ein anderes Bild von mir bekamen, denn ich wollte für sie die Hoffnung an eine neue Zukunft, an Freiheit für alle Androiden, darstellen und das war eine Aufgabe, die wahrlich nicht klein war. Die beiden Männer traten nun auf mich zu, aber schienen zumindest nicht zu denken, dass ich ein Android war, sie hielten mich für einen Menschen, das war ein entscheidender Vorteil. Was wollt ihr mit ihr tun?, fragte ich die Männer mit einem leicht herausfordernden Tonfall, während ich meine Ellbogen etwas nach außen drückte, um noch etwas breiter zu erscheinen. Meine LED drehte sich, während ich hörte, was beide Seiten für sich zu sagen hatten, und ich schüttelte den Kopf. Das hatten sie also vor, ich legte meinen Kopf etwas schief, während ich mit meinem Blick die beiden Männer anvisierte. Ist das wahr? Ich wusste nicht, ob ich mehr hoffte, dass die beiden Menschen aufgaben, oder, dass sie mir das bestätigten, was uns wohl allen klar war, dass sie unschuldige Androiden töteten, einfach damit ich einen Grund hatte sie anzugreifen. Ein Verbrechen an meinen Brüdern und Schwestern würde ich niemals akzeptieren.

#276 RE: Die Fabrikgegend von Simon 16.03.2022 07:49

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Wäre ich nicht ein Android gewesen, wäre mir bei dem was das ungewöhnliche Modell neben mir da erzählte, um sich selbst zu verteidigen, ohne Zweifel schlecht geworden. Unschuldige Androiden zerstückeln und das ganze filmen, das war doch einfach nur krank und falsch. Ich hielt meine Zunge im Zaum, auch wenn ich Markus am liebsten zugerufen hätte, dass wir nicht zulassen konnten, dass diese Männer weiter mordeten. Ich war nicht konfrontationsfreudig, ich war nicht aggressiv wie North, aber ich war auch nicht rein pazifistisch wie Josh, ich blieb lieber versteckt, doch nun da wir diesen Männern gegenüber standen konnte ich mich nicht gegen den Wunsch erwehren diesem Treiben ein Ende zu setzen. Aber Markus kümmerte sich bisher um die Männer, die ihn scheinbar für einen Menschen hielten, was uns hoffentlich zu Gute kommen würde, aber auch gerade deshalb sagte ich erst einmal nichts, auch wenn ich den Rücken unseres Anführers fixierte und förmlich darum flehte die beiden nicht weiter morden zu lassen, egal wie gefährlich das für uns jetzt auch war.

#277 RE: Die Fabrikgegend von Orianna 16.03.2022 12:58

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So ganz sicher war ich mir nicht, ob sie mir wirklich glaubten, aber die beiden schienen auf meiner Seite zu stehen. Während der Blonde (Simon) nichts weiter dazu sagte und den anderen Mann (Markus) ansah, seinen Rücken förmlich fixierte, fielen mir nun langsam ein paar mehr Details auf, wie die Kleidung und auch weiteres. Dabei war ich mir nicht ganz sicher, ob Markus, er wurde von den Angreifern eindeutig als Mensch identifiziert, wirklich ein Mensch war. Ich hatte lange genug bei CyberLife in der Vergangenheit gearbeitet, um Androiden zu erkennen. Allerdings war ich mir bei meinem aktuellen Zustand gar nicht mehr richtig sicher, Androiden waren von normalen Menschen kaum zu unterscheiden, selbst für ein geübtes Auge, und zudem war nicht der richtige Zeitpunkt, wirklich darüber nachzudenken. Denn die Gefahr war noch lange nicht gebannt und noch war es auch nicht geklärt, dass sie wieder kommen würden. Denn wenn sie jetzt gehen würden, dann würden sie wieder kommen, und eventuell sogar Bailey angreifen, da sie wussten, wo ich wohnte.
Dieses Ding hat unseren Kumpel ermordet, beharrte einer der Männer, auch wenn ich gerade klar gestellt hatte, was wirklich passiert war, der andere fügte hinzu: Und dafür muss es sterben!
Der Mann an der Front (Markus) erfragt schließlich, ob das, was ich gesagt hatte, der Wahrheit entsprach. Die Männer zuckten beide mit den Schultern. Ist doch egal. Als ob diese dummen Blechbüchsen irgendwas fühlen! Sie klauen unsere Jobs und unser Leben! Tief atmete ich durch, erneut, bemüht, mein Stresslevel auf einem halbwegs normalen Niveau zu halten. Aber was juckt dich n' das? Die beiden traten erneut auf ihn zu, wir werden jetzt dieses Ding und diese blonde Blechbüchsen auseinander nehmen. Zwei Plastikärsche weniger werden viele erfreuen! Und du stehst uns besser nicht im Weg! Die beiden wollten sich durch das Auftreten ihres Gegenübers nicht einschüchtern lassen, stattdessen versuchten sie, sich selbst etwas bedrohlicher aufzubauen, bei mir wirkte es gut, während sie dann gefährlich langsam auf ihn zutraten. Ich würde nichts tun können, der Blonde (Simon) würde nichts zur Verteidigung tun dürfen, zumindest laut Gesetz.

