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#46 RE: Das Theater von Dantalion 27.01.2020 06:38

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Ich sah Arthur für einige Sekunden lang zu tiefs irritiert an, nicht ganz verstehend was er hier bezweckte, doch kaum verstand ich es begann ich laut zu lachen und machte einen tiefen Diener mit passendem Kratzfuß, wobei ich meinen Zylinder mit Schwung von meinem Kopf zog und ihn vlr meine Brust hielt. Ich danke euch, eure Majestät.

#47 RE: Das Theater von Siren 27.01.2020 09:49

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Ich glaube, ich wäre ein guter König., meinte ich immer noch kichernd, mit leicht geröteten Wangen von seiner Verbeugung. Ich hatte nicht wirklich viel Ahnung vom Mittelalter, das was uns davon gezeigt wurde, wirkte nicht gerade so großartig, aber wer wusste schon, wie die Leute damals das empfunden hatten. Wobei, vielleicht wäre ich eher ein Prinz.

#48 RE: Das Theater von Dantalion 27.01.2020 10:22

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Mit einer goldenen Krone auf deinem goldenen Haupt. Ich richtete mich wieder auf und setzte meinen Zylinder erneut auf meinen Kopf, ehe ich nahe an Arthur herantrat und ihm sanft meinen Stock abnahm. Und wie ein wahrer Königssohn wirst du heute Abend auf der Bühne tanzen. Meine Stimme war sanft und warm, voller Überzeugumg, dass meine Worte der Wahrheit entsprachen.

#49 RE: Das Theater von Siren 27.01.2020 11:01

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Ich ließ mir den Stock selbstverständlich ohne jeden Widerstand abnehmen, während meine Wangen sich deutlich erröteten, bei dem Kommentar, den er gerade abgab. Findest du das wirklich so?, fragte ich verlegen, schließlich wollte ich ihn nicht vor den Kopf stoßen. Dass meine Väter und meine Tante mich immer unterstützten, das lag wohl in der Sache der Familie, aber Xeno schien sich auch so sicher, dass ich das alles meistern würde. Das mache mich irgendwie glücklich.

#50 RE: Das Theater von Dantalion 27.01.2020 11:53

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Das tue ich Sweet Pea. Ich lächelte und hob die Hand um Arthur hauchzart über die Wange zu streichen, natürlich ohne das MakeUp zu verwischen, ich kannte mich damit schließlich aus. Du wirst fantastisch sein, keine Angst.

#51 RE: Das Theater von Siren 27.01.2020 18:59

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Wenn du das sagst., meinte ich leise und hörte dann schon laute Absätze, die über den Flur klackerten. Ich hätte dieses Geräusch auch problemlos ohne die laute, tiefe aber weibliche Stimme erkannt, die sich hinter uns erhob. "Arthur, wir brauchen dich jetzt sofort hinter der Bühne. Herr Lethe, hören Sie auf meinen Tänzer abzulenken, ich sagte doch bereits, das hat auch später Zeit." Ich nickte eilig und sah noch einmal zu Xeno, bevor ich ihr folgte.

#52 RE: Das Theater von Dantalion 27.01.2020 22:01

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Leider wurde unser trauter Moment sehr unhöfmich unterbrochen und ich ließ Arthur nur sehr widerwillig gehen. Also wenn hier jemand jemanden ablenkt, dann Arthur ja wohl mich, mit seinem umwerfenen Aussehen. Ich zwinkerte Arthur noch ein letztes Mal zu, trank mein Glas aus und begab mich langsam auch auf Position.

#53 RE: Das Theater von Siren 27.01.2020 22:55

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"Tun Sie, was Sie nicht lassen können, Herr Lethe.", meinte die Choreographin und auch wenn ich noch immer keine Ahnung hatte, worüber die beiden da sprachen, spürte ich, wie meine Wangen leicht rot wurden. Ich wurde hinter die Bühne bugsiert und bekam noch einmal alles mögliche an Notizen, bevor mich die Choreographin zu meinem eigenen Erstaunen einmal umarmte und mir viel Glück wünschte. Von draußen hörte man noch die Menschen reden, aber es würde wohl jede Minute losgehen. Ich spürte, wie nervös ich war und meine Gedanken glitten kurz zu Dantalion. Er hatte gesagt, dass er meine Aufführungen immer gesehen hatte. Ob er heute wohl auch hier war?

