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#31 RE: Dunkle Gassen von Red Riding Hood 17.09.2021 18:39

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Kaum hörte ich sein Lachen, zuckte ich zusammen und versuchte mich einzurollen, wie ein Tier, das in sich selbst Schutz suchte, aber ich kam nie soweit, als er mir einen Stoß versetzte, mit dem ich unweigerlich am Rücken am Boden landete, was mir ein leichtes Keuchen entkommen ließ. Die transferierten Wunden waren schon schmerzhaft genug, aber nicht so schmerzhaft wie der Verrat, den ich gerade spürte. Natürlich hätte ich Vanir auch geholfen, wenn er nicht vorgegeben hätte sich zu ändern, aber dann hätte ich versucht so schnell wie möglich von hier wegzukommen, auch wen es mit Wunden wie vielen wirklich schwer gewesen wäre. Ich dachte wirklich, das bedeutet dir etwas, du-, fing ich gerade an zu entgegnen, als ein fester Tritt gegen meine Rippen mir vollkommen den Atem verschlug und ich verzweifelt versuchte einzuatmen, aber das Gefühl hatte keinerlei Luft zu bekommen. Mein Kopf schwirrte vor dem Schmerz und es dauerte kurz, bevor ich beinahe panisch wieder einatmete. Vanir, bitte, du kannst nicht ewig so handeln. Ich wollte dir nur helfen. Ich spürte, wie mir einige Tränen in die Augen stiegen, ob vor psychischem oder physischem Schmerz wusste ich selber nicht so genau.

#32 RE: Dunkle Gassen von Vanir 17.09.2021 21:51

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"Du glaubst wirklich, dass das hier mir irgendwas bedeutet? Dass Du mir was bedeutest? Ich habe Dich nur ausgenutzt... Und Du hast schön und süß meine Wunden auf dich genommen und hast mir jedes Wort geglaubt", gab ich mit einem breiten Grinsen zurück, "Was hat dich bitte glauben lassen, ich könnte mich ändern? Warum denkst du, dass auch nur einen Funken Gutes in mir existiert?" Erneut begann ich zu lachen und schüttelte über ihn den Kopf.
Mein Tritt hatte auch sehr gut getroffen, und es machte einfach unglaublich Spaß, ihm Angst zu machen, seine Panik zu steigern. Und ihn auszunutzen. " Natürlich musste ich leider eine Schwäche mit dir teilen... Aber damit kannst du ja nichts anfangen. Stattdessen kenne ich jetzt deine Schwäche. Eine weitere von vielen... Dass jemand wie du der Kopf von irgendwas ist... Kein Wunder ist die Mission COURAGE so erfolglos", redete ich weiter, ich war voll in Fahrt. Mit einem breiten Grinsen trat ich wieder näher an ihn heran, beugte mich weit runter und grinste ihn breit ins Gesicht, ehe ich gegen einen der Risse schnipste, die sich noch nicht wieder geschlossen hatten. "Du hast mir auch geholfen. Aber ich hab dir nicht versprochen, dass ich danach nett sein würde. Ich meine, ein netter Schurke? Also bitte, ich weiß nicht, von was du nachts träumst."

#33 RE: Dunkle Gassen von Red Riding Hood 17.09.2021 23:58

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Meine Chancen standen schlecht, mehr als nur schlecht, ich war gerade noch im Heilungsprozess und währenddessen war es extrem schwer zu kämpfen, besonders bei den Wunden, die Vanir gehabt hatte. Ein greller Schmerz schüttelte meinen gesamten Körper, als er gegen einen der Risse fuhr, die noch nicht geschlossen waren, das Fleisch war offen und verwundbar, noch blutig. Ich keuchte auf und ballte meine Fäuste, während ich verzweifelt versuchte mich wieder aufzurichten. Du weißt, was das traurigste ist... ich habe dir nicht geglaubt. Ich habe nur gehofft, dass es anders sein würde, dass du diesmal wirklich anders bist., presste ich langsam heraus, während ich zu ihm hochsah, es schmerzte, aber ich wollte meinen Teil noch dazu sagen, Siehst du nicht, dass das genau das ist, was die Regierung will? Für uns Metamenschen, dass wir uns hassen und auseinanderreißen? Denn wenn wir nicht zusammenarbeiten, können wir nie wirklich Veränderungen bewirken. Ich schniefte, als die erste Träne aus meinem Augenwinkel rollte, der Schmerz war noch so viel stärker geworden, jetzt wo ich versuchte mich aufzurichten, obwohl alles in meinem Körper sich dagegen wehrte und vor lauter Schmerzen schrie. Ich habe dir geholfen. Bitte... das kann nicht gar nichts zählen.

