#1 Seminarräume und Labore von Die Hauptzentrale 10.11.2019 14:19

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In diesem Räumen finden weiterführende, praktische Kurse und Praktika statt, die allermeisten von Androiden abgehalten.

#2 RE: Seminarräume und Labore von Nines 25.10.2020 21:24

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(<< CPD)
Die Universität war schön und groß. Wir wurden bereits am Eingang von den Sicherheitskräften der Regierung empfangen. Eine Vertreterin vor den schönen Gebäuden gab während wir zum Tatort geführt wurden Interviews. Es wurde bereits der Schaden in den Medien am Ruf der Universität begrenzt. Die Umweltforschung in dem Labor – in das wir gebracht worden waren – befasste sich mit der In-situ-Bioremediation gefährlicher Abfälle. Welche Schadstoffe durch Mikroorganismen im Boden abgebaut werden könnten. Ein Großteil dieser Forschung verwendet das Atomabsorptionsspektrometer. Mit dem selbst kleinste Metallkonzentrationen in verschiedenen Medien identifiziert und quantifiziert werden können. Für Menschen besonders wichtig wenn im Trinkwasser eine Quecksilberkontamination auf trat. Die Professorin war geflohen und konnte nicht mehr kontaktiert werden. Ihr Name war Alice Freeham – eine 33-jährige Frau – die sich fünf Jahre lang der Polizei als angesehene Professorin der Universität entzogen hatte. Sie war eine wissenschaftliche Chemikerin gewesen. Bevor sie begonnen hatte harte Drogen herzustellen. Es war schön zu sehen das sie ihre Schulbildung genutzt und nicht umsonst gemacht hatte. Die Ironie entging mir nicht. Ihr Handlanger war verstorben und wir konnten nur Beweise sammeln. Offenbar kannte ihn niemand aus dem Personal der Universität.
Ich trat an die Leiche von Julius Black heran. Und begann ihn zu analysieren. Die Gründe heraus zu finden warum er jetzt der leblose Körper war der an der Wand zusammen gesunken war. Rosa-schaumiger Auswurf sprudelte immer noch von seinen Lippen. Eine klare Überdosis RED ICE. Auf den 1. Blick. Seine Fingernägel waren mit blauem Blut verkrustet. Einige Spuren alt und einige neu. Eines seiner toten Augen war durch eine Zweitkomponente eines WR600 ersetzt worden. Das Ganze verlieh ihm ein kybernetisches Aussehen. Verstorben. // Black, Julius // Größe: 1,80m - Gewicht 120 kg // Geschätzter Todeszeitpunkt: ca. 1:23 Uhr. Ich beugte mich vor und presste meine Finger in seine Augenhöhle. Extrahierte so das Auge des Handlangers. Es ergab sich ein Geräusch als die viskose Flüssigkeit und Blut aus seinem Auge spritzte. Opfer experimentierte mit illegalem Organersatz. Ein wichtiges Faktum in unserem Fall. Es könnte die Anwesenheit des Abweichlers erklären. "Detective Reed. Das Opfer experimentierte mit illegalem Organersatz" Ich informierte ihn und steckte das Auge in eine Beweismitteltüte. Dann stand ich auf um das Chemie-Set am Labortisch zu analysieren. Red Ice // Aceton, Lithium, Thirium, Toluol, Salzsäure. "Er wusste nicht was er tat." Ich sprach leise. Mehr mit mir selbst. Er hatte die richtigen Bestandteile gehabt. Offenbar aber doch die falschen Zusammen-Mischungen und Konzentrationen gefunden. Denn das RED ICE reagierte nicht auf eine normale Weise. Frau Professor Freeham konnte nicht anwesend gewesen sein. Oder hatte ihn absichtlich ins Messer laufen lassen. Opfer war kein Chemiker? Ich rekonstruierte die Situation in meiner Simulation. Das Ergebnis stimmte mit den Berichten der bisherigen Polizisten überein. Abweichler manipulierte Labor. Opfer hatte ausreichende chemische Kenntnisse.

