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#91 RE: Die Fabrikgegend von Nines 21.09.2020 17:32

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Der Detective war mir gefolgt Nachdem er dem Laden der Technik noch einen letzten Einblick gegeben hatte. Er schloss sich mir auf dem Bürgersteig an. Und begann zu sprechen. Tatsächlich noch sofort in einem feindseligen Tonfall. Fortschritt. Wenn man sich den Rest unserer Konversationen bedachte. Aber es konnte noch alles eine scharfe Kurve machen. Die anderen Geschäfte hatten keine besonders interessanten Punkte für uns. Keine Security Kameras die in die Richtung des Ladens gingen. Oder andere Fenster welche günstig lagen. Für die Kameras der Regierung brauchte man eine Genehmigung. Und wir hatten diese Zeit noch nicht. Der Manager des Ladens begann hinter uns mit seinen Angestellten aggressiv zu sprechen. Ich konnte sie im Hintergrund hören. Ignorierte die menschlichen Geräusche allerdings – Sie waren simpel einfach nicht wichtig. Der Mensch hatte ein noch rotwangigeres Gesicht als zuvor.
Die Frage des Detective begann ich sofort zu beantworten. In einem professionellen leicht kühlen Tonfall. Wenigstens nahm er seine Arbeit ernsthaft. Auch wenn er nicht besonders viel von Androiden verstand. Damit konnte ich arbeiten. Zumindest eine Zeit lang. "Alle Zentralprozessoren sind auf irgendeine Weise miteinander verbunden" Ich sah zu dem Detective. Unruhig wirkte er auf mich. Jedoch fuhr ich dennoch fort. Im Laden hinten war ein PB600 Modell gestanden. Ich hatte es sofort in meinen Datenbank-Bestand aufgenommen. "Ähnliche Software. Obwohl nicht alle gleich sind teilen sie zumindest einige Codierungen. Ich sollte es verfolgen können – vorausgesetzt es ist das gleiche Modell das vermisst wurde von ..."

#92 RE: Die Fabrikgegend von Gavin Reed 21.09.2020 20:09

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-vermisst in den Regalen hinten., fiel ich ihm ins Wort und sah zurück in den Laden, wo ich den Manager im Inneren erkennen konnte, sein Gesicht ist noch röter, als er seine Mitarbeiter wütend anmachte, nachdem wir verschwunden waren, Ja, habe ich gesehen, Modell PB600, Seriennummer 2208n. Ich steckte meine Hände in meine Hosentaschen und sah zu dem Androiden auf, es nervte mich schon ein wenig, wie überdimensional groß er war, Connor war schließlich schon schlimm genug gewesen. Also?, forderte ich ihn auf, Kannst du das Ding verfolgen oder wie?

#93 RE: Die Fabrikgegend von Nines 22.09.2020 17:37

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Der Detective unterbrach mich in meinen Erklärungen. Mit tatsächlich der selbigen Vermutung die ich gehabt hatte. Er nannte das korrekte Modell und sogar die dazu gehörige Seriennummer. Ich war erstaunt. Seinen Worten nach zu urteilen hätte ich nicht berechnet das er den Unterschied zwischen uns 'Plastik-Arschlöchern' kannte. Ich neigte meinen Kopf zu ihm. Es ist genau wie vor dem Haus von Herr Richards. Als ich ihn als beeindruckend bezeichnet hatte. Er war ein emotionaler irritierender Mensch. Aber ebenfalls ein Mensch der seinen Job ernst nahm. Und offensichtlich auch an ihm unbekannten Fällen mit voller Intensität arbeitete. Etwas mit dem ich mich selbst identifizieren konnte. Ich war ebenfalls so. Ich konnte meinen Blick nicht von dem Detective nehmen. Auch wenn er daraufhin sofort wieder gereizt wirkte. "Solange es in Reichweite ist" Ich sah zurück auf die Straße. "Obwohl ich bezweifle. Dass die Diebe weit gekommen sind, ohne erwischt zu werden. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit das sie sich in der Nähe verstecken."
Wir waren dazu ausgelegt Biokomponenten aufspüren zu können. Solange sie sich in der Nähe befanden. Das war allen der RK-Serie von Androiden möglich. Markus hatte sich scheinbar so aus dem Schrotthaufen gerettet. Trotzdem war ich noch ein Mal spezialisierter. Besser als meine Vorgänger. Für Feldarbeit. Aufdeckung, Analyse, Verhandlung und nicht zuletzt den Kampf. Das bedeutete auch ein hohes Verletzungsrisiko. Es war eine rein taktische Anwendung. So konnte auch ich Komponenten ausfindig machen, falls unsere eigenen beschädigt wurden. Wenn ein menschlicher Polizist in sein Herz geschossen wurde, konnte er nicht einfach nach einem neuen suchen. Ich allerdings könnte das. Zumindest eine gewisse Zeit. Bis die Abschaltung unvermeidlich war. Allerdings plante ich damit keine Bekanntschaft zu machen. "Congress Street." Ich nickte mir selbst zu. Und schritt dann den Bürgersteig entlang. Mein Sichtfeld zeigte mir bereits den Weg dorthin. Ich würde keine Zeit verlieren. Egal wie erstaunlich nützlich sicher der Detective bisher erwiesen hatte. "Kommen Sie mit Detective."