#34 RE: Dunkle Gassen von Vanir 18.09.2021 13:14

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Erneut lachte ich gemein auf, denn es hatte offensichtlich sehr weh getan, gegen einen dieser offenen Risse zu schnipsen, und genau das war der Plan gewesen. Erfreut grinste ich, während er sich in einem verzweifelten Versuch aufrichten wollte. Unbeirrt grinste ich ihn an. "Das Traurigste ist eigentlich eher, dass du immer noch glaubst, mit deinen schwachen Idealen etwas zu erreichen", gab ich zurück und versetzte ihm einen festen Tritt, um ihn weiter am Boden zu halten. So leicht würde ich es ihm nicht machen, ihm und seinen dummen Idealen, die oft dumme Gedanken in mir hervor brachten. Verdammt sei er!
"Ich bin der, der ich immer war. Und der, der ich immer sein werde. Also vergiss den Quatsch, dass jeder was Gutes in sich hat. In mir ist alles schwarz", gab ich mit unheilvoller Stimme zurück, "zusammen arbeiten? Tsk, von mir aus. Komm und schließ dich mit der RESISTANCE an. Aber warte, du wirst nie die Eier dazu haben, deine Hand gegen die Regierung zu erheben. Stattdessen hilfst du ihnen lieber, während sie uns alle fertig machen!" Leicht legte ich meinen Kopf schief, als müsse ich überlegen, ob es wirklich etwas zählte, ehe ich mit den Schultern zuckte. "Vielleicht tut es das, vielleicht nicht. Ich hab schon viele umgebracht, die mir geholfen haben. Ist doch egal", gab ich zurück, während sich ein irres, breites Grinsen auf meinen Lippen bildete, "Ich habs mir noch nicht überlegt. Aber vielleicht bin ich ja zu Gnade fähig. Wenn du mehr bettelst und mir die Füße küsst."

#35 RE: Dunkle Gassen von Red Riding Hood 18.09.2021 15:52

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Wie auch immer er meinte, meine Ideale waren nicht schwach, sie waren alles andere als das, ich hatte viele, die hinter mir standen, die an das glaubten, was wir taten, aber es schmerzte, dass er es nicht sehen konnte, selbst wenn ich wieder meine Hand ausgestreckt hatte, um ihm zu helfen. Sehr passend dazu landete ich erneut am dreckigen Boden der dunklen Gassen, die uns umgaben, und ich ließ ein leises Winseln hören, als der grelle Schmerz durch meinen Körper fuhr. Ich war gerade einmal 66 Kilogramm blasse Haut und zerbrechliche Knochen, viel um mich zu verteidigen hatte ich nicht, schon gar nicht in diesem Zustand. Sie brauchen Leute wie uns. Leute, die glauben, dass wir alle zusammenhalten können. In dir kann gar nicht alles schwarz sein, in niemandem ist alles schwarz., versicherte ich ihm stur, bevor plötzlich all meine Fassung aus meinem Gesicht wich und ich diese verlor, als er darüber sprach, dass er schon viele umgebracht hatte, die ihm geholfen hatten. Er hatte mich am Strand gerade so noch leben lassen, viel mehr hatten mich die Ärzte im Krankenhaus gerettet, aber... er würde mich nicht einfach so hier und jetzt töten, oder? Panisch zog ich die Luft ein, während sich meine Augen weiteten und ich bekam im ersten Moment keine Luft, ganz egal wie sehr ich es wollte, ich versuchte richtig einzuatmen, aber es ging nicht, es fühlte sich fast so an, als würde ich gleich ersticken. N-Nein., schaffte ich es gerade noch herauszupressen, aber ich wusste selber nicht so ganz, was ich verneinte, ob ich ihm damit sagen wollte, dass ich ihn nicht betteln würde oder ob ich nicht glauben konnte, dass er mich umbringen wollte, nach allem was ich für ihn getan hatte. Ich versuchte wieder die Luft einzuziehen, aber es kam nur ein ersticktes Schluchzen heraus. Trotzdem, mein Blick verhärtete sich wieder und ich starrte ungebrochen zu Vanir hinauf. Nein., wiederholte ich, dieses Mal selbstsicherer.