#3 RE: Seminarräume und Labore von Gavin Reed 25.10.2020 22:32

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kommen von: Das Zentrum » Colonial Police Department

Die Universität, nun, ich war niemand, der dumm oder gar stumpf war, aber hier würde ich mich definitiv nicht zu lange aufhalten, wenn es nicht nötig war, vielen Dank. Studenten strömten an uns vorbei, ich fühlte mich hier viel zu alt, während wir durch den Campus in das besagte Labor geführt worden waren. Black war verstorben und alles, was wir jetzt noch tun konnten, war Beweise zu sammeln. Er hat also versucht seine eigene Version zu machen?, fragte ich, während ich die Nase rümpfte, als ich plötzlich ein Geräusch hörte, wir waren alleine hier, also zog ich RK schnell mit mir in die kleine Abstellkammer. Etwas hier war falsch.

#4 RE: Seminarräume und Labore von Nines 26.10.2020 17:21

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Meine Rekonstruktion gelang erfolgreich. Das Labor war tatsächlich manipuliert worden wie sich zeigte. Nun war allerdings auch die Tatwaffe klar der Herr Black zum Opfer gefallen war. Abweichler hatte eine Nadel. Opfer wurde ermordet. Herr Black hatte seine Gegenstände noch ein Mal überprüft. Er hielt mit einer unbekannten zweiten Person am Tisch an. Und baute dort sein Rohchemie-Set auf. Etwas musste sie allerdings von ihrer Arbeit abgehalten haben. Die zweite Person verschwand ruckartig vom Tisch. Herr Black hob seinen Kopf. Eine Kapuzenfigur erschien in der Sichtlinie. Das Gesicht bedeckt bis auf die blauen synthetischen Augen. Eine glitzernde Nadel in der Hand – bevor sie in dem Fleisch des Opfers verschwand – ein Attentat. Es war ein guter Versuch gewesen es als Überdosis darzustellen. Der Abweichler hatte das Labor manipuliert. Er schüttelte zufällige Flaschen über die Theke. Wie bei einem Unfall. "Ja" Ich fuhr mit den Fingern durch die lila Flüssigkeit des fehlgeschlagenen Experiments. Und steckte beide Finger in den Mund. "Es endete offensichtlich nicht gut für ihn."
43% Thirium, Aceton, Lithium, Salpetersäure [!], Toluol. Eine falsche Zutat. Ich verließ den Analysemodus. Meine Synthese der Situation war abgeschlossen. Ich hatte konkrete Beweise meine Hypothese zu unterstützen. Ich hatte vor dem Detective dies mit zu teilen. Allerdings packte mich dieser plötzlich. Ich ließ mich von ihm weg ziehen. Allerdings nur aufgrund der Fußtritte die ich gehört hatte. Eine Person mit langem weißen Pferdeschwanz der in roten Spitzen endete betrat den Raum. Sie musste damit gerechnet haben das die Ermittlungen vor Ort zu Ende waren. Waren sie offiziell auch. Wir waren nur als Zusatz her bestellt worden. Maria Gonzalez. Geboren: 06.06. // Studentin. Vorstrafen: Besitz und Anbieten von RED ICE. Sie betrat das Labor. Sie sprach gerade am Telefon. Durch die Tür mit dem Glas war kein Ton zu hören. Vermutlich wurde hier normalerweise toxische Substanzen auf bewahrt. Ich lehnte mich näher zum Detective. Um die Lippen besser sehen zu können. Es war vielleicht kein Ton zu hören – aber mit meiner fortschrittlichen Lippenlesesoftware konnte ich den größten Teil des Gesprächs aufzeichnen. "Die wissen was sie da machen richtig? Gut, wir brauchen das RED ICE bis morgen [...] Es ist besser, wenn wir uns ein wenig zurücklehnen und uns mit Vorräten eindecken. Hast du immer noch dieses Cyber-Herz?" Sie sah sich im Labor um. Auf der Suche nach Hinweisen der Polizei. Der Tatort war theoretisch nicht zugänglich. Also befanden sich noch die Beweisschilder dort. "Hoffentlich treffen wir uns wieder im Lager [...]" Sie war eindeutig involviert. Mein Blick traf den des Detective.

