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#1 Der Hafen von Die Hauptzentrale 10.11.2019 14:49

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Hier befindet sich der einzige dauerhafte Anschluss zu den anderen Kolonien. Die Schiffe, die hier aus und ein fahren werden ausschließlich von Androiden bemannt und besitzen Selbstscanner, um blinde Passagiere vollständig auszuschließen. Man kann jedoch am Hafen stehen und den Schiffen hinterher sehen, um von einer Welt hinter der Barriere zu träumen.

#2 RE: Der Hafen von Hank Anderson 10.01.2020 23:22

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Während der Fahrt hatte ich schließlich statt der nervigen GPS Stimme das Radio in meinem Wagen angeworfen und eine meiner Lieblingsplatten eingeschalten. genau davon lief nun ein Lied, als wir vor dem Haus anhielten, das geradezu in Blaulicht gebadet da lag. Einige Schaulustige hielten sich vor dem polizeilichen Absperrband auf und versuchten einen Blick auf das Geschehen zu erhaschen. Ich hielt den Wagen hinter einem der Kollegen an und schaltete ihn ab. Anschließend wandte ich mich an Connor, der wie mit einem Stock im Arsch da saß und sich die ganze Fahr über kaum gerührt hatte. Du wartest hier. Dauert nicht lange. Ich deutete zur Verdeutlichung, dass ich es ernst meinte, mit dem Zeigefinger auf dem Androiden neben mir. Ich wollte nicht mit einem Babysitter-Androiden auftauchen, das gäbe nur Fragen und auf die hatte ich keine Lust. Ich wusste ja auch keine Antworten darauf warum ausgerechnet ich einen Androiden als Partner zugeteilt bekommen hatte. Jeder in der Station wusste, dass ich keine Androiden mochte.

#3 RE: Der Hafen von Connor 11.01.2020 15:25

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(<< Swapper-Bar)
Erst als wir laut meinem Tracker in der Nähe des Tatorts waren bewegte ich mich. Ich lehnte mich etwas vor Einsatzkräfte waren bereits beim Haus genauso wie weitere Menschen. Die Musik war mir zuvor nicht direkt aufgefallen. Sie war ein Hintergrundgeräusch. Wie viele andere Dinge eben auch. Trotzdem verriet mir meine Datenbank nähere Informationen zu diesem Lied. Künstler: Rocket 455. Album: Go to Hell. Veröffentlicht: 2001. Genre: Rock & Roll, Punk, Garage Rock.
Meine Antwort kam in einem geduldigen Tonfall beinahe wie von selbst. "Ganz wie Sie wollen Lieutenant" Ich sah ihn aus dem Augenwinkel an. Meine LED machte ein paar Umkreisungen. Gegensätzliche Befehle, Priorität setzen. Zwei Sekunden später kam die priorisierte Anweisung. Folge Lt. Anderson. Selbstverständlich stieg ich also aus dem Auto. "Joss Douglas - für Kanal 16. Können Sie bestätigen dass es Mord war?" Eine Menge an Menschen hatte sich vor dem Absperrband angesammelt, darunter auch Presse-Vertreter. "Haben sie was gesagt?" "Ich wusste nicht einmal das da jemand wohnt." "Typisch Polizei - Sie sagen einem gar nichts!" "Mein Gott! Was ist da drin passiert?" Viele unterschiedliche Menschenstimmen meldeten sich zu Wort doch ich ignorierte sie. Meine Priorität war der Lieutenant - niemand anderer. Am Absperrband traf ich allerdings auf einen PC200. "Androiden haben hier keinen Zutritt." Sofort stoppte ich in meinen Bewegungen und blieb stehen.