#94 RE: Die Fabrikgegend von Gavin Reed 22.09.2020 21:44

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Ich sah zurück und bemerkte, dass der RK900 seinen Kopf zu mir neigte, da war etwas, ein Blick in seinen Augen, der auf einmal gleichermaßen spannend und abstoßend war. Ich brauchte einen Moment, um zu erkennen, warum ich ihn als vertraut empfand. Es war genau wie vor Mr. Edwards' Haus, als der Android ausgerechnet mich als beeindruckend bezeichnet hatte. Ich versuchte also so gereizt wie möglich auszusehen, nur um zu verhindern, dass das verdammte Ding mich weiter so ansah. Während der Android seine Sache machte, fragte ich mich vage, warum zum Teufel er mit der Fähigkeit ausgestattet war, zufällige Biokomponenten aufzuspüren. Dann erinnerte ich mein langsames Gehirn daran, wofür die RK-Serie gebaut wurde. Es war also eine taktische Anwendung, so könnten sie Komponenten ausfindig machen, falls ihre eigenen beschädigt wurden. Selbsterhaltung, fügte ich in meinen Gedanken trocken hinzu, eine Bitch für Menschen, ein Kinderspiel für Androiden. Ich blinzelte bei der verdammten Rekordzeit, die RK900 gebraucht hatte, um die Komponente zu lokalisieren, bevor ich ihm schnell folgte. Hey, falls es nicht klar ist, Arschloch, lass es mich für dich noch einmal ausformulieren. Kein verdammter Android wird mich herumkommandieren., ich blickte ihn finster an, während ich sprach, Besonders ein Android, der geht, als ob ihm gerade eine Metallstange seitlich in den Arsch geschoben wird. Natürlich lief es überhaupt nicht so, es war komplett ausgeglichen und selbstsicher, und es war verdammt schwierig, mitzuhalten. Seine Beine waren lang, und es ging mit Absicht und schlängelte sich durch die Menschenmenge, welche gerade nachmittags hier vorzufinden waren. Ich mache das seit fast fünfzehn Jahren und du lebst für was, nicht einmal seit einem?

#95 RE: Die Fabrikgegend von Nines 23.09.2020 17:09

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Der Detective blinzelte irritier. Bei der Rekordzeit – die ich gebraucht hatte – um die Komponente zu finden. Er unterschätzte noch immer meine Leistungen. Nicht nur im Bereich der Rechenleistungen. Aber er würde mein Potential noch vor geführt bekommen. Bevor er schließlich doch hinter mir her schoss. Er blickte finster. Trat aber neben mir. Sogar beim Versuch mich zu beleidigen. Ich war selbstverständlich überhaupt nicht so gelaufen. Ich war vollkommen ausgeglichen und sicher. Es dürfte dem Detective allerdings schwer fallen mit zu halten. Sein Herzschlag erhöhte sich. Meine Beine waren lang. Und ich ging mit Absicht und schlängelte mich geziehlt durch die Menschenmenge. Nachmittags erschienen viele Menschen im Fabrikgebiet unterwegs. Mit großer Wahrscheinlichkeit aus Zwecken der Arbeit.
"Richtig." Ich musterte den Detective mit einem dezenten Lächeln. Eine kleine Kurve an der Seite meines Mundes. Er hatte seinen Fehler offenbar noch nicht bemerkt. "Und wie gnädig von Ihnen. Anzuerkennen das ich tatsächlich am Leben bin. Sie haben in der letzten Zeit sicherlich einen langen Weg zurück gelegt. Detective – Das sind vielversprechende Neuigkeiten. Vor allem wenn wir weiter zusammen arbeiten wollen." Dem 'wollen' gab ich extra Betonung. Um ihn damit zu necken. Ich bog um die Ecke und hielt abrupt vor einem der Wohnhäuser an. Woodward Apartments. Wir hatten unser Ziel laut meinem Interface erreicht. Der Zentralprozessor befand sich im 8. Stock. Mit großer Sicherheit zusammen mit unseren Dieben und dem Rest von Herr Forsters gestohlenen Waren.