#5 RE: Seminarräume und Labore von Gavin Reed 26.10.2020 23:22

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Ich zog meine Pistole und bewegte mich vorsichtig auf die Frau zu, die momentan mit dem Rücken zu uns stand, bevor ich ihr auf die Schulter tippte. Sie erschreckte sich so sehr, dass sie alles, was sie in ihren Händen hatte, fallen ließ, etwas zerbrach in tausende, winzige Stücke. Also auf die komplizierte Art. Sie brauchte eine Sekunde, um zu reagieren, trat allerdings dann mit ihrem Bein direkt nach meiner Waffe, sodass sie aus meiner Hand flog. Im selben Moment hatte ich einen Schuss ausgelöst, doch dieser ging nun statt in ihr Bein daneben und die Frau begann sofort zu fliehen, die Metalltreppe an der Seite des Labors hinauf in Richtung des Daches. Ich folgte ihr sofort.

#6 RE: Seminarräume und Labore von Nines 27.10.2020 21:23

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Der Detective beschloss die Person an zu sprechen. Zu meinem eigenen Erstaunen drehte sich die Frau nicht zu ihm um. Erst als der Detective hinter ihr stand erkannte ich das sie ihn gar nicht hören konnte. Sie trug Kopfhörer. Kabellose in ihr Ohr gebaute. Vermutlich um die Konversation auf ihrem Intercom vollständig privat führen zu können. Als er ihr also kurzerhand auf die Schulter tippte – eine noch schlechtere Idee – erschreckte sie sich offenbar sehr. Das Equipment – das sie eben noch betrachtet hatte – flog aus ihren Händen auf den Boden. Und zerbrach dort in winzige Stücke. Sie brauchte eine Sekunde. Doch trat dann direkt mit ihrem Bein nach seiner Waffe. Welche aus seiner Hand am Boden landete. Ein lauter Schuss hallte durch das Labor und verpasste die beiden Menschen nur knapp. Ich setzte mich sofort in Bewegung. Sie sprang über den Labortisch und rannte zum Ausgang auf den kleinen Balkon. Von dort aus erklomm sie die Feuertreppe zum Dach hinauf. Ich verfolgte sie sofort. Doch auch der Detective schoss vor mir die Treppe hinauf. Die Verfolgte bemerkte dies sofort. Sie suchte sich eine der Plattformen auf der Treppe und sprang dort nach oben. Halsbrecherisch klammerte sie sich am Gelände fest während sie Schwung nahm.
Mit ihrem offenbar prothetischen Bein traf sie den Detective mit einem fliegenden Sprung. Da wir auf einer Treppe waren hatte ich ihn nicht überholen oder beschützen können. Ich war noch ein Stück zu weit hinter ihm. Zudem hatte ich keine Hand frei. Denn ich war bei der kurzen Laufpause gerade im Begriff gewesen die Pistole sicher weg zu stecken. Allerdings stellte sich die Pause als kalkulierter Angriff und keiner – wie von mir berechneter- Ergebung heraus. Ein Knacken ertönte von dieser Kraft während sie auf dem Bauch landete. Die Luft entkam ihren Lungen als sie durch die Landung auf dem Brustkorb ihre Lunge quetschte. Sie schaffte es jedoch den Detective mit diesem selbstmörderischen Tritt gegen das Geländer der Treppe zu befördern. "Der Tag, an dem ich ins Gefängnis gehe – ist der Tag – an dem ich sterbe!" Sie schrie atemlos und stürzte in den Detective hinein. Der Schwung beförderte sie über das Geländer. Allerdings nicht allein.