#4 RE: Der Hafen von Hank Anderson 11.01.2020 22:58

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Ich sah Connor eine Sekunde an und stieg dann grummelnd aus dem Wagen. So ein Scheiß, ganz wie ich will. Wenigstens tat er so als würde er sich daran halten, das gefiel mir schon etwas. Mal sehen was ihm sein Programm als nächstes aufgab. Ich ging direkt zum Absperrband, wurde aber leider auch schon von einem Reporter angesprochen, den ich mit einem sehr genervtem Blick betrachtete, doch einfach an ihm vorbei ging. Ich bestätige hier gar nichts. Ich trat ungehindert durch das Absperrband und traf kurz vor dem Haus auf einen Officer des Departments, Chris Miller, er war jung, freundlich und sehr auf Regeln bedacht. "Lieutenant, wir haben schon auf sie gewartet." Ja, ja. Zu viel mehr kam ich gar nicht zu sagen, als ich die Stimme des Androidens hörte, der das Absperrband bewachte. Als ich mich umdrehte, bemerkte ich, dass, tatsächlich, Connor meinem Befehl nicht Folge geleistet hatte und da nun vor dem Hologramm stand, das die Absperrung darstellte. Er gehört zu mir. Der Android senkte den Arm und Miller trat weg von mir, um zurück ins Haus, vermutlich an den Tatort, zu gehen. Ich drehte mich halb zu Connor und sah ihn zu einem Teil genervt und zu einem anderen ein winziges bisschen amüsiert an. Welchen Teil von 'bleib im Auto' hast du nicht verstanden?

#5 RE: Der Hafen von Connor 12.01.2020 17:32

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Kaum senkte der andere Android den Arm steuerte ich direkt auf den Lieutenant zu. Ich blieb kurz vor ihm stehen. Die Körpersprache des Lieutenant verriet meinem Scanner das sie sich inzwischen etwas gebessert hatte. Indirekt war das für mein Sozialmodul als Erfolg zu verbuchen. Seine Frage beantwortete ich in dem selben neutralen informierenden Tonfall wie immer. "Ihr Befehl widersprach meinen Anweisungen Lieutenant." Meine Programmierung war höchst kompliziert. Es kam durchaus vor das sich erhaltene Befehle widersprachen. Oder es in sozialen Fällen sogar mehrere mögliche Antworten gab. Trotzdem hatten die Anweisungen direkt von CyberLife höchste Priorität.
Jemand trat aus dem Gebäude und auf den Lieutenant zu. Det. Collins, Ben. Geboren: 12.09. // Polizei-Detective. Vorstrafen: Keine. Der Mann hatte ein Tablet in der linken Hand. Seine Körpersprache wirkte entspannt, professionell aber auch etwas amüsiert. Verwirrend. "Guten Abend Hank. Wir dachten schon du tauchst nicht mehr auf..."