#54 RE: Das Theater von Dantalion 28.01.2020 11:45

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Ich stand am Aufgang zum Orchestergraben und wartete darauf, dass das Licht ausging. Die erste Geige hatte bereits den Ton zum stimmen angegeben und so konnte es nicht mehr lange dauern. Und tatsächlich. Das Licht ging aus und das war mein Einsatz. Ich legt den Zylinder ab und schritt mit eleganten Bewegungen unter Applaus durch den Orchestergraben, zu meinem Podium, welches ich dann auch gleich bestieg. Ich verneigte mich vor dem Puplikum, gab der ersten und zweiten Geige die Hand und wandte mich dann den anderen zu, das Heft mit den Noten vor mir aufschlagend. Ich hob die Hände, die ersten Musiker hoben die Instrumente und ich gab den Einsatz. Die Symphonie begann und nach einem Vorspiel öffnete sich der Vorhang um den Blick auf das Schauspiel freizugeben, zu dem ich auch aufsah, selbst wenn ich weiterhin den Takt und die Einsätze meines Orchesters vorgab.

#55 RE: Das Theater von Siren 28.01.2020 19:38

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Am Anfang begann langsam und leise die Musik. Die Melodie war ätherisch und sanft, beinahe melancholisch. Der Scheinwerfer war nur auf mich gerichtet, alles andere im Hintergrund in den Schatten. Sachte erhob ich meine Stimme, da ich zuerst ein paar Strophen sang. Während sich meine Countertenor-Stimme sanft durch den ganzen Raum ausbreitete, begannen die Hintergrundtänzer, noch vollkommen in weiß gekleidet, bereits zu tanzen. Ich wusste, dass es ein altes griechische Lied über Liebe war, dennoch konnte ich Latein natürlich nicht wortwörtlich verstehen. Es war nur eine ganz kurze Szene, in der ich sang, bevor die Ballettaufführung offiziell begann.

Sic mea vita est temporaria, cupit. Ardenter caritatem aeternam. Credam, dabo, sperabo, honorabo. Laborabo, gratias agam. Et denique aperiens fores occultas. Nobis, grandis et clara nosque curabit. Nobis, grandis et clara nosque curabit. Magna magna, caritas. Ah! Audio vocem tuam! Adest mi libertas! Mea vita amabit, caritatis pacem. Hanc felicitatem aeternam esse oro.


Zitat von Ryuutarou Sugiyama & Umebayashi Tarō
Since my life is only temporary, it ardently wishes for the eternal love

I will believe, I will give, I will wait, I will honor
I will work, I will offer my gratitude

And at the end, opening doors hidden
to us, solemn and famous, it will take care of us
to us, solemn and famous, it will take care of us

The grand, grand Mercy
Ah! I hear your voice!
My freedom is close!

My life will love, the peace of benevolence
That this is the eternal happiness, I pray



Das Stück hatte viele verschiedene Szenen, welche langsam aber sicher von 'Agape', der unschuldigen naiven und auch platonischen Liebe, zu 'Eros', der Leidenschaft und Anziehung, wurden. Passend dazu wurde mein Kostüm zuerst von einem weißen Schleier überdeckt, welcher allerdings immer weiter verschwand, bis einer der Hintergrundtänzer ihn "entführte". Die Musik änderte sich ebenfalls in der Mitte des Stückes, während die Ballett-Choreographie immer anspruchsvoller wurde und nun auch die Hintergrundtänzer nach und nach in schwarzen Kostümen auftraten. Die Musik hatte zwar einige Parallelen zu der zuvor, allerdings mit einem völlig gegenteiligen Thema. Sie war nun rein instrumental und viele der Melodien erinnerten beinahe an den traditionell spanischen Flamenco. Zudem wurde sie deutlich schneller und hatte kein klares Hauptinstrument. Die wundervolle Musik ließen meinen Körper beinahe wie von selbst über die Bühne gleiten, während ich von meinen Hintergrundtänzern tatkräftig unterstützt wurde. Anstatt dem melancholischen Gefühl, dass den Anfang des Stückes geprägt hatte, befand sich nun an dieser Stelle ein positives, hoffnungsvolles Gefühl.

