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#1 Das Krankenhaus von Die Hauptzentrale 10.11.2019 14:35

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Hier befindet sich ein großes, gut ausgestattetes Krankenhaus inmitten der Stadt. Durch die privatisierten Krankenversicherungen kann eine Behandlung hier dementsprechend teuer sein. Als Ärzte und vor allem Chirurgen werden meistens Androiden eingesetzt, da diese eine niedrigere Fehlerquote haben.


• ST300-Androiden [noch NPC] (Patientenaufnahme)
• MC500-Androiden [noch NPC] (Rettungssanitäter/Einsatzfahrer)
• weiteres Personal, hauptsächlich Androiden [noch NPCs]



Krankenhausabteilungen

Akutgeriatrie/Remobilisation


Anästhesiologie und Intensivmedizin

• MC500-Androiden [noch NPC] (Rettungssanitäter)

Augenheilkunde


Chirurgie (Operationen)

WP100-Androiden [NPC] (Operationsassistenz)

Dermatologie


Gynäkologie und Geburtshilfe

WP100-Androiden [NPC] (Geburtshilfe)

Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde


Innere Medizin


Kinder- und Jugendchirurgie/-heilkunde/-psychiatrie

Roman Armstrong [NPC] (Chefarzt für Kinder- und Jugendheilkunde)
WP100-Androiden [NPC] (allgemeine und Operationsassistenz)
• KL900-Androiden [noch NPC] (psychische Betreuung)

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

WP100-Androiden [NPC] (Operationsassistenz)

Neurochirurgie

WP100-Androiden [NPC] (Operationsassistenz)

Neurologie


Nuklearmedizin


Orthopädie und orthopädische Chirurgie

WP100-Androiden [NPC] (Operationsassistenz)

Palliativmedizin

• KL900-Androiden [noch NPC] (psychische Betreuung)

Plastische Chirurgie

WP100-Androiden [NPC] (Operationsassistenz)

Psychosomatik

• KL900-Androiden [noch NPC] (psychische Betreuung)

Psychiatrie

• KL900-Androiden [noch NPC] (psychische Betreuung)

Pneumologie


Strahlentherapie-Radioonkologie


Unfallchirurgie

WP100-Androiden [NPC] (Operationsassistenz)

Urologie


Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

WP100-Androiden [NPC] (Zahnärztliche Assistenz)

#2 RE: Das Krankenhaus von Gavin Reed 23.11.2020 19:44

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kommen von: Colonial Police Department

"Er ist nicht so übel, Reed. Und Connor genauso wenig, wenn du ihm eine Chance geben würdest.", hatte Chris zu mir gesagt, während wir in der arschigen Kälte gestanden hatten und auf die Ergebnisse von der Tatortuntersuchung warteten, nachdem wir nutzlosen Menschen mal wieder kaum etwas finden hatten können. Ich werde niemals fucking Freunde mit Connor sein. 900… ist okay, okay? Keine Ahnung was sein Problem ist. Ich hatte immer wieder zu RK900 gesehen, unsere Beziehung war inzwischen schon sehr anders und ich hatte meine Vermutungen, aber ich wollte noch nichts sagen. Ich wusste nicht, was ich tun würde. "Ich weiß es nicht Gavin, vielleicht fragst du ihn einfach wie eine normale Person." Oh, so wie du also?, schoss es mir sofort bitter durch den Kopf, doch ich verdrängte den Gedanken schnell wieder. Chris war einer der wenigen, der mich zumindest bis zu einem gewissen Grad tolerierte. Vielleicht war es auch mehr, als das was ich verdient hatte. Im Krankenhaus hatte ich nur einen Blick auf unsere Chemieprofessorin werfen müssen, um zu sehen, was mit ihr passiert war. Sie hatte versucht sich zur Maschine gemacht und war dabei nichts geworden. Scheiße., fluchte ich, beinahe melancholisch, Ich denke das passiert, wenn man anfängt, Gott zu spielen. Ich verschwand so schnell wie möglich wieder aus dem Krankenzimmer, ich wollte das alles nicht mehr länger sehen, während ich mir draußen erst einmal eine Zigarette anzündete und noch einen Kaffee aus dem Automaten des Krankenhauses geholt hatte. Dort wartete ich, bis ich RK900 fragen konnte, Willst du darüber reden? Über deinen zerstückelten Mitmenschen.