#6 RE: Der Hafen von Hank Anderson 12.01.2020 19:38

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Du sagst nichts, du fasst nichts an und du stehst mir nicht im Weg, kapiert? Ich wandte mich Ben zu, der nun von der Terrasse stieg und zu uns rüber kam. Das war auch der Plan, bis dieses Arschloch aufgetaucht ist. ben sah mich mit deutliche Unglauben im Blick an, jeder meiner Kollegen wusste wie wenig ich Androiden mochte. "So..." Er drehte um und ging voran ins Haus. "...du hast jetzt einen Androiden, hm?" Ich warf noch einen letzten prüfenden Blick zurück zu Connor, ehe ich Ben, der sich offenbar amüsierte, mit einem genervten Gesichtsausdruck folgte. Oh, sehr witzig. Sag mir einfach was passiert ist. Ben gab mir einige Informationen, während wir den Kurzen weg zurück legten. Der Vermieter hatte, nachdem nicht gezahlt worden war, hergekommen und hatte die Leiche entdeckt. Kaum, dass ich in der Tür stand schlug mir der starke Verwesungsgestank entgegen, die Leichte musste hier schon eine Weile liegen. Ich war zwar diesen Geruch mehr oder minder gewohnt, aber jedes Mal war ein neues Grauen. Himmel, dieser Gestank! "War noch schlimmer mit geschlossenen Fenstern..." Oh das glaubte ich ihm nur zu gerne. Carlos Ortiz hieß der Tote, wie mir gerade mitgeteilt wurde, vorbestraft wegen Diebstahl und schwerer Körperverletzung. Eine Vergeltungstat? Das war immer eine Schlussfolgerung, doch zunächst musste ich mir ansehen was es hier zu finden gab, auch wenn ich darauf wirklich keine Lust hatte. Offenbar war Ortiz nicht viel raus gegangen und hatte kaum Kontakt zu seinen Nachbarn gehabt. Ich kniete mich neben die schon etwas verweste Leichte und betrachtete sie. Er lag halb an der Wand aufgestützt am Boden, an dieser Wand waren auch Blutspuren zu sehen, offenbar war er daran herab geglitten, ehe er gestorben war. Puh, bei dem Zustand hätte man nicht alle mitten in der Nacht zusammen trommeln müssen. Morgen früh hätte auch gereicht. Ben bestätigte meine Annahme, dass Ortitz sicher schon eine Weile hier lag. Drei Wochen wäre auch meine Theorie gewesen. Ich holte meine Taschenlampe heraus und leuchtete den toten an. Messerstiche in der Brust, Fliegen hatten schon ihre Eier darin abgelegt. Ben wies mich auf das Messer etwas entfernter hin. Ich beschloss mich zunächst zu informieren, ob es ein schief gelaufener Einbruch gewesen war, ehe ich Vermutungen zu einer gezielten Tat anstellte, auch wenn die Worte "I AM ALIVE" an der Wand dafür sprachen. Anzeichen für einen Einbruch? Nein, die gab es nicht, alles war zu gewesen, Ben vermutete, dass der Mörder hinten raus geflohen war. Dann eben zur nächsten nahe liegenden Frage. Was wissen wir über seinen Androiden? Ich leuchtete nun hinauf zu den Buchstaben aus, wie ich vermutete, Blut. Sie waren viel zu gerade, viel zu perfekt. Niemand wusste wo der Android war, nur, dass Ortitz einen gehabt hatte. Ben verabschiedete sich hinaus und ich erhob mich, um mir alles mit weniger schmerzenden Knien anzusehen.