#96 RE: Die Fabrikgegend von Gavin Reed 23.09.2020 18:34

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Kann es-, ich biss mir auf die Zunge, bevor ich weitersprechen konnte, merkte, was ich gerade gesagt hatte und spürte, wie sich ein heftiger Ansturm von Bedauern in meiner Magengrube niederließ. Es war nur ein Versprecher, okay? Du hast vielleicht deine eigene Mission und was auch immer zum Teufel sonst, aber du bist immer noch aus Plastik und Drähten, und es ist verdammt nochmal sicher, dass diese Scheiße meiner Meinung nach nicht als lebendig gilt. Ich lief fast direkt in den Rücken des Androiden, als dieser um die Ecke bog und plötzlich vor einem der Wohnhäuser stehen blieb. Ich schaffte es gerade noch rechtzeitig abzubremsen und streifte den Androiden dabei höchstens, wobei ich schnell einen Schritt zurück machte. Hast du einen verdammten Kurzschluss? Halleluja, falls ja, denn ich brauche den Scheiß-Frieden.

#97 RE: Die Fabrikgegend von Nines 23.09.2020 19:02

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Offenbar hatte der Detective nicht mit meiner Abbremsung verübelt. Er hatte auch kein Interface das ihn vor warnen hätte können. Also kollidierte er fast direkt mit meinem Rücken. Er streifte mich kaum. Und schaffte es es rechtzeitig zu umgehen. Eventuell hatte er meine äußerliche Wärme gespürt. Aber nur eventuell. "Woodward Wohnungen & CoA. Der Zentralprozessor befindet sich im 8. Stock" Ich erklärte die Situation ruhig und emotionslos. "Mit großer Wahrscheinlichkeit zusammen mit unseren Dieben und dem Rest der gestohlenen Waren von Herr Forster." Ich trat einen gemessenen Schritt zurück und deutete dem Detective an, zuerst einzutreten. Ein neckender Ausdruck stellte sich wieder in meinen Augen ein. Ich würde ihn seinen 'Versprecher' nicht so schnell wieder vergessen lassen. "Nach Ihnen Detective Reed. Immerhin machen Sie das schon länger."
Ich öffnete die Tür zur Lobby. Es war ein schäbiger Ort. Heruntergekommen und ungepflegt. Die Tapete begann bereits zu verblassen und sich abzuziehen. Die Möbel waren veraltet und ab genutzt. Hinter der Rezeption blickte der Wachmann aus seiner Zeitschrift. Thompson, Björn Louis. Geboren: 31.10. // Security Guard. Vorstrafen: Keine. Junger Mann, Afroamerikaner. Knöchel gekreuzt – wo sie auf dem Schreibtisch ruhen – und ein gelangweilter Ausdruck auf seinem Gesicht. Auf der Sicherheitskarte um seinen Hals steht 'Björn Thompson'. Sein Name. Er nahm Blickkontakt mit dem Detective auf. Nachdem dieser nach meinem Schritt nach hinten nun vor mir stand. Es befanden sich auch keine anderen Menschen in der Lobby. "Kann ich Ihnen helfen meine Herren?"