#7 RE: Seminarräume und Labore von Gavin Reed 27.10.2020 22:44

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Die latein-amerikanisch aussehende, fliehende Frau, drehte sich plötzlich zu mir um und trat mich gegen das Gelände. Woraufhin sie mich in einer selbstmörderischen Aktion über die obere Stange des Geländers beförderte, ich hatte sie eigentlich versucht zu tackeln, allerdings konnte ich mich selber nur knapp an der unteren Stange des Geländers festhalten, weshalb ich sie loslassen musste. Die Verdächtige landete unter mir, während ich verzweifelt versuchte mit meiner zweiten Hand ebenfalls die Stange zu erreichen, um mich festzuhalten. Die Frau landete dem Geräusch nach zu urteilen tatsächlich auf ihren Beinen, aus meiner Sicht entweder Prothesen oder Stelzen, die den Fall abfederten, und begann davonzulaufen.

#8 RE: Seminarräume und Labore von Nines 28.10.2020 20:59

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Der Detective hielt sich an der unteren Stange – allerdings nur knapp – und musste die Frau dabei los lassen. Diese landete unter uns dank ihrer Prothesen offenbar noch lauffähig und begann übermenschlich schnell zu laufen. Ich könnte sie einholen. Doch mein Analyse-Programm zeigte mir momentan gerade zwei Vorgangsweisen an. Ich konnte die flüchtende Frau verfolgen oder dem Detective helfen. Chance zu überleben: 59 %. Der Detective versuchte gerade mit seiner anderen Hand Halt zu bekommen. Um sich selbst wieder hoch zu ziehen. Und so den Fall zu verhindern. Diese Wahrscheinlichkeit – das der Detective sich selbst rettete und nicht sein Leben opferte – war mir zu niedrig um dies zu riskieren. Ich war der Flüchtenden noch einen widerstrebenden Blick zu. Doch dann bemerkte ich meine Möglichkeiten. Sie steuerte auf das Studentenheim zu. Sie war offensichtlich fähig aber nicht vorbereitet. Meine LED drehte sich auf gelb.
Ich habe Sicht auf einen flüchtenden Verdächtigen im Mordfall 'Julius Black'. Maria Gonzalez. Sie flieht zu den Studenten-Wohnheimen. Ihr Zimmer hat die Nummer 259. Ich hatte allen Polizeiwagen in der Nähe diese Meldung zu kommen lassen. Meine Analyse der Situation war in wenigen Nanosekunden passiert. Mit meinem Prozessor war es kein Problem solche Entscheidungen in wenigen Frames zu treffen. Nun lag es an den anderen Einsatzkräften und ob diese schnell genug eingreifen konnten schnell. Die Nummer ihres Zimmers hatte ich aus einer alten Akte heraus. Sie war als Dealerin von RED ICE bereits vorbestraft. Mit einem letzten Blick zur fliehenden Verdächtigen streckte ich meinen Arm aus und zog den Detective auf festen Boden. Meine LED drehte sich wieder auf blau.

#9 RE: Seminarräume und Labore von Gavin Reed 28.10.2020 22:41

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Ich war wütend, wütend auf mich selbst, aber es war einfacher wütend auf jemand anderen zu sein. Kaum stand ich also wieder auf beiden Beinen, sicher, ballte ich meine Faust und zielte auf das Kiefer von dem Androiden direkt vor mir. Was zum Teufel, willst du etwa, dass sie davonkommt?, schrie ich RK900 direkt an, Mir ging es gut, du verdammtes Stück Plastikscheiße! Ich war atemlos, Adrenalin noch in meinen Adern von meinem Sturz, den ich beinahe erlitten hatte, wütend weil unsere Verdächtige entkommen war. Fuck, Phuck, Phck, Fuck, Fuck! Halt bloß deine Fresse, ich gehe direkt zu Fowler und sage ihm, er soll sich das alles in den Arsch schieben, weil ich nicht mehr mit dir arbeite!, drohte ich ihm, mörderisch, während ich meine rechte Hand noch einmal nutzte, dieses Mal um ihm eine Rückhand verpassen zu wollen, während es langsam begann zu regnen. Donner schlug wie eine Peitsche über unseren Köpfen ein und ich zuckte unwillentlich zusammen. Das ist alles deine Schuld! Ich gestikulierte wie wild und betonte meinen Standpunkt, indem ich vor seine Füße spuckte und dann mit meinem rechten Bein nach ihm trat.