#7 RE: Der Hafen von Connor 12.01.2020 22:16

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"Verstanden." Den Blickkontakt des Lieutenant registrierte ich zwei Mal. Dann folgte ich den beiden in das Haus hinein. Momentan sprachen sie noch über Dinge welche mich weder interessierten noch meine Mission betrafen. Kaum hatte ich aber die Schwelle des Hauses betreten erneuerte sich meine Mission. Untersuche den Tatort. Momentane Aufgabe: Höre das Briefing an. Der Detective erklärte die Lage sowie den aktuellen Stand der Ermittlungen. Ich speicherte alles in der Datenbank ab. Dann beobachtete ich den Lieutenant. Er schien gerade die Leiche zu untersuchen. Der Lieutenant stellte noch Fragen deren Antworten ich ebenfalls abspeicherte und der Detective entfernte sich wieder. Sofort meldeten sich mehrere Aufgaben. Briefing abgeschlossen. Untersuche das Opfer. Beweisstücke überprüfen. Ich entschied mich zuerst für die Küche auch wenn meine Prioritäten zuerst vorschlugen das Opfer zu untersuchen. Hier waren gerade zu viele andere welche ebenfalls die Leiche untersuchten und ich sollte dem Lieutenant schließlich nicht im Weg stehen. Also schlug ich den Weg in die Küche ein. Direkt an der kaputten Wand befand sich die Markierung für Beweisstück 6. Getrocknetes Blut // DNS-Analyse: Unvollständig. Ich trat in die Küche ein. Auf dem Counter befand sich ein Magazin welches ich kurz in die Hand nahm. Es bestand aus zwei Teilen: Gossips Weekly: Offiziell: Sex mit Androiden ist besser. und TECH ADDICT: Spioniert Ihr Android Sie Aus?. Irrelevant. Ich legte es wieder ab und wandte mich um. Dort befand sich die Markierung für Beweisstück 7. Ein umgefallener Stuhl. Fingerabdrücke // Übereinstimmung in Datenbank: ORTIZ, Carlos. // Vorstrafen: Diebstahl und schwere Körperverletzung. Zeichen eines Kampfes. Ich ging weiter, am Kühlschrank und an einem offenen Fenster vorbei. Direkt daneben war die Markierung für Beweisstück 8. Ein Messer fehlte. Mordwaffe von hier genommen. Ich drehte mich nach links und untersuchte den Baseball-Schläger welcher bei der Markierung für Beweisstück 9 lag. Zuerst scannte ich den Griff. Fingerabdrücke // Übereinstimmung in Datenbank: ORTIZ, Carlos. // Vorstrafen: Diebstahl und schwere Körperverletzung. Dann scannte ich den Schlagbereich. Beule // Grund: Heftiger Aufprall. // Spuren von Thirium. Meine Analyseprogramm meldete sofort eine verfügbare Rekonstruktion. Abweichler nahm ein Messer. Abweichler wurde angegriffen: Emotionaler Schock. Meine LED machte einige gelbe Umdrehungen. Dann wurde sie wieder konstant blau und ich brach in Richtung Badezimmer auf. Dort untersuchte ich die Dusche. An der Dusch-Wand stand über fünfzig Mal "rA9". Zwanghaftes Schreiben. Am Boden stand eine Art Statue welche ich kurz in die Hand nahm. Religiöse Opfergabe?
Unter den Annahme das inzwischen vermutlich das Wohnzimmer weniger befüllt war kehrte ich zurück. Es gab einige Menschen welche im Gang, auch in der Küche und im Wohnzimmer standen. Der Lieutenant befand sich ebenfalls noch dort. Mir fiel zudem noch ein Eden Club Flyer mit der Aufschrift "COME VISIT US" auf welcher neben einer Tischlampe lag. Aber meine Priorität lag momentan im Wohnzimmer. Direkt neben der Markierung für Beweisstück 5 befand sich wieder Blut an der Wand. Getrocknetes Blut // DNS-Analyse: Unvollständig. Auch neben der Markierung für Beweisstück 4 befand sich wieder Blut am Boden. Getrocknetes Blut // DNS-Analyse: Unvollständig. Neben dem Fernseher befand sich eine Markierung für Beweisstück 3. Red Ice // Aceton, Lithium, Thirium, Toluol, Salzsäure. Opfer nahm Drogen. Nun gab es nur mehr das Opfer und Beweisstück 2 was ich untersuchen konnte. Ich scannte die Aufschrift "I AM ALIVE" im Vorbeigehen. Normale Buchstaben. // Schriftart: CyberLife Sans. Dann kniete ich mich neben der Markierung für Beweisstück 2 nieder. Ein Küchenmesser. Keine Fingerabdrücke, Androiden beteiligt? Das Blut schien tatsächlich abkratzbar. Genaueres konnte ich nicht feststellen weshalb ich mit dem Finger eine Probe nahm und diesen mir dann auf die Zunge legte. Getrocknetes Blut // DNS-Analyse: ORTIZ, Carlos. // Alter der Probe: > 19 Tage. Sofort füllte sich meine Datenbank, die anderen Blutflecken hatten ebenfalls die selbe DNS-Analyse gezeigt.

#8 RE: Der Hafen von Hank Anderson 13.01.2020 18:57

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Während Connor im Haus herum stöberte konzentrierte ich mich, so wie ich es immer tat, zunächst auf den Bereich um die Leiche herum. Auch ich entdeckte die Drogen und wies die Kollegen an eine komplette Analyse davon zu machen. Ich hasste Menschen die sich mit so etwas zudröhnten, doch ich ließ es mir kaum anmerken, immerhin war Ortiz trotzdem das Opfer hier. Ich betrachtete die Blutflecken und lief dann fast in zwei Kollegen rein, die mir im Weg standen. Was ist das denn für eine Arbeitsmoral, macht euch lieber draußen nützlich und scheucht die Gaffer weg. Ich wedelte sie grummelig mit der Hand weg und kam gerade durch Zufall näher an Connor heran, als er vom Küchenmesser Blut abkratzte und es sich tatsächlich in den Mund steckte. Fassungslos, ein winziges Bisschen erschreckt und durchaus auch angewidert sah ich ihn an. Oh, Scheiße! Was zur Hölle machst du da? das konnte ja wohl nicht wahr sein, Android hin oder her, das war doch widerlich.