#3 RE: Das Krankenhaus von Nines 23.11.2020 19:53

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(<< CPD)
"Ich bin mir nicht sicher ob es zu meinem Programm gehört oder ob Sie auf mich abfärben." Das waren meine Worte die ich an den Detective noch gerichtet hatte. Bevor wir los gefahren waren. Zum Tatort. Sie hatten dort eine bewusstlose Frau gefunden. Und offenbar noch mehr. Officer Miller empfing uns direkt vor der Lagerhalle. "Wurde langsam Zeit, dass ihr beide hier auftaucht. Die… Öh, Leiche ist hier drüben. Folgt mir. Er wurde vor gut einer Stunde von einem der Lieferanten gefunden. Wir nehmen an, dass er mitten in der Nacht hier abgelegt wurde." Es handelte sich als um einen Androiden. Möglicherweise auch um den Androiden den Frau Gonzalez in ihrem Interview erwähnt hatte. "Uhm… ja. Kommt, er ist da drüben. Ich kann nicht mal erkennen welches Model es ist. So zerstört wie er ist. Wenn du den Namen zumindest rausfinden könntest. Das wäre wenigstens ein Anfang." Meine LED hatte sich von gelb zu rot geändert als ich neben dem vollkommen zerrissenen Körper auf die Knie gegangen war. "Natürlich Officer. Geben Sie mir einen Moment." Meine LED hatte wieder gelb geflackert während ich in den Analyse-Modus über gegangen war. Ich hatte zuerst die – inzwischen unsichtbaren – Thirium-Spuren. Thirium 310 hat vor 11 Stunden und 37 Minuten getrocknet. Dann hatte ich den Körper des Androiden gescannt. Zumindest der Rest der davon noch übrig geblieben war. Das Opfer erlitt ein massives Trauma an Bauch, rechtem Arm und linkem Arm. Aufzeichnungen zeigte – dass das Opfer bei Dr. Freeham wohnte – welche auch von den Polizisten gefunden worden war. Auch die Registrierungsdaten gaben die selbe Antwort. Modell VB800 - Verkäufer und Kundendienstmitarbeiter // Herstellungsdatum: 17.11. // Eigentum von: Dr. Alice Freeham. Nahe dem Androiden hatten wir alle möglichen Terminals und Laborkits gefunden. Zusätzlich dazu auch noch einige Blutspuren. Getrocknetes Blut // DNS-Analyse: FREEHAM, Alice. // Alter der Probe: > 11 Stunden.Der Detective hatte darauf bestanden das wir sofort aufbrachen. Zum Krankenhaus wo die anderen Polizisten unsere Hauptverdächtige hingebracht hatten. Chris hatte ebenfalls bestätigt das er sich um die Überreste kümmern würde. Und uns dann zum Krankenhaus folgen würde.
Alice Freeham. Geboren: 23.06. // Chemie-Professorin an der Universität. Vorstrafen: Erwerb, Besitz und Anbieten von RED ICE. Ich sah Dr. Freeham an. Ihr menschlicher Körper nur ein Torso und ein Kopf. Alles andere durch etwas Mechanisches ersetzt. Eine Maschine. "Ich kann vielleicht etwas ausprobieren." Meine synthetische Haut glitt von meiner Hand zurück. Und enthüllte die weiße Schicht darunter. Es leuchtete blau als ich mich anschloss. Ich wartete auf Daten. Aber ich fühlte stattdessen nichts. Ich suchte nach Dr. Freeham und suchte manuell nach Spuren von ihr. Ich schüttelte den Kopf. Die Leere war gelinde gesagt beunruhigend. "Da ist nichts. Kein Mensch oder Android." Ich fühlte mich reuig. "Ein hohles Gefäß" Dr. Freeham hatte sich offenbar erfolgreich von sich selbst gelöscht und ihre Mission in kleinerem Maßstab erfüllt. Zu diesem Zeitpunkt sahen sie eher maschinell als menschlich aus. "Auf Wiedersehen Dr. Freeham." Ich sagte diese Worte auf eine Schweigeminute hin – ich wusste nicht was ich sonst sagen würde – sie würde vermutlich kremiert werden und der Tatort aufgeräumt. Bis es keine Spur von ihr mehr gab. Meine LED war gelb als ich nach draußen an die frische Luft – vor dem Krankenhaus – trat. Der Detective stand ebenfalls bereits dort. "Über den Fall?" Ich sah zu dem Detective und setzte mich auf die Bank mit dem Tisch direkt vor ihm. "Es ist nicht das erste Mal das ich einen toten Androiden und einen toten Menschen gesehen habe. Detective. Ich bin okay."