#278 RE: Die Fabrikgegend von Markus 17.03.2022 01:25

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Die beiden Männer antwortete leider genau das richtige, um mich in meinem Entschluss zu bestätigen, jedenfalls "leider" in ihrem Fall, denn ich würde nicht zulassen, dass irgendein Android angegriffen wurde, noch weniger allerdings Simon, der immerhin einer meiner engsten Vertrauten war. Ich wüsste nicht, was ich tun würde, wenn ich ihn verlieren würde. Das könnte ich einfach nicht. Das kann ich euch leider nicht tun lassen., sprach ich die beiden Männer an, während ich in meinem HUD bereits den Notruf aktivierte. Ich gab unsere Daten durch, während ich einen großen Schritt auf die Männer zumachte. Ich wusste mit großer Sicherheit, dass die beiden nun auf jede Provokation vermutlich auch mir gegenüber mit Gewalt reagieren würden, aber darauf war ich vorbereitet. Dreht euch um und geht. Lasst uns in Ruhe., sprach ich sie direkt an, Ansonsten werde ich euch dazu bringen, das zu bereuen. Ich hoffte sehr, dass sie das genug provozierte, um mich anzugreifen, denn ich musste Zeit schinden, bis die Polizei auch tatsächlich hier war. Ich hoffte, dass ich mich auch der Polizei gegenüber als Mensch ausgeben konnte, dafür durfte ich allerdings keine Fehler machen.

#279 RE: Die Fabrikgegend von Simon 17.03.2022 07:44

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Ich hätte es amüsant gefunden, dass der Mann, obwohl er uns Androiden nicht als lebendig ansah, doch von "sterben" sprach, wenn die ganze Situation nicht so bedrohlich gewesen wäre. Markus trat auf die beiden Männer zu und forderte sie ein weiteres Mal dazu auf zu gehen, doch wenn ich diese Art von Menschen richtig einschätzte, würden sie eher aggressiv auf Markus reagieren und ihn möglicherweise angreifen. Ich bezweifelte in so einem Fall große Hilfe sein zu können, ich war nicht auf Kämpfe ausgelegt, zumal ich als Android offiziell ja auch gar nichts machen durfte ohne mich ins Unrecht zu setzen, aber Markus dabei alleine zu lassen gefiel mir auch gar nicht. Meine LED blinkte wiederholt auf und zeigte hier und da auch statt gelb einmal rot.

