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#1 Das Künstlerhaus von Siren 13.11.2019 09:51

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Direkt neben dem Theater, mitten im Zentrum der Kolonie, befinden sich mehrere Häuser für Künstler, welche meistens nicht besonders viel Geld haben und deshalb lieber in riesigen Wohngemeinschaften zusammenleben. Dies ist eines dieser Häuser und besteht aus acht Stockwerken. In jeder dieser Wohnungen leben mehrere Künstler, nur wenige können sich eine eigene Wohnung leisten. Siren lebte hier bis er erwachsen wurde mit seiner Tante, versteckt vor den Kontrollen für nicht-registrierte Metamenschen.


Olivia Nowak [NPC]
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#2 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Siren 14.11.2019 12:58

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kommt von: Theater

Nach der Probe erschöpft, machte ich mich auf den Weg nach oben, während ich die Nachbarn freundlich begrüßte, auch wenn ich die meisten zum Glück ignorieren konnte, weil sie zu sehr mit sich selbst oder einander beschäftigt waren. In einem Künstlerhaus war eben ganz schön viel los, weshalb ich erleichtert war, als ich die Tür hinter mir schloss und meine Tante Olivia in der Küche sah. "Na, wie war die Probe, Kleiner?" Zuerst erzählte ich ihr ganz normal von meinem Tag, zögerte allerdings, als ich zu dem Part kam in dem der Dirigent aufgetaucht war. Unter ihrem fragenden Blick, konnte ich mich allerdings schlecht ihrem Einfluss entziehen. "Arthur?" Auch ihr Tonfall sagte mir, dass sie es wissen wollte, auch, wenn sie mich eigentlich nie zu etwas drängte. Ich habe heute Herr Lethe kennengelernt, er war sehr freundlich. In ihrem Blick spiegelte sich eine gewisse Sorge wieder, die ich zu einem Teil nicht verstand und zum anderen Teil einfach vermutete, dass sie nicht wollte, dass ich bei anderen Künstlern einen schlechten Eindruck machte. Ich stand also auf und ging in Richtung meines Zimmers. "Arthur?" Ja? "Bitte, pass auf dich auf." Ich lächelte sie breit an. Keine Sorge, ich werde bei den Proben alles geben. Ich meinte, ein leises Seufzen gehört zu haben, war mir allerdings nicht sicher, da ich meine Tür in diesem Moment schloss. In meinem Zimmer legte ich mich zuerst auf mein Bett, wo ich dann seine Nummer in mein Intercom eingab, nur um meine erste Nachricht an ihn mit starkem Herzklopfen zehn Mal umzuschreiben. Er hatte einfach so cool und sicher gewirkt und das war meine erste große Chance, also wollte ich sie nicht vermasseln.

#3 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Siren 17.11.2019 21:58

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"Arthur, Arthur!" Ich hörte ein Klopfen an meiner Zimmertür und schrieb noch schnell die Nachricht zu Ende, bevor ich die Tür öffnete und meine Tante direkt vor mir stand. "Deine Freundinnen sind hier." Begeistert grinste ich sie breit an und machte mich dann auf in Richtung Tür, wo die Zwillinge bereits standen und warteten. Tatsächlich hatte ich da so ein ungewohntes Gefühl im Magen, wenn ich an die Konversation mit Herr Lethe dachte, das ich allerdings vor allem als Nervosität wahrnahm, immerhin war er schon deutlich länger am Theater als ich. Die nächsten Stunden vergingen wie im Flug und wir schafften es sogar ein Nightclub-würdiges Outfit aus meinen Klamotten zusammenzustellen. Meiner Tante hatte ich davon nichts erzählt, was mich einerseits im Magen drückte, da ich einfach