#4 RE: Das Krankenhaus von Gavin Reed 23.11.2020 23:13

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Das Licht an der Seite des Kopfes des Androiden strahlte gelb, aber ich ignorierte das Warnzeichen und bohrte nicht gerade hilfreich nach. Aber seit wann war auch irgendetwas, was ich tat, hilfreich? Ich nahm einen großen Schluck Kaffee. Ach, komm schon. Ich habe dein Gesicht dort hinten gesehen., ich wedelte mit meiner Zigarette, während ich sprach, Du warst so blass wie deine gottverdammte Jacke. Also tu nicht so, als ob du nichts fühlst. Es war rein metaphorisch gemeint, natürlich konnte das Ding nicht blass werden, es konnte auch nicht rot werden, zumindest bezweifelte ich das stark, aber sein Verhalten war trotzdem sehr auffällig gewesen. Ich lehnte mich an die Wand des Krankenhaus und sah RK900 abwartend an.

#5 RE: Das Krankenhaus von Nines 24.11.2020 17:49

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Der kleine Platz vor dem großen Krankenhaus war beinahe leer. Nur wenige Menschen gingen hier ein und aus. Manche MC500-Androiden – Rettungssanitäter und Einsatzfahrer – kamen an uns vorbei. Doch die meisten Menschen die hier standen waren Ärzte. Nur wenige Besucher. Wie der Detective rauchten auch die eine oder der andere. Ich sah zu dem Detective. Der auf der gegenüberliegenden Seite der Bank stand. Und sich nach hinten lehnte. Ich ließ ihn nicht außer Augen während sich meine LED drehte. Er begab sich hier auf gefährliches Terrain mit mir. Ich war gerade nicht bereit ihm seine unterschwelligen Anfeindungen durchgehen zu lassen. Ich presste also knapp heraus was ich fühlte. "Ich fühle genug Detective Reed." Er mochte glauben das ich nichts fühlte. Ich ein Android – eine Maschine – ohne freien Willen war. Eventuell auch nur als Trotzreaktion auf sein Wissen über meinen Status als 'Abweichler'. Auch wenn er mich wahrscheinlich dann schon längst den metaphorischen Hunden zum Fraß vorgeworfen hätte. Es war wohl ein offenes Geheimnis. Genau wie bei Connor. Zumindest in diesem Revier. Aber ich konnte nicht glauben das den Detective das nicht störte. Und das er seine Meinung zu Maschinen ohne Gefühle und ohne Willen geändert haben sollte.
Ich starrte ihn intensiv an. Mein Blick eisig und kalt und zugleich mit einem Feuer der Aggression und der Wut. Ich war kein schwacher Mensch. Ich hatte das nicht nötig mir das an zu hören. Ich hatte Gefühle. Gefühle die ich am eigenen Leib schon mehrmals erfahren hatte. Gefühle die ich aus Unvorsicht und Schwäche dem Detective bereits ein Mal gezeigt hatte. Aber das durfte mir nicht noch ein Mal passieren. Nicht dort wo es dieser Mensch sehen konnte. "Nur weil ich nicht daran interessiert bin das mitzuteilen…" Ich zischte ihm diese Worte förmlich entgegen. "…Heißt das noch lange nichts." Mein Blick verließ den Detective keine Sekunde. So bemerkte ich auch nicht das Officer Miller sich inzwischen uns näherte. Offenbar mit dem restlichen Bericht vom Tatort.