#9 RE: Der Hafen von Connor 13.01.2020 20:53

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Nicht von meiner Programmierung vorhergesehen wurde ich plötzlich von dem Lieutenant angesprochen. Ich richtete mich auf um ihm meinen Vorgang zu erklären. Schließlich war dies eines von der neuesten Features von Cyberlife. Meine einzige Funktion war schließlich meine Missionen so effizient wie möglich erfüllen zu können. "Ich analysiere das Blut. Ich kann Proben in Echtzeit prüfen." Dem Lieutenant stand mit einer großen Wahrscheinlichkeit Ekel, eventuell minimaler Misstraue im Gesicht. Für einen Mensch der auf seiner Zunge seine Geschmacksrezeptoren hatte verständlich. Ihre Körper waren anders aufgebaut. "Tut mir leid, ich hätte sie warnen sollen." Ich konnte seinen Unbehagen zwar nicht nachvollziehen aber es schien nicht ungewöhnlich für einen Menschen..
Mit einem Blick nach rechts scannte ich kurz die Leiche. Es gab mehrere interessante Punkte wie mein Analyseprogramm meldete. Das Opfer im Ganzen zuerst. Verstorben // Ortiz, Carlos // Größe: 1,68m - Gewicht 130 kg // Geschätzter Todeszeitpunkt: ca. 23:30 Uhr. Als nächstes Scannte ich seinen Mund. Red Ice // Aceton, Lithium, Thirium, Toluol, Salzsäure. Dann seine Brust. 28 Messerstiche // Innere Blutungen, 28 Messerstiche. // Vor mehr als 19 Tagen verstorben. Und schlussendlich seine Hand. Fingerabdrücke // Übereinstimmung in Datenbank: ORTIZ, Carlos. // Vorstrafen: Diebstahl und schwere Körperverletzung. Diese stimmten mit der vermuteten Person überein. Das machte es weniger kompliziert. Ich wandte mich wieder an den Lieutenant. "Er hat Stichwunden. 28 Stück." Meine LED drehte sich ein paar Mal blieb allerdings auf blau. "Lieutenant! Ich kann jetzt rekonstruieren was geschehen ist."

#10 RE: Der Hafen von Hank Anderson 13.01.2020 21:37

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Ungläubig sah ich Connor bei seiner Erklärung an und verzog das Gesicht. Okay nur... nur... nimm keine Beweise mehr in den Mund, verstanden? Ich wedelte fassungslos mit der Hand, schüttelte den Kopf und ging wieder weg, um nun doch auch den Rest des Hauses anzusehen. Das ist doch einfach nicht zu glauben, was bauen die denn noch für Scheiß in ihre Androiden ein? Schließlich lehnte ich mich an einen Türrahmen und dachte nach. Der Mörder konnte durch die Hintertür geflohen sein. Das musste er, immerhin war jeder andere Zugang zum Haus versperrt gewesen. Sonst müsste er noch im Haus sein, aber drei Wochen lang? Kein Mensch würde so etwas durchziehen. Ehe ich noch viel weiter denken konnte trat Connor zurück zu mir. Ach ja? Ich bin ganz Ohr. Mal sehen was Cyberlifes neuestes Spielzeug herausgefunden hatte.

#11 RE: Der Hafen von Connor 13.01.2020 21:50

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Wie schon zuvor lag es nicht wirklich in meiner Verantwortung was mein Analyseprogramm vorschlug. Andererseits nahm ich durchaus Befehle von dem Lieutenant entgegen solange sie der Programmierung von Cyberlife nicht widersprachen. "Verstanden." Meine Analyseprogramm hatte wieder eine verfügbare Rekonstruktion gemeldet. Ich neigte mich kurz zur Leiche hinab. Opfer stürzte hier. Opfer wurde erstochen. Sie kamen aus der Küche. Meine LED machte einige Umdrehungen und änderte ihre Farbe kurzzeitig von blau auf gelb.
Erstatte Lt. Anderson Bericht. Daraufhin richtete ich mich wieder auf und sah zu dem Lieutenant. "Alles begann in der Küche." Ich schlug kurzerhand den Weg in die Küche ein um die Situation besser erklären zu können. Dabei sah ich den Lieutenant mit bittenden Augen an. Er möge mir doch auch folgen. In der Küche war inzwischen niemand anderer mehr. Ich stellte mich schräg neben den Eingang.