#98 RE: Die Fabrikgegend von Gavin Reed 23.09.2020 20:10

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Ich murmelte eine Reihe von Flüchen, um mich besser zu fühlen, und streifte ihn deutlich mit meiner Schulter, während ich an ihm vorbei in die Lobby trat, auch wenn das nur mir wehtat und nicht ihm, aber ich war eben stur. Die Lobby dieser Apartments war ein schäbiger Ort, heruntergekommen und ungepflegt, mit hässlichen Tapeten und Möbeln, die seit Beginn der verdammten Zeit da gewesen sein mussten. Hinter der Rezeption sah der Security Guard aus seiner Zeitschrift hervor und bemerkte uns tatsächlich. Ein junger, dunkelhäutiger Mann, obwohl wahrscheinlich nicht viel jünger als ich selber, der etwas nachlässig wirkt und einen gelangweilten Gesichtsausdruck hat. Auf der Karte um seinen Hals steht "Björn Thompson". Mr. Thompson., ich zog mein Abzeichen heraus und näherte mich ihm, Detective Reed, CPD, wir haben Grund zur Annahme, dass eine Gruppe von Personen im achten Stock heute in einen Ladenraub verwickelt war. Haben Sie irgendetwas gesehen?

#99 RE: Die Fabrikgegend von Nines 26.09.2020 17:40

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Der Detective zog sein Abzeichen heraus und näherte sich dem Mann. Er erklärte ihm unsere Situation. Wir wussten – dass sich die Täter in diesem Gebäude verstecken. Keine Notwendigkeit übermäßig höflich oder vorsichtig zu sein. Herr Thompson schloss die Augen und stöhnte. "Weißt du was? Ich wusste verdammt noch mal, dass diese Kinder nichts Gutes vorhatten." Er seufzte vor sich hin. Bevor er mich vorsichtig beäugte. Ich sah ihn an wie jeden Anderen. Er war nur ein Mensch der im Weg war. Im Weg damit ich in diesem Fall Fortschritte machen konnte. Er musste sich beeilen. Meine Aura blieb kalt und ausdruckslos. Plötzlich schlich sich erst Realisation und dann Panik in den Blick des Mannes. "Scheiße, du wirst nicht, ähm ... das Ding an mir benutzen, oder, Mann? Ich bin nicht involviert oder so, du kannst die Kameras überprüfen …"
Herr Thompson sah plötzlich übermäßig gestresst aus. Seine Stresswerte welche bis dahin auf soliden 0 % geblieben waren schnellten nun auf 65 %. Seine Atemfrequenz hatte sich zudem deutlich erhöht. "Ja, ja, ich schwöre, sie sind seit heute Morgen nicht mehr gegangen. Sie sind ungefähr um halb 11 Uhr hierher zurückgekommen, vielleicht auch direkt um 11? Sie hatten alle Taschen dabei.“ Auch mit seiner faulen Ausstrahlung. Er schien seinen Job zu machen. Es wunderte mich das er nicht längst durch einen Androiden ersetzt worden war. Die meisten Wachmänner waren Androiden. Diese waren auch einfacher zu befragen. Menschen ... "Ich dachte, es wäre verdammt verdächtig, aber ich habe sie nie wirklich gestört oder Fragen gestellt, weißt du? Ihr kleiner Anführer hat mich schon ein Mal belästigt und ich möchte einfach meinen Job ohne Probleme machen."

#100 RE: Die Fabrikgegend von Gavin Reed 26.09.2020 20:58

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Entspann dich, wir wollen nur wissen, was du gesehen hast., sagte ich zu dem aufgebrachten Mr. Thompson und warf dem RK900 einen Blick zu, in der Hoffnung, dass es die einschüchternde Aura, die ihm überall zu folgen schien, irgendwie abschwächen würde. Nun, ich bezweifle, dass du nach heute noch mehr von ihnen mitbekommen wirst. Sie haben eine Menge teure Technik aus einem Geschäft gestohlen., sagte ich zu ihm, Wir werden sie jetzt festnehmen. Also, wenn es dir nichts ausmacht? Ich deutete mit meinen Arm zum Fahrstuhl. Wie viele von ihnen gibt es?, fragte ich nachträglich, während ich mich bereits halb in Bewegung versetzte.