#36 RE: Dunkle Gassen von Vanir 18.09.2021 23:02

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Das Winsen, das von ihm kam, klang wie ein verletzter Straßenköter, der im Regen saß und nicht wusste, wohin. Ein Lachen war erneut von mir zu hören, es tat so gut, ihn zu quälen. Es tat beinahe zu gut. "Sie brauchen also Leute, die sie an schwache Ideale binden, in die Illusion führen, sie könnten etwas ändern, indem sie denjenigen helfen, die sie hassen? Ist das nicht irgendwie... Ironisch?", gab ich mit einem boshaften Grinsen zurück. Ich konnte sogar spüren, wie er förmlich die Fassung verlor, nach meiner Offenbarung. Wie mir schien, fürchtete er den Tod sehr, es tat gut, ihn leiden zu sehen. " Oh, in mir ist alles schwarz. Ich bin der Abgrund, den so viele fürchten... Ich kann mit Leichtigkeit Menschen brechen... Und kann dir auch gerne eine Referenz geben", lachte ich laut.
Was mich allerdings überraschte, war, dass er weitaus mehr Rückgrad besaß, als ich erwartete. "Bist du dir sicher, dass du noch leben willst?", hakte ich nach, als er ungebrochen zu mir herauf starrte. Stattdessen hob ich meinen Fuß und trat ihm nun direkt ins Gesicht. "Weißt du was? Ich geb dir zwei Namen. Du kannst dir gerne mal ansehen, was ich mit ihnen gemacht habe. Und dann weißt du, was dich beim nächsten Mal erwartet."

#37 RE: Dunkle Gassen von Red Riding Hood 19.09.2021 00:49

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Natürlich war auch mir bewusst, dass an unserer Zusammenarbeit mit der Regierung, vor allem dadurch das sie nicht wirklich offiziell anerkannt war, lange nicht alles perfekt war, aber Hass mit Hass zu bekämpfen war auch keine Lösung, schon gar keine, bei der eine Zukunft, die anders aussah als unsere jetzige, zustande kam. Jeder konnte sich ändern oder zumindest fast jeder, und ich wollte einfach nicht glauben, dass meine Hoffnungen bei Vanir umsonst waren, vielleicht auch aus reiner Sturheit heraus. Vanir..., versuchte ich es noch einmal und streckte meine noch immer zitternde Hand nach ihm aus, Lass mich dir beweisen, dass du nicht der Abgrund bist, für den dich andere halten. Gib mir eine Chance, dir das Gegenteil zu beweisen. Ich bekam meine Chance nicht, stattdessen einen Fuß in mein Gesicht und eine Frage, die mich zu Eis erstarren ließ, während ich ein gutes Stück nach hinten befördert wurde, wo ich unsanft wieder mit dem Kopf auf dem Boden aufkam und mir kurz schwarz vor den Augen wurde. Ich will leben, a-aber ich werde dich nicht darum betteln., brachte ich gerade noch so heraus, während ich versuchte mich wieder zu fangen, aber die Heilung der Wunden war so deutlich verlangsamt, trotzdem, ich ließ mich nicht so einfach kleinkriegen, ich war nicht umsonst einer der Köpfe der Mission COURAGE. Trotzdem, so perfide es war und so dreckig ich mich dabei fühlte, ich konnte nicht anders, als ihn hoffnungsvoll anzusehen, als er von einem nächsten Mal sprach. Es fühlte sich falsch an, aber trotzdem war es ein Hoffnungsfunken, an dem ich festhielt, dass er mich tatsächlich verschonen würde, auch wenn er gerade die perfekte Möglichkeit hatte mich ein- für allemal zu erledigen, auch wenn er auf dem Rücken von zwei Personen ruhte, die vermutlich ein deutlich schlimmeres Schicksal als ich erlitten hatten. Ich beschloss sein Spiel zumindest hier mitzuspielen. Sag sie mir, bitte.