#12 RE: Der Hafen von Hank Anderson 13.01.2020 22:10

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Ich folgte Connor mit einem Seufzen, die Arme abwehrend vor der Brust verschränkt. Es gibt hier deutliche Kampfspuren, die Frage ist nur, was genau hier passiert ist. Bestimmt hatte der Android darauf eine Antwort. Die Frage war nur ob sie mir auch schlüssig erscheinen würde. Ich war schließlich nicht dumm, ich hatte nur kein fancy Programm in meinem Kopf mit dem ich alles in Sekundenschnelle analysieren konnte. Fast schon erwartungsvoll sah ich Connor an. Wenn er noch etwas wusste sollte er es ausspucken.

#13 RE: Der Hafen von Connor 14.01.2020 17:59

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Meine zeit- und der Handlung nahe Rekonstruktion ließ kaum mehr Zweifel übrig. Dennoch konnten meine Ergebnisse nur durch den Lieutenant umgesetzt werden. Dieses sah ich jetzt gerade seitlich an. "Das Opfer griff den Androiden an mit dem Schläger." Demonstrativ ging ich zu der Markierung für Beweisstück 9 und sah auf den Baseball-Schläger. "Der Android stach auf das Opfer ein." Von meiner jetzigen Position aus sah ich zu der Markierung mit der Nummer 8 an der eindeutig ein Küchenmesser fehlte.
"Das Opfer floh dann ins Wohnzimmer." Ich bahnte mir meinen Weg zurück ins Wohnzimmer. An dem Wohnzimmer-Sessel vorbei bei dem meine Rekonstruktion gezeigt hatte das das Opfer wohl dort gestolpert war. Ich blieb schließlich wieder neben der Leiche stehen. "Der Android tötete das Opfer mit dem Messer." 28 Messerstiche. Meine LED drehte sich eine Umdrehung blieb allerdings auf blau.

#14 RE: Der Hafen von Hank Anderson 14.01.2020 22:19

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Ich folgte Connor, sowohl seiner Erzählung, als auch seinen Bewegungen, wobei ich einige Kollegen mit der Hand wegscheuchte, das sie nicht im Weg stehen sollten. Nun standen wir letztlich wieder vor dem stinkenden Leichnam. Ich nickte langsam. Mhm, das passt zu den Beweisen, der Android hat versucht sich zu verteidigen, nachdem ihn sein Besitzer geschlagen hat, deine Geschichte ist nicht völlig abwegig, aber wo ist der Android jetzt? Ob Connor darauf auch eine Antwort hatte? Allem Anschein nach war das Ding ja doch nicht nach draußen geflohen, aber es konnte sich ja auch nicht in Luft aufgelöst haben.

#15 RE: Der Hafen von Connor 15.01.2020 00:05

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Einen Moment lang blickte ich zur Seite. Dabei wirkte ich beinahe ratlos auch wenn ich eigentlich nur die neue Frage bearbeitete. Meine vorherigen Aufgaben hatten ein anderes Ziel verfolgt. Trotzdem dauerte es nicht lange bis mein Analyseprogramm Treffer meldete. Ich überprüfte die neuen Informationen. Dann blickte ich wieder zu dem Lieutenant. "Der Schläger beschädigte ihn und er verlor Thirium." Kaum hatte ich das Wort ausgesprochen stellte ich fest das es wohl von Vorteil sein könnte das Wort gleich zu erklären. Der Gesichtsausdruck des Lieutenant war mit großer Wahrscheinlichkeit 'verwirrt' oder auch 'ahnungslos'.
"Thirium - Sie nennen es 'blaues Blut'. Die Antriebsflüssigkeit für Android-Biokomponenten." Die meisten Menschen wussten laut Statistiken nur weniger als zehn Prozent über den Aufbau von Androiden. Ihr Aufbau blieb meistens den Cyberlife-Mitarbeitern vorenthalten. Die offiziellen Reparaturen wurden schließlich immer bei Cyberlife durchgeführt. "Sie verflüchtigt sich nach ein paar Stunden und ist dann für das Auge unsichtbar." Für dieses Modell war das allerdings kein Problem.

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