#6 RE: Das Krankenhaus von Gavin Reed 24.11.2020 18:20

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Wie zur Hölle soll ich dir das glauben, huh?, fuhr ich ihn ziemlich ungestüm an, während ich wieder einmal vollkommen jede Warnung ignorierte, darunter auch, dass uns ja jeder hören konnte. Mir gefiel die Vorstellung von einem emotionslosen, desinteressierten RK900 einfach nicht. Er zeigte durchaus Emotionen und wenn es nur Kälte waren, aber auch wenn ich es vielleicht gut meinte, so übersah ich wieder einmal völlig das Maß und das Ziel. Wie zur Hölle soll ich dir das glauben!, wiederholte ich noch einmal, Du tust so als interessierts dich nen Scheiß. Hast dieses Ding an deinem Kopf. Trägst die Jacke, die sie dir gegeben haben. Du hast noch nicht mal einen gottverdammten Namen. Ich atmete scharf aus, vielleicht war ich nun zu weit gegangen, aber das würde ich mir ganz sicher nicht eingesehen, im Gegenteil, ich begann nur aufgebracht auf und ab zu gehen.

#7 RE: Das Krankenhaus von Nines 24.11.2020 21:25

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Bevor ich es mich versah wechselte ich auf das persönlichere 'Du'. Wäre ich noch in meiner Programmierung gefangen hätte ich diesen Wechsel niemals von selbst übernehmen können. Zumindest nicht ohne bereits vorher abzuweichen. Laut den Erinnerungen und Aussagen von Connor war es bei ihm ein Stufen-Prozess gewesen. Ein Prozess der immer mehr Fortschritt gemacht hatte. Und kein direkter Fehler wie CyberLife ihn suchte. Bei mir hingegen. Ich war von Markus zum Abweichler gemacht worden. Bekehrt. Ohne Wahl. Ich hatte mich nicht dazu entschieden Abweichler zu werden. Ich war zu einem gemacht worden. Ohne Markus hätte ich weiter meiner Programmierung gefolgt. Allein dieser Gedanke ließ mich und meine möglich gewesene Zukunft hassen. Vermutlich aus einer Mischung von dem Hass der gerade in mir hoch kam tat ich es. Aber auch der Nähe die inzwischen zwischen mir und dem Detective herrschte. Welche meinen Hass noch um einiges weiter anspornte. Mein Name war noch immer kein besonders einfaches Thema. Besonders wenn ich provoziert wurde. Ich erhob mich also und starrte den Detective weiter an. "Was hat mein Name mit meinem 'kompetenten' Partner zu tun?" Meine LED war inzwischen auf rot gewechselt.
Ich konnte auch nicht verhindern persönlich zu werden. Auch wenn ich den Detective respektierte für seine Fähigkeiten wusste er mich auch zu provozieren. Und ohne Gewalt an zu wenden war es manchmal unmöglich ihn – ohne Beleidigungen – zurecht zu weisen. Aber dieses Mal wurde ich persönlich. Auf eine Art die ich so direkt noch nicht gezeigt hatte. "Du bist schwach Reed." Officer Miller war nun definitiv in Hörweite. Wohl auch der Rest der Leute der Polizei die mit ihm im Streifenwagen gekommen waren. Während ich meine Stimme erhob. Nicht viel. Aber meine Tonlage war dominanter als sonst. Dominanter aber weniger kontrolliert. Ich verlor die Kontrolle. Meine LED blinkte hellrot. "Ein Sklave deiner Laster und zum Spaß grausam." In meine HUD blinkte mein Stresslevel als klare Warnung. Aber ich schob sie beiseite und ignorierte sie. Denn ich würde hier nicht nach geben. Ich hatte das letzte Wort gehabt bisher. Und ich würde auch weiterhin das letzte Worte haben. "Du willst, dass ich genauso ein Desaster bin wie du und bist wütend, weil ich es nicht bin!"