#101 RE: Die Fabrikgegend von Nines 27.09.2020 17:53

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Zwar bemerkte ich den Blick des Detective doch ich reagierte darauf nicht. Meine Ausstrahlung war nicht nur eine indirekte Konsequenz aus meiner Programmierung. Sondern auch ein gewollter Effekt. Ich wollte diesem Menschen keine zu entspannte Atmosphäre geben. Ein gewisser Stress war gut für eine ehrliche Befragung. Und sein Stresslevel hielt sich momentan auf stabilen 35 %. Ich überquerte den Weg zum Fahrstuhl in vier schnellen Schritten. Der Detective setzte sich ebenfalls in Bewegung. "Gott sei Dank." Herr Thompson sagte das sehr erleichtert und drückt einen Knopf. Damit gingen die Türen auf. "Tut euch keinen Zwang an. Je weniger ich von diesen Arschlöchern sehe, desto besser." Die Frage beantwortete er ebenfalls sofort. "Drei und alle Menschen. Sie sind ziemlich jung – also denke ich das Sie beide in der Lage sein werden – mit ihnen umzugehen" Herr Thompson sah noch ein Mal zwischen uns hin und her. Er wirkte entspannter. Zugleich aber auch wieder höflicher. Und nickte dann. Sein Stresslevel sank wieder unter 10 %. Seid dem ich mich entfernt hatte. "Viel Glück."
Die Türen schlossen sich und der Aufzug begann nach oben zu fahren. Sobald der Detective sich ebenfalls darin befand. Das Auto des Detective stand immer noch in der Nähe des Technologieladens. Mit den 3 Jugendlichen um den Block zu sehen wäre mühsam aber möglich. Schließlich hielt der Aufzug an und wir traten in den Korridor. Herr Thompson hatte erwähnt das die Täter jung waren. Eventuell unvorsichtig. Ungeplant. Es war wahrscheinlich das das Trio nicht ohne irgendeine Form von Gewalt auf uns zu kommen würde. Ich blieb ruhig stehen. Während ich den Flur abscannte. Und dabei die Komponente lokalisierte. Das Apartment befand sich ganz hinten im Gang. Apartment 88.

#102 RE: Die Fabrikgegend von Gavin Reed 28.09.2020 20:47

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Ich ging zum Androiden, die Türen schlossen sich und der Aufzug begann seinen Weg nach oben. Dabei rief ich Ben kurz an und bat einen einzelnen Streifenwagen, der vor der Tür warten sollte, damit wir die Täter zum Revier bringen konnten. Mein Auto stand immer noch in der Nähe des Ladens und ich wollte keine Aufregung verursachen, indem ich drei jugendliche Kriminelle durch den Block zog. Ich schob mein Handy wieder in die Arschtasche meiner Jeans und warf einen Seitenblick auf den RK900. Bist du überhaupt bewaffnet?, fragte ich, als der Aufzug anhielt und wir in den Korridor traten. Mr. Thompson hatte erwähnt, dass die Täter jung waren, und jung bedeutete normalerweise dumm, es war also wahrscheinlich, dass das Trio nicht ohne irgendeine Form von Gewalt kommen würde. Scheiß Jugendliche. Ich grunzte und holte mein Telefon wieder heraus, als es piepste. Naja, Ben ist auf dem Weg. Für alle Fälle kommt auch das Backup. Ich sah den Flur auf und ab. Also, in welches Apartment müssen wir?

#103 RE: Die Fabrikgegend von Nines 02.10.2020 17:07

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Die Frage des Detective ließ mich eine Augenbraue hoch ziehen. Blasiert beobachtete ich ihn. Und beschloss dann ihm eine detaillierte Erklärung zu erlauben. Wenigstens hatte er keine so offensichtliche Frage gestellt. Wie welches Modell ich war. Immerhin waren solche Informationen nicht nur frei verfügbar. Sondern standen teilweise auch direkt auf meine Uniform-Jacke. "Ich darf eine autorisierte Waffe tragen. Ja. Standardmäßig ist mein Modell allerdings mit keiner Waffe ausgestattet. Ebenso wie mein Vorgänger." Eine Sekunde musterte ich den Detective. Sah dann allerdings wieder den Gang entlang. Ich hatte die Komponente lokalisiert. Selbst ständig aktualisierte sich meine Aufgabe. Berge die Komponente. "Die Tür am Ende des Ganges. Wohnung 88." Ich nickte in die richtige Richtung. Wir mussten ein Mal den Gang entlang. Ich steuerte darauf zu. Der Detective würde mir schon folgen.
Wir hielten draußen vor der Apartment-Tür an. Ich platzierte mich auf der einen Seite der Tür. Und überließ dem Detective die Andere. Standard-Protokoll. Wir spiegelten unsere Positionen wider. Doch bevor der Detective noch klopfen konnte. Oder etwas anderes. Hörte ich plötzlich ein Geräusch durch die Tür. Um ihn ab zu halten etwas zu tun – was uns noch in Schwierigkeiten bringen könnte – machte ich einen raschen Schritt nach vorne. Und schloss meine Hand um sein Handgelenk. Ich zog ich ein Stück von der Tür zurück. "Ich höre wie Magazine geladen werden" Ich runzelte die Stirn. Während ich durch die Wand scannte. Ich hatte einen Verdacht. "Sie scheinen bewaffnet zu sein."