#38 RE: Dunkle Gassen von Vanir 19.09.2021 11:31

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Erneut grinste ich, auch wenn es mir nicht gefiel, dass er Rückgrad bewies und nicht um sein Leben bettelte. Doch gleichzeitig war es das, was ihn so interessant machte, und weshalb ich ihn bisher auch noch nicht getötet hatte. Ein Leben ohne einen richtigen Widersacher war langweilig, auch wenn seine Art, an das Gute in mir zu glauben, definitiv nervig war und absolut dämlich. Es gab nichts gutes in mir, und es würde auch nie so sein.
Die Namen wollte er wissen, dann würde er also davon kommen, heute jedenfalls. Ich würde ihn jederzeit wieder so weit haben, daß war bei seinem Helfersyndrom gar nicht schwer. Er wollte alle retten, doch es würde niemanden geben, der letztendlich ihn retten würde.
Erneut beugte ich mich vor, sehr tief, bis mein Kopf nur wenige Zentimeter neben seinem schwebte und ihn ins Ohr flüsterte: "Jasper und Joyce Heracim." Damit richtete ich mich wieder auf und wandte mich einfach um, statt noch irgendwas zu sagen. Ich drehte mich um, ließ ihn einfach da liegen, und ging meines Weges.

=> Villains HQ - Büro des Anführers

#39 RE: Dunkle Gassen von Red Riding Hood 19.09.2021 11:57

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Mein Atem stockte und ich hatte das Gefühl, dass ich es noch bereuen würde, was ich gerade gesagt hatte, während mir Vanir immer näher und näher kam und ich immer flacher und flacher atmete. Schließlich schwebte seine nun wieder ganze Maske wenige Zentimeter vor meinem Gesicht und ich spürte, wie ich unweigerlich den Atem anhielt. Er lehnte sich noch ein Stück weiter vor und ich konnte nicht anders, als leise zu keuchen, als er mir tatsächlich zwei Namen ins Ohr flüsterte. Jasper und Joyce Heracim. Kaum richtete er sich wieder auf und wandte sich von mir ab, entkam mir ein leises, verzweifeltes Schluchzen, als ich spürte, wie die gesamte Anspannung von mir fiel, denn, was auch immer Vanir dazu bewegt hatte, sei es wirklich wie in seinen Worten, dass er sich mich noch aufsparte für ein nächstes Mal, dass ich ihn geheilt hatte oder meine eigenen Worte gewesen, er würde mich nicht töten, zumindest jetzt nicht. Ich ließ mich also einfach fallen, in die willkommenen Arme der Ohnmacht, und wachte erst wieder auf, als mich bereits jemand gefunden und in Sicherheit gebracht hatte. Es waren gefährliche Zeiten, ein Held zu sein.


Red Riding Hood verschwindet wieder...

#40 RE: Dunkle Gassen von Gavin Reed 04.11.2021 19:32

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kommt von: Das Zentrum » Colonial Police Department

Pisser. Wenigstens die Autofahrt lang war es ruhig, nicht dass ich die Kritik dieses Spinners überhaupt für ernst genommen hätten, er mochte intelligent sein, aber er hatte ja sowasvon einen Dachschaden. Wir kamen also am Tatort an, es waren zwei Gebäude nebeneinander, an einem vollkommen öffentlichen Ort also, wo sich unsere Leiche befand. Der Täter hatte sein totes Opfer als groteske Engelsfigur drapiert, indem er das Fleisch aus seinem Rücken zu Flügeln geformt und die Leiche in großer Höhe befestigt hatte. Das Opfer hatte außerdem mehrere Stichwunden im Bauchbereich. Ich stieg aus dem Auto und öffnete dann mit einem genervten Seufzen die Tür zur Rückbank, auch wenn ich ihn am liebsten da drin versauern lassen hätte.