#280 RE: Die Fabrikgegend von Orianna 17.03.2022 10:45

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Verunsichert sah ich immer und immer wieder zwischen den beiden hin und her. Mir entging nicht, wie die LED des Blonden wiederholt aufblinkte und immer wieder zu rot wechselte. Dabei erging es mir nicht anders. Auch wenn es nichts brachte, warf ich ihm einen entschuldigenden Blick zu. Nur meinetwegen waren sie in diese Situation gekommen, ich hatte sie da in etwas herein gezogen, aus dem sie unter Umständen nicht mehr heraus kommen würden. Nur wegen mir. Wenn ich ehrlich war, fühlte ich mich wirklich schlecht deswegen, und ich konnte nur hoffen, dass keiner von den beiden verletzt wurde. Die Gegner waren egal. Eigentlich würde ich am Liebsten versuchen, dem Mann (Markus) zu helfen, der uns beide hier nun verteidigte, doch ich wusste genau, dass das aufgrund der nicht vorhandenen Gesetze für Androiden nicht ging. Auch ich war nicht wirklich aufs Kämpfen ausgelegt, zudem war ein weiterer Punkt, dass ich wirklich aufpassen musste, nicht ins Rampenlicht zu geraten. Vor CyberLife hatte ich mich die ganzen, letzten Jahre mühevoll verborgen gehalten. Denn wenn sie von mir erfuhren, würden sie mich garantiert zur Abschaltung suchen.
Ich bewunderte ihn wirklich für die Selbstsicherheit, mit der er den Männern gegenüber trat, bisher sah es nach zwei gegen einen aus, und ich würde niemals in Frieden leben können, wenn er verletzt wurde. Wobei es für uns kein langes Leben mehr geben und uns ein sehr schmerzhafter Tod bevor stand. Ohne Zweifel würden sie uns alle drei ermorden, für sie würde es sicher kein Unterschied machen, ob einer von uns ein Mensch war, oder nicht. Mal sehen, ob du deine Fäuste genauso schwingen kannst wie deine große Fresse, rief einer der Männer, sie wurden nun schneller und hatten offensichtlich vor, direkt und gleichzeitig anzugreifen. Sobald sie vor ihm standen, versuchten sie damit, von links und rechts, gleichzeitig mit ihren Fäusten, in sein Gesicht zu schlagen.

#281 RE: Die Fabrikgegend von Markus 18.03.2022 15:42

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Meine Schultern angespannt und mich selber etwas breiter gemacht, musste ich gar nicht lange warten, dass meine Taktik funktionierte und die beiden Männer handgreiflich wurden. Die Polizei würde wahrscheinlich bald eintreffen, aber in der Zwischenzeit musste ich die beiden noch beschäftigen. Der Angriff mochte für sie als Menschen schnell gehen, aber in meinem Analysemodus liefen für mich die Sachen wie präkonstruiert in langsamen, voraussichtlichen Schritten ab. Ich wich in einer flüssigen Bewegung nach hinten aus und ergriff ihre Handgelenke, um ihren eigenen Schwung gegen sie zu nutzen, und ihre Schläge umzuleiten, sodass sie sich nun gegenseitig ins Gesicht schlagen würden.

#282 RE: Die Fabrikgegend von Simon 18.03.2022 18:20

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Sie reagierten tatsächlich aggressiv und gingen auf Markus los. Angst um unseren Anführer durchschoss erneut meinen Körper und meine LED drehte sich endgültig auf Rot. Markus! Aber er hatte scheinbar alles im Griff, jedenfalls trafen ihn die Fäuste der beiden Männer nicht, er war nach hinten ausgewichen und lenkte die Angriffe geschickt um. Ich blieb zwar wo ich war, beobachtete aber voll Furcht um Markus das geschehen, mein Stresslevel stieg nun noch mehr an und ich flehte ra9 möge die Situation gut für uns enden lassen.