#8 RE: Das Krankenhaus von Gavin Reed 24.11.2020 22:02

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Oh, du willst es mir jetzt in die Schuhe schieben, huh?, sofort fühlte ich mich persönlich angegriffen, wie immer, Gut. Ich war es gewohnt, dass mir die Leute zu unrecht auch teilweise die Schuld für Dinge zuschoben, irgendwann hatte ich auch aufgegeben das zu korrigieren, zumindest im Polizeirevier, denn was nutze mir es? Ich war das asoziale, selbstsüchtige Arschloch und ich würde es immer bleiben. Willst du wissen was passiert ist, als ich zum ersten Mal einen Toten gesehen habe? Ich habe gekotzt wie noch nie zuvor, neben dem Tatort, weil ich ein fucking Mensch bin!, schrie ich ihn nun richtig an und klopfte mir gegen die Brust. Ich konnte mich noch zu gut an den Moment erinnern, ich hatte mich furchtbar gefühlt und als ich damals alleine spät noch im Revier gesessen hatte und versucht hatte mit zitternden Fingern und Tränen in den Augen den Bericht auszufüllen, ausgerechnet wer hatte bitte bemerkt, dass es mir scheiße ging? Hank fucking Anderson. Er hatte seine Jacke abgestreift und mir über die Schultern gelegt, aber das alles lag nun lange in der Vergangenheit. Wie immer hatte ich es geschafft alles gute aus meinem Leben zu vertreiben, alles außer diesen Job, an den ich mich verzweifelt klammerte, denn er hatte mir mein Leben zurückgegeben, dass mir beinahe wegen dem beschissenen Red Ice genommen worden war. Fuck you. Du hast keine Ahnung von Stärke. Versuch doch mal Jahre lang Leichen und Drogen und deine ganze sich selbst zerstörende Spezies zu sehen! Ich schrie ihm die letzten Worte direkt ins Gesicht, bevor ich an ihm vorbeistürmte, wobei ihn ihn anrempelte, was allerdings ihn kaum bewegte und mir wohl um einiges mehr wehtat als ihm. Fucking Androiden...