#41 RE: Dunkle Gassen von Nines 05.11.2021 21:50

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(<< CPD)
Das Auto erreichte das Ziel – Gavin war wirklich ein extrem guter Fahrer – ich musste zugeben das ich es selbst wahrscheinlich kaum besser gekonnt hätte. Er minimierte seine Gefahren durch sein umsichtiges Verhalten und ließ sich dennoch nicht aufhalten dabei so schnell wie möglich sein Ziel zu erreichen. Nur wenn er seinen Instinkten folgte konnte ich seine Entscheidungen nicht ganz nach vollziehen. Jedoch machte es das gerade sehr interessant. Ich stieg sofort aus dem Auto und ging direkt zum Tatort – der nicht weit entfernt war – und noch immer durch holographisches Absperrband und Polizei-Androiden gesichert.
Brunner, Roger. Geboren: 25.04. // Koch. Vorstrafen: Keine. Die Leiche des Mannes hing zwischen 2 Gebäuden als eine Figur mit wie zu Flügeln herausgerissenem Rückenfleisch. Ich hatte inzwischen die Datenbank nach allen möglichen Ritualen und Gebräuchen analysiert. "Es ist unwahrscheinlich das es eine veraltete biblische Darstellung ist. Seine Engel haben Flügel. Engel fliegen als Skulpturen und auf Gemälden aber nicht in der originalen Schrift." Ich scannte den Mann noch ein 2. Mal. "Es könnte allerdings ein Rückruf auf die Wikingertradition des 'Blutaar' sein. Wikinger-Sagen beschreiben die rituelle Hinrichtung des Blutadlers – bei der die Opfer am Leben gehalten wurden – während ihr Rücken aufgeschnitten wurde damit ihre Rippen, Lungen und Eingeweide in Form von blutigen Flügeln herausgezogen werden konnten." Die Religionen mochten alle lange nicht mehr existieren aber die Symboliken taten es selbstverständlich noch.

#42 RE: Dunkle Gassen von Deceit 05.11.2021 22:08

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Gavin öffnete mir die Autotür, nachdem er den wagen angehalten hatte und ich rutschte auf die effizienteste Weise möglich hinaus, die aber immer noch recht umständlich war. Allerdings ging ich dann völlig ungestört und wortlos an ihm vorbei und durch die Polizeiabsperrung, während ich den Kopf in den Nacken legte um die Leichte richtig sehen zu können, sie hing immer noch da oben, was gut war, denn Bilder konnten diese Situation nicht recht einfangen. Das Fleisch am Rücken war aufgeschnitten und zu Flügeln aufgezogen worden, am Boden war eine menge Blut, aber der Großteil war meiner Ansicht nach nicht von oben herunter getropft, Schleifspuren zeigten an, dass das Opfer erst vorbereitet und dann hochgezogen worden war, allerdings war es da vermutlich schon tot gewesen, die Stiche im Bauch sollten dafür ausgereicht haben, aber von so weit unten war das noch schwerer zu erkennen. Ich denke es ist an die Engel der alten Christen angelehnt, mir scheint der Mann wurde bereits im Vorfeld getötet, zudem klingt das mehr nach Remus. Aus irgendeinem Grund war Remus fanatisch auf diese alte Religion versessen, keiner von uns verstand wieso, aber gut, Remus zu verstehen war ohnehin beinahe ein Ding der Unmöglichkeit und das kam von mir. Und doch war er es nicht. Ich konnte nicht meinen Finger darauf legen wieso nicht, aber es war in jedem Falle nicht, weil ich ihn schützen wollte, das würde ich niemals tun. Ich machte ein paar Schritte und ging dann Rückwärts den Weg ab, den unser Täter mit unserem Opfer genommen haben musste, unter die Stelle an der es nun hing. Auch hier passte es nicht ganz, die Leiche hing zu mittig, zu exakt, Remus leistete nie so genaue Arbeit. Er hängt beinahe genau in der Mitte zwischen den Gebäuden, lediglich zwei Zentimeter zu weit links, das ist nicht richtig, Remus ist eine Person die das Chaos liebt.

#43 RE: Dunkle Gassen von Gavin Reed 05.11.2021 23:08

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Ein bisschen hämisch grinste ich unseren Smartmouth schon an, als er doch ein wenig Mühen hatte aus meinem Auto zu kommen und folgte ihm dann, nachdem ich die Hintertür wieder geschlossen hatte, zurück zur Leiche, die Hände in den Taschen. Der Smartass da gehört zu mir., hielt ich gerade noch die Androiden, die Hilfspolizsten, auf, ihn an der Absperrung zu ergreifen, die er offenbar bei seiner Analyse vollkommen ignoriert hatte. Ob er nun vorher tot war oder nicht, es konnte noch immer eine schräge Anlehnung sein, aber ich fragte Nines trotzdem einfach kurz nach, Kannst du das bestätigen Nines? Er konnte immerhin alles analysieren, auch den Tod einer Person, jedoch schüttelte es mich beinahe auch physisch, als Logan weiter von Remus sprach. Was für ein kranker Bastard, sind alle von euch Spinnern so extrem?