#10 RE: Seminarräume und Labore von Nines 29.10.2020 17:53

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Der Schlag – der eindeutig mein Kiefer als Ziel gehabt hatte – kam unterwartet. Ich hatte nicht damit gerechnet das mir der Detective sehr dankbar war. Aber nur dank meinem Combat-Analyse-Programm wich ich ohne Probleme nach hinten aus. Ich lehnte mich kurz zurück und hörte die schrille Stimme des Detective. Halb in Panik. Halb wütend. Er wirkte nahe an einer Panikattacke. Gleichzeitig aber zu sehr außer sich um wirklich verängstigt zu werden. Detective Reed lispelt? Auch dieses Faktum wurde in meine Daten zu dem Detective auf genommen. Wenn auch im Hintergrund. Gerade konnte ich mich ansonsten nicht auf seine Merkmale und Facetten fokussieren. Zu sehr forderte sein Wutanfall meine Aufmerksamkeit. "Es tut mir leid. Wollten Sie nicht das ich Ihr Leben rette?" Die Ungläubigkeit in der Stimme des Detective färbte meine LED um. Die LED war hellrot und flackerte – als meine Prozessoren nicht verstanden warum der Detective so wütend auf mich war weil ich sein Leben gerettet hatte – ein deutliches Zeichen für meinen Disstress.
Auch den nächsten körperlichen Angriff blockte ich mit meinem rechten Unterarm. Der Detective drohte mir. Während es über unseren Köpfen gerade begonnen hatte zu regnen. "Ich versichere Ihnen. Es war nicht meine Schuld." Er spuckte vor meine Beine. Ich zog angewidert die Augenbrauen hoch. Unhöflich. Unhygienisch. Primitiv. Menschlich. Beim nächsten – und letzten – versuchten Angriff nutzte ich die Gelegenheit. Der Detective hatte sein rechtes Bein genutzt um nach mir zu treten. Also streckte ich meinen linken Arm vor und ergriff die Unterseite seines Oberschenkels. Mit dem Schwung zog ich ihn an mich heran. Seinen Oberschenkel fest in meinem Griff. Seinen Körper dicht an meinen gezogen. In der körperlichen Nähe hatte ich ihn unter Kontrolle. Mit Gewalt konnte er sich jedenfalls nicht befreien. "Wenn ich ein Mensch wäre – würden Sie mich dann jetzt auch so verfluchen – weil ich Ihr Leben gerettet habe?" Ich wollte eine ehrliche Antwort und versuchte den Blickkontakt mit dem Detective zu suchen. Meine LED blieb noch immer flackernd rot. Gefährlich nahe daran für die nächsten Sekunden rot zu bleiben. Meine Stresslevel erhöhten sich. Doch ich hatte es unter Kontrolle. Ich musste es unter Kontrolle haben. Ich musste.

#11 RE: Seminarräume und Labore von Gavin Reed 29.10.2020 20:50

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RK900 blockte zuerst meinen Schlag, dann meine Rückhand und schlussendlich auch meinen Tritt expertenmäßig, ohne große Eile, bevor er mich plötzlich an sich heranzog und dabei in eine kompromittierend Situation brachte. Er packte mein Bein und nutzte den Schwung von meinem Tritt, um meinen Oberschenkel festzuhalten, während ich eng an ihn gedrückt wurde. Gerade konnte ich mich noch mit meinen Unterarmen an seiner harten Brust abfangen, meine Augen weit aufgerissen, während ich nach unten starrte, wo mein Knie eng an seine Hüfte gedrückt wurde. Holy Shit., dachte ich, denn Er... es war definitiv ein Er. Ich versuchte mich zu wehren, aber ich konnte mich nicht befreien, besonders jetzt nicht, während mein Körper noch zitterte. Ich scheiße darauf, was du bist oder sein könntest oder was zum Teufel. Sie war genau dort und du hast sie entkommen lassen, ich hatte sie und alles was du tun musstest, war sie zu fangen!, sagte ich, die Stimme heiser vom Schreien, während ich schlucke und bemerkte, wie langsam meine Wangen rot wurden. Zum Glück konnte uns hier sonst niemand sehen, verdammt.