Atemlos, völlig fertig und einfach nur froh, nahm ich die letzte Pose dieses Mal mit einer ganz besonderen Dramatik ein. 5, 6, 7, Attitude. Mein Bein so weit wie möglich hinter meinem Rücken nach oben, verharrte ich einige Sekunden in der Abschussposition, genauso wie die anderen Tänzer, die sich hatten zu Boden fallen lassen. Ich wartete noch, bis das Licht auf der Bühne erlosch, bevor ich überglücklich tief durchatmete. Ich war mir sicher, dass ich mich dieses Mal in jeder Hinsicht selbst übertroffen hatte. Ich hatte wirklich absolut alles gegeben, was ich hatte. Ich hatte den Text dieses Mal mit jeder Faser in meinem Körper gespürt, genauso wie die Musik. Irgendetwas war heute anders gewesen, als sonst.

#56 RE: Das Theater von Dantalion 28.01.2020 20:59

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Die Musik war anspruchsvoll, genauso wie die Tänze, die Musiker mussten ihr bestes geben, aber wir hatten auch lange und gut geübt und so verlief die erste Aufführung, zumindest von Seiten des Orchesters aus, völlig Patzerlos. Doch auch Arthur schien mir noch besser zu sein, als bei den Proben. Jede seiner Bewegungen war Makellos, seine Stimme wie die eines Vogels. Zu meinem Glück hatte ich jede Bewegung aus dem Effeff heraus, sonst hätte es doch noch Fehler bei der Musik gegeben. Ich würde mir diesen Abend fest in meinem Kopf abspeichern, denn ich wollte Arthurs Anblick nie wieder vergessen. Erst als die letzten Töne verklangen spürte ich, wie schnell mein Herz pochte. Das war bisher noch nie beim Dirigieren passiert, ich war nicht aufgeregt gewesen. Sehr merkwürdig. Ich runzelte leicht die Stirn, als begeisterter Applaus und zustimmendes Pfeifen das Theater erfüllte und das Licht wieder anging, auf dass sich die Tänzer vor dem Publikum verbeugen sollten. Ich beugte mich zu Boden und hob den Blumenstrauß auf, den ich da deponiert hatte. 18 rote Rosen und eine Weiße in der Mitte, umgeben von Grünen Blättern. Das Zeug war verdammt teuer gewesen, doch ich hatte Arthur unbedingt Blumen zu werfen wollen, immerhin war ich sein größter Fan. Ob es kitschig war, war mir egal, nur die Farbe der Rosen, die ich instinktiv ausgesucht hatte, machten mir etwas Sorgen, doch ehe ich mich darauf konzentrieren konnte, wandte ich mich wieder meiner Aufgabe zu: Arthur die Rosen zuwerfen, sobald er nach vorne trat um sich zu verneigen. Genau das tat ich auch und sie würden exakt vor seinen Füßen landen. Ich hingegen machte mich da schon auf zum Rand der Bühne, um selbst zu den Tänzern zu treten und mich mit ihnen zusammen dann zu verneigen, im Namen aller Musiker, die hier mitgewirkt hatten. Meinen Stock und meinen Hut hatte ich natürlich wieder dabei.