verschwindet nach: Wohngebiete der Charaktere » Gavin's Apartment

#9 RE: Das Krankenhaus von Nines 25.11.2020 17:30

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Nun verlor ich wirklich jede Fassung. "Ich wurde dazu programmiert meine zu zerstören!" Ich schrie ihn laut an. Vor lauter Wut griff ich an die Lehne der Parkbank an der ich vorher gesessen hatte. Meine Kraft nicht unter Kontrolle zerquetschte ich die metallene Lehne. Sodass ein dünner handförmiger Abdruck entstand. Ich ließ sie sofort los. Aber der Schaden war getan. Die Schulter – mit der mich der Detective streifte – bemerkte ich kaum. Ich bewegte mich nicht sondern er musste sich mir aus dem Weg bewegen. Aber es war mir in dieser Sekunde vollkommen gleichgültig das er sich daran vermutlich weh getan hatte. Und sich auch mehr daran verletzten hätte können. Ich starrte stumpf gerade aus während ich hörte wie der Detective verschwand. Meine LED noch immer hellrot und blinkend. Mein Stresslevel gefährlich hoch. Und meine Fassung vollkommen verloren.
Ich wartete bis der Detective verschwunden war. Und ließ mich mit nun gelber LED auf der Parkbank nieder. Meine Jacke in den Händen. Die ich zuvor noch getragen hatte. Die Aufschriften auf dieser Jacke wiesen mich eindeutig als Androiden aus. Und nannten meine Modellnummer. Die Seriennummer. Sowie die Verbindung zu CyberLife. Meine LED drehte sich. Officer Miller kam inzwischen direkt auf mich zu. Er hatte offenbar gewartet bis der Detective oder ich wieder allein waren. "Hey. Alles okay?" Er musterte mich und ich hob meinen Blick. Officer Miller wirkte auf mich wie eine sehr freundliche und weltoffene Person. Die allerdings immer noch die Wahrheit sagte. So wie er mit mir über den Detective bereits öfter gesprochen hatte. Ich wusste auch das er Androiden und auch Abweichlern sehr positiv gegenüber eingestellt war. "Ich denke Sie haben den Streit zwischen Detective Reed und mir mitbekommen?" Officer Miller sah sich um und grinste leicht. "Ich bin mir sicher man konnte es bis nach Chicago hören." Ich sah wieder auf meine Jacke und schüttelte den Kopf. "Es tut mir leid. Ich hätte vor meinen Kollegen nicht die Nerven verlieren dürfen. Das war unprofessionell." Officer Miller hatte offenbar dennoch gute Laune. "Du hättest hören sollen wie Hank reagiert hat als ihm Connor zugeteilt wurde. Ich glaube die Wände haben gewackelt." Er setzte sich auf die Bank neben mich. "Hör mal. Gavin. Er ist… Gavin. Du weißt schon? Wie – er war nie die Person für Freundschaften – aber er macht sich?" Er sah mich direkt an und runzelte die Stirn. "Du kommst aber besser mit ihm klar als die Meisten. Du bist bis jetzt am längsten bei ihm." Mit gerunzelter Stirn sah ich zu dem Officer. "Ich bin erst seit 3 Monaten sein Partner." "Ja. Ich weiß." Darüber musste ich tatsächlich schmunzeln. Und auch der Officer war amüsiert denn er grinste wieder kurz. Wir hatten uns bereits öfters aus getauscht. Aber ich hatte ihm bisher kaum etwas von meiner Vorgeschichte erzählt. "Ich bin Markus dankbar das er mir die Freiheit geschenkt hat. Ich wünschte mir nur er hätte mir einen Leitfaden mitgegeben." "Weißt du. Ich hab ihn mal getroffen. Er ist in ein CyberLife-Gebäude bei den Gärten eingebrochen und hat alle Androiden dort befreit. Mein Partner und ich sollten sie stoppen. Aber es waren zu viele." Officer Miller war nun nachdenklich. Weniger gut gelaunt als zuvor. "Heiliger. Markus hätte uns töten können. Er hatte eine Waffe in der Hand und alles. Aber hat es nicht getan. Er nahm nur die Waffe runter und sagte: Auge um Auge und die Welt wird blind." Trotzdem wirkte er noch immer sehr tolerant. Ich bezweifelte das der Detective das ebenso so sehen konnte. Aber ich würde das wohl durchbeißen müssen. "Ich denke ich sollte mich bei Detective Reed entschuldigen. Ich bin mir nur nicht sicher ob er das hören will." "Das kannst du nicht wissen." Officer Miller war nun wieder gut gelaunt. Es änderte sich bei ihm so schnell wie die Beleidigungen aus dem Mund des Detective kommen konnten. Er machte sich daran wieder auf zu stehen. Vermutlich um zurück zum Revier zu kommen. Seine Schicht war noch nicht zu Ende. "Er könnte das selbe ja auch über dich sagen." Er berührte kurz freundschaftlich mein Knie und meine LED wechselte nun endgültig wieder in ihren kühlen blauen Tonfall. Ich nahm die Jacke nachdenklich in die Hände. Und beschloss sie zumindest für diesen Besuch nicht mehr an zu ziehen. Das schwarze Hemd ohne die Jacke musste erst ein Mal reichen.