#104 RE: Die Fabrikgegend von Gavin Reed 03.10.2020 19:41

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Natürlich folgte ich ihm den Gang hinunter und wir hielten vor der Tür, wo ich zur Seite trat und RK900 meine Position widerspiegelte. Gerade war ich schon im Begriff zu klopfen, als der Android plötzlich in Aktion trat und seine Hand um mein Handgelenk schloss, um mich davon aufzuhalten. Es runzelte die Stirn, als könnte es durch die Wand sehen oder so. Verdammt nochmal., zischte ich wütend und riss mein Handgelenk zwischen seinen Griffeln heraus, Was? Scheiße, der Manager hat nichts darüber gesagt, dass sie auch Waffen dabei haben, was für ein Vollidiot. Ich murrte und zog meine Waffe, bevor ich mir etwas platz machte und dann zurücktrat, um die Tür einzutreten. Aus reiner Gewohnheit sah ich kurz zu dem Android zurück, um sicherzustellen, dass er bereit war, und setzte mich dann in Bewegung. Die Tür krachte beim ersten Tritt auf, das Schloss gab sofort nach und eines der Scharniere brach vollständig. CPD! Hände hoch, dahin wo ich sie sehen kann!

#105 RE: Die Fabrikgegend von Nines 05.10.2020 16:50

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Der Detective befreite sich mit einer schnellen Bewegung aus meinem Halt. Allerdings hatte ich meine Hand bereits locker gelassen. Schließlich war meine Aktion nur gewesen um ihn auf zu halten. Nicht um ihn zu bedrängen. Das hatte ich schließlich bereits getan. Und auch nur um ihn ein zu schüchtern. Ich trat zurück um ihm Platz zu lassen. Während er sich arrangierte um die Tür ein zu treten. Ich bemerkte seinen Blick. Doch blinzelte ihn nur unbewegt an. Im Gegensatz zu fehlbaren Menschen war ich schneller bereit als Andere. Zudem war ich aktuell das beste Modell von CyberLife. Mit einer noch nie da gewesenen Rechenleistung und einem ausgezeichneten Reaktionsvermögen. Ich war bereit.
Die Tür krachte beim ersten Tritt auf. Das Schloss hatte sofort nachgegeben. Eines der Scharniere war vollständig gebrochen. Die drei Täter - allesamt in Sportmützen und schwere Mäntel gekleidet, die sich eindeutig auf ihren zweiten Raub des Tages vorbereiten - stoben wie wild aus einander. Derjenige, der die Waffen am Tisch geladen hatte, griff blind nach einer Pistole. Mein Combat-Analyse-Programm aktivierte sich sofort. Glock 19 // Glock Kaliber 9 × 19 mm. // Volles Magazin. Ohne Zeit an Berechnungen zu verlieren griff ich nach der dekorativen Vase neben der Tür. Und zielte perfekt zwischen die Hand des Teenagers und der Waffe. Sie zerbarst vor Ort – ohne ihn zu verletzen – und er wich schnell zurück. Der Warnschuss war genug gewesen. Ich machte einen Satz über den Tisch und tackelte ihn. Dort drückte ich ihm die Hände auf den Rücken. Wie dem Detective nach der Aktion mit dem Kaffee. Wenn ich nicht ich gewesen wäre hätte ich geschmunzelt bei dieser Erinnerung. Und band ihm seine Hände schnell mit Kabelbinder zusammen. Der nächste Täter hatte inzwischen einen Versuch in Richtung Tür gemacht. Allerdings war er so in unmittelbarer Nähe des Detective gelandet. Während sich der letzte Täter noch panisch im Raum umsah. Er wirkte desorientiert. Sie waren nicht vorbereitet gewesen. Ausgezeichnet.

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