#57 RE: Das Theater von Siren 28.01.2020 21:29

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Der Applaus war tosend und laut, so laut, dass ich ihn beinahe komplett ausblenden musste, während wir uns alle erhoben, bevor das Licht wieder anging und den Blick auf uns freigab. Man konnte förmlich sagen, dass ich geradezu vor Stolz und Freude strahlte, während ich aufrecht nach vorne trat, um mich mit meinen Hintergrundtänzern zu verbeugen, welche alle ebenfalls perfekte Arbeit geleistet hatten heute, während wir uns alle verkreuzt die Arme gaben. Dann trat ich den langen Weg mit erhobenen Hauptes nach vorne, meinen Blick dabei ins Publikum gerichtet. Ein ganzes Stück vor meinen Mittänzern blieb ich schließlich stehen und neigte meinen Oberkörper nach vorne. Ich hielt meinen Kopf nach unten und verharrte etwas, als plötzlich ein Blumenstrauß vor mir landete, als ich mich gerade wieder aufrichten wollte. Ich hob ihn auf, er war wunderschön voller roter Rosen, mit einer weißen in der Mitte und lächelte Xeno so glückselig an, wie ich es wohl noch nie getan hatte. Meine Wangen strahlten in einem gesunden Rot, während ich lautes Pfeifen aus dem Publikum hörte, dem diese Aktion offenbar auch gefallen hatte. Ich brauchte gar nicht gesehen zu haben, um zu wissen, dass der Strauß von ihm war. Hatte ich doch an ihn gedacht, als ich getanzt hatte. Mein Blick glitt zurück ins Publikum und dann nach oben in die Ränge. Es war nun Xenos Zeit um auf die Bühne zu treten, weshalb ich ihn freudig begrüßte und ihn mit einem Kuss auf die Wange, den Strauß in der anderen Hand, in die Mitte zu mir zog, um sich nun auch mit dem Rest, der nach vorne getreten war, zu verbeugen.

#58 RE: Das Theater von Dantalion 29.01.2020 08:09

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Vielleicht würde meine stärkste Erinnerng an diesen Abend auch Arthurs Lächeln sein, als er den Strauß aufgehoben hatte. Als wäre die Sonne nach einer langen, kalten Nacht aufgegangen. Ein Strahlen, dass alle Schatten aus den Gedanken der Person vertreiben konnte, auf die es gerichtet war. Ich lächelte, als Arthur zu mir kam und mir einen Kuss auf die Wange gab. Bereitwillig ließ ich mich auf die Bühne ziehen und trat zu den anderen, um mich zu verneigen. Dann machte ich einen Schritt nach vorne und streckte die Arme zu den Seiten aus, um dem Orchester zu signalisieren, es solle sich erheben und seinen Applaus entgegen nehmen, der sehr großzügig ausfiel. Man sah das Lächeln auf den Gesichtern der Musiker und auch auf denen der Tänzer, doch keines könnte jemals an Arthurs heran reichen. Ich verneigte mich noch einmal mit gezogenem Zylinder, trat zurück in die Reihen der Tänzer und verneigte mich mit ihnen noch einmal, ehe Arthur ein weiteres Mal noch die Chance hatte sich alleine im größten Applaus zu baden.

#59 RE: Das Theater von Siren 29.01.2020 08:54

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Der Applaus schien gar nicht enden zu wollen und auch wenn mein Blick dem Publikum galt, so erhaschte ich doch immer wieder einen Blick auf Xeno. In seinem Frack wirkte er maskuliner als sonst und ich befand, dass dieses Auftreten auch gut zu ihm passte. Noch einmal verneigte ich mich alleine Vorne, bevor wir uns noch einmal alle gemeinsam verbeugten. Irgendwann musste aber auch dieser Applaus ein Ende nehmen und der Vorhang der Bühne schloss sich endgültig. Noch immer etwas atemlos stand ich da, meine Choreographin kam kurz zu mir und umarmte mich, bevor sie weiter mit anderen darüber sprach, wie gut die Aufführung gelaufen war. Ich spürte nun, wie mein Kostüm beinahe an mir klebte, aber es störte mich nicht weiter. Ich würde mich bevor ich zu meiner Familie gehen würde sowieso duschen und umziehen. Dennoch sah ich mich zuerst nach Xeno um.

#60 RE: Das Theater von Dantalion 29.01.2020 11:33

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Wir verneigten uns, die Zuschauer applaudierten und dann schloss sich der Vorhang zum letzten Male am heutigen Abend. Ich wartete bis Arthur wieder frei war und drückte ihn dann vorsichtig an mich, um keinen Schweiß auf den Frack zu bekommen. Oh Darling, du warst fantastisch. Versprich mir, dass wir uns nachher noch kurz sehen, damit ich dich richtig umarmen kann, ja? Ich musste nun sowieso noch zu meinen Musikern, um ihnen für heute zu gratulieren. Und um selbst beglückwünscht zu werden.

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