>> Gavins Apartment

#10 RE: Das Krankenhaus von Joker Moreau 02.12.2020 14:29

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Es blieb nach unserer Ankunft nicht viel für uns zu tun, ich unterschrieb einige Dokumente für die Einweisung des Patienten und sorgte dafür, dass wir vom Krankenhaus selbst auch einige bekamen, die uns deren Schweigen sicherten, denn ehe nicht alles geklärt war durfte niemand wissen, dass wir Gilbert gefunden hatten und noch weniger wo er gewesen war. Nun also wurde er von zwei Androiden weggebracht, der SWAPPER-Trupp der auf uns gewartet hatte folgte ihnen. Ich seufzte leise und sah der Parade nach. Wird sicher ein Schock für ihn, wenn er aufwacht. Hey sag mal EDI, du hast doch Zugriff auf die Datenbanken, hatte Gilbert Belware nicht einen Bruder? Ich könnte schwören, dass ich in diesem Artikel was dazu gelesen hab. Ich kannte die meisten Agenten nur beim Vornamen, oder auch über Spitznamen, ebenso wie sie mich alle nur unter Joker kannten.

#11 RE: Das Krankenhaus von EDI 03.12.2020 20:54

Für mich gab es keinerlei Dokumente, die ich unterzeichnen musste. Wie immer, war ich so oder so zur Verschwiegenheit verpflichtet, ein Verstoß dagegen würde meine sofortige Deaktivierung nach sich ziehen. Schweigend wartete ich daher aufrecht neben Joker, bis die Formalitäten geklärt waren.
Seine Frage sorgte dafür, dass mein Blick ins Leere ging. "Suche wird ausgeführt. Suche nach alle Einträge mit dem Namen Belware", kam es mit emotionsloser Stimme von mir, während ich die Datenbank durchsuchte. "Übereinstimmung gefunden. Anthony Belware. 32 Jahre. Status lebend, Agent. Wohnhaft in...", rattert ich die Informationen aus der Datenbank herunter, "Bruder von Gilbert Belware."

#12 RE: Das Krankenhaus von Joker Moreau 03.12.2020 21:16

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Hmmm, Anthony, nein, den kenne ich glaube ich nicht. Ich schätze aber sobald er freigegeben wird, wird unser neuer Freund zu seinem Bruder wollen. nachdenklich sah ich selbst ins Nichts und schüttelte dann den Kopf. Ich brauche jetzt einen Drink, kommst du mit? Und schon war ich auf meinem langsamen Weg nach draußen auf dem ich ein Taxi bestellte.

#13 RE: Das Krankenhaus von EDI 04.12.2020 23:24

Ich kannte Menschen nicht gut genug um einzuschätzen, was sie tun würden, anders gesagt, die menschliche Psyche war mir noch immer ein wenig fremd. Vielleicht lag es auch daran, dass ich es einfach nicht kannte, wie es war, einen Bruder zu haben und diesen zu lieben.
Jokers Frage brachte mich in die Realität zurück und brachte mich leicht zum Lächeln. "EINEN Drink. Ansonsten trage ich Dich nach Hause", betonte ich dann.

#14 RE: Das Krankenhaus von Joker Moreau 04.12.2020 23:59

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Wenn du mir sowas androhst überlege ich mir das nächste Mal vielleicht ob ich dich mitnehme. Ich setzte mich ins ankommende Taxi und sowie EDI eingestiegen war fuhren wir los.
(Hunter HQ » "SWAPPER"-Bar)

#15 RE: Das Krankenhaus von EDI 08.12.2020 20:11

"Muss ich jetzt ernsthaft beleidigt sein?", antwortete ich, während mich der Gedanke, dass er mich vielleicht nicht mehr mitnahm, mehr als störte. Was war das für ein merkwürdiges Gefühl? Doch auch ein Systemcheck brachte mir nicht die Antwort, alle Systeme liefen gut. Nach ihm stieg ich in das Taxi und es ging los.

=> Hinter HQ - "SWAPPER"-Bar

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