#12 RE: Seminarräume und Labore von Nines 31.10.2020 17:30

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Der Detective gab seinem Standpunkt nicht nach. Meine LED blinkte rot. Mein Stresslevel stieg und stieg. Mein HUD blinkte mit verschiedenen Meldungen. Eine deutliche Warnung von meinem Betriebssystem. Doch ich verlor die Kontrolle. "Auf Kosten deines… Ihres Lebens!" Mein Tonfall war aufrichtig. Und meine Augen verschwammen unerwartet. Was ist hier los? "Ich bezweifle – dass das Revier positiv von mir denken würde – wenn ich Sie fallen gelassen hätte. Ich denke nicht das du es auch für fair halten würdest. Sie sind schon Androiden gegenüber negativ eingestellt. Ich wollte Ihnen keinen anderen Grund geben!" Ich legte einen Finger – meiner freien Hand – auf mein unteres Augenlied. Ich drückte experimentierend. Und hielt dann meine Hand vor mein Auge. Ein kleiner Tropfen klarer Flüssigkeit bedeckte meine Fingerspitze. Meine Augenbrauen zogen sich zusammen. Und versuchten zu verstehen was es zu bedeuten hatte. Ich – der fortschrittlichste Android von Cyberlife – weinte. Wie ein schwacher erbärmlicher Mensch. Auch wenn es nur wenige Tropfen waren. Vielleicht wären auch keine Tropfen über meine Wangen gefallen. Aber ich hatte es gespürt. Die Verzweiflung. Die Emotionen. Es nahm mir den Wind aus den Segeln. Ich ließ den Detective sofort los.
Langsam klärten sich meine Augen wieder. Es waren nur wenige Millisekunden vergangen. Dennoch wusste ich nicht wie ich mich fühlen sollte. Es war alles noch zu roh. Die Emotionen waren zu neu. Ich hatte kein Vergleichsmaterial. Keine Daten. Kein gar Nichts. Ich wollte zurück zu meiner Ladestation und mich zwei Wochen mindestens in die Stasis schalten. Doch innerhalb der nächsten halben Sekunde bekam ich eine erfreuliche Meldung. Mein Tonfall wurde eiskalt. Mein Gesicht verriet allerdings noch alle neuen Emotionen die ich spürte. Die Verletzlichkeit. "Ich hatte die anderen Einsatzkräfte informiert. Frau Gonzalez wurde soeben fest genommen bei dem Versuch aus ihrem Studenten-Wohnheim Zimmer zu fliehen." Wir waren uns nur begegnet weil Frau Gonzalez zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen war. Sie hatte alles getan um uns zu entkommen. Der Detective war so wütend über ihr Entkommen gewesen. Eventuell projizierte er nur sein eigenes Fehlverhalten auf mich. Aber es hatte mich verletzt. Man konnte es nicht anders wenden. Und trotzdem war Frau Gonzalez gefangen genommen worden. "Wir sollten zurück zum Revier."

#13 RE: Seminarräume und Labore von Gavin Reed 31.10.2020 18:22

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Der RK900 sprach so aufrichtig und ich hielt sofort die Klappe, als mir jeglicher Wind aus den Segeln genommen wurde und mein Zorn sich somit in Luft auflöste. Ich starrte ihn fassungslos an, als er, RK900, der nervigste und zeitgleich interessanteste Android, den ich je gekannt hatte, weinte. Er weinte. Ich konnte mit dieser emotionalen Achterbahn nicht umgehen, während ich zurückstolperte, sobald er mich aus seinem Griff losließ. Scheiße., murmelte ich nur, bevor ich beschloss, dass es wohl das beste war, einfach ins Auto zu steigen und wortlos wegzufahren, mit dem... meinem Androiden natürlich.

fährt zu: Das Zentrum » Colonial Police Department

#14 RE: Seminarräume und Labore von Nines 31.10.2020 21:33

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