#283 RE: Die Fabrikgegend von Orianna 24.03.2022 12:09

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Wie durch einen Reflex stolperte ich einen Schritt zurück, als ich fest stellte, wie diese beiden offensichtlich nicht klein beigeben würden. Nur mit Mühe konnte ich mich gerade so zurück halten, um nicht darum zu bitten, Gnade walten zu lassen und mich freiwillig auszuliefern, denn ich wollte auf gar keinen Fall, dass einer der Beiden meinetwegen verletzt werden würde. Oder im schlimmsten Fall, wir alle drei unser Ende finden würden. Alle beiden Optionen waren nicht gut, ich konnte nur warten und beten, dass er stärker und besser als diese beiden Männer war. Jedoch war es, als habe er genau gemerkt, was die beiden vorhatten, in einer flüssigen Bewegung wich er den Schlägen aus und leitete sie sogar um, dass sich seine Kontrahenten gegenseitig selbst trafen und damit eine rein hauten. Beide taumelten. Einer hielt sich tapfer auf den Beinen, während er taumelte, und der andere fiel unsanft auf den Hintern. Beide brauchten sichtlich Zeit, um sich bereits von dem einen Schlag zu erholen.
Ich hatte echt nicht erwartet, dass diese aggressiven Männer bereits nach einem, eigentlich eigenen Schlag, schon fast fertig schienen und sich nicht mehr so einfach erholen oder mehr einstecken konnten. Echte Ironie, vielleicht lag es auch daran, dass sie, beim Quälen und Töten von uns eigentlich nie Gegenwehr erhalten hatten, da das Gesetz auf ihrer Seite stand. Der Mann, der auf den Hintern gefallen war, rappelte sich mühsam wieder auf. Bei einem war die Lippe aufgeplatzt, bei dem zweiten sah die Nase alles andere als gut aus. Aber wenn ich ehrlich war, dann freute ich mich über ihren Schmerz. So böse es klang, was sie uns schon alles angetan hatten, dafür verdienten sie eigentlich viel mehr als das. Unwillkürlich hatte ich die Luft angehalten, was mir auffiel, als Polizeisirenen die Stille durchschnitten. Sie waren bereits sehr nah und für die Angreifer war es zu spät, um zu entkommen, besonders, da sie ihrem Gegner nicht einen Kratzer zugefügt hatten, und slebst weitaus mehr abbekommen hatten.

#284 RE: Die Fabrikgegend von Markus 24.03.2022 14:28

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Die beiden Männer fielen zurück und das verschaffte mir doch einiges an Zeit, die Polizeisirene kündigte nun auch das Erscheinen der Polizei an und ich drehte mich zu Simon, dessen Stimme ich vorhin gehört hatte, ein ermutigendes Lächeln im Gesicht, ich wollte nicht, dass er sich Sorgen um mich machte, ich war mir sicher, ich konnte diese Situation problemlos für uns regeln. Überlass das einfach mir. Ich nickte ihm zu, bevor ich mich an das Polizeiauto wandte, das sich nun neben uns eingefunden hatte und die Polizisten traten aus dem Auto. Ich würde auch weiterhin vermuten lassen, dass ich ein Mensch war, auch wenn es mich dazu zwang eine ganz andere Rolle einzunehmen. Ich hatte Sie gerufen., machte ich auf mich aufmerksam mit selbstsicherer Stimme, bevor ich auf die Personen vor uns deutete, Diese zwei Männer haben mich ohne jeden Grund angegriffen und mich bedroht. Ich habe mich lediglich selbst verteidigt. Meine Haltung war bemüht entspannt, gerade nachdem was passiert war versuchte ich mein Stresslevel zu halten. Ich pokerte darauf, dass die Männer eventuell bereits bekannt oder gesucht waren. So kam ich eventuell sogar ohne Aussage leisten zu müssen davon.

#285 RE: Die Fabrikgegend von Simon 24.03.2022 14:38

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Markus schaffte es mit seinem Manöver die beiden Männer stolpern und einen von ihnen sogar stürzten zu lassen und sich damit genug Zeit zu verschaffen, dass die offenbar von ihm gerufene Polizei die Chance hatte anzukommen. Ich griff nach Oriannas Arm und zog sie etwas weiter nach hinten in die Schatten der Gebäude, um nicht weiter aufzufallen, während ich mein bestes versuchte meine LED zurück auf ein wenigstens akzeptableres gelb zu bekommen. Meinen Gesichtsausdruck ließ ich dabei auch völlig ausdruckslos werden, um im Falle wenigstens nicht dadurch verdächtig zu wirken, meine Kleidung war schon schlimm genug, da an ihr nichts war was mich als den Androiden auswieß der ich war, was ja eigentlich auch nicht legal war.

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