#44 RE: Dunkle Gassen von Nines 06.11.2021 22:36

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Logan trat – nach dem Gavin amüsierender Weise die Androiden-Polizisten abgehalten hatte ihn auf zu halten – nun neben mich und ich musterte ihn kurz bevor ich mich wieder der Leiche zu wandte. Ich filterte aus seinen Aussagen nur die wichtigsten Details heraus während ich versuchte mir ein Profil von unserem potenziellen Mörder zu machen. Es war auf jeden Fall ein auffälliger Mensch und die Details in unserem Fall passten und passten dann auch doch wieder nicht. Remus interessiert sich für christliche Religion. "Was für eine Waffe ist für Remus typisch?" Dieses Interesse an dieser lange vergangenen Religion des Christentums könnte durchaus in das Bild des Mordes passen. Selbst wenn es schwierig zu sagen war wann genau der Mann verstorben war. Remus arbeitet unordentlich. Das sprach wieder gegen seine Person als Mörder. Der Mord war nahezu perfekt aufgezogen worden. Er war grausam und mit hoher Präzession durch geführt worden.
"Ich kann eine grobe Einschätzung abgeben." Ich nickte Gavin bestätigend und anerkennend zu – er wusste inzwischen meine Funktionen deutlich besser zu schätzen als früher – oder er gab es zumindest zu. Ich kniete mich also vor den größeren Blutfleck – an der Stelle wo unserem Opfer die Stichwunden zugefügt worden waren – kniete mich hin und nahm mit dem Finger eine Blutprobe die ich an meine Zunge hielt. Getrocknetes Blut // DNS-Analyse: BRUNNER, Roger. // Alter der Probe: > 13 Stunden. "Er hatte in etwa 2.8 Liter Blut verloren als er aufgehängt wurde. Eine kritische aber nicht immer zwangsläufig tödliche Menge. Es ist jedoch wahrscheinlich das er bereits zumindest ohnmächtig oder todesnahe war." Bei einem Mann seiner Größe sollte es etwa ab 3 Liter tödlich ausgehen – aber so etwas war schwer vorher zu sagen – der menschliche Körper funktionierte nicht immer einheitlich. "Ist ein Forensiker inzwischen eingetroffen der die Leiche nach unten bergen kann?" Ich wandte mich wieder an Gavin. Die Leiche genauer untersuchen zu können war sicherlich sehr wertvoll – allerdings konnten wir das nicht ohne einen Spurensicherung-Experten – es war uns einfach nicht gestattet. Zudem es auch gefährlich war die Leiche von dort oben zu bergen. Ein Grund mehr warum wir es nicht ohne geeignetes Equipment tun konnten.

#45 RE: Dunkle Gassen von Deceit 06.11.2021 22:44

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Zwei. Das war meine knappe Antwort an Gavin, auf seine Provokation ging ich natürlich kein Stück ein, dafür war keine Zeit, es war unnötig. Ein Morgenstern, er bevorzugt schwere, stumpfe Waffen. Mit mildem Interesse beobachtete ich was Nines da tat, er analysierte das Blut am Boden mit seiner Zunge, eine überaus nützliche Funktion, von der ich bei ihm und seinem Vorgängermodell bereits gehört hatte. Ich sah wieder nach oben, zum Thema Leiche abhängen hatte ich nichts beizutragen, es wäre also verschwendeter Atem und wieder vergeudete Zeit, die ich auch mit dem studieren der Stichwunden am Bauch unseres Opfers verbringen konnte, soweit ich sie von hier unten betrachten konnte. Ich blieb vorerst weiter bei der höchsten Wahrscheinlichkeit, dass das Opfer bereits tot gewesen war, als man es aufgehängt hatte, die Wahrscheinlichkeit dafür sah ich bei 67%, allerdings war eine andere Möglichkeit immer noch denkbar. Das konnte man von hier unten aber nicht genau sagen, es war zu ungenau. Die Stichwunden waren allerdings eindeutig nicht von einem Morgenstern, oder einer ähnlichen Waffe, dafür brauchte man kein Genie zu sein, um das zu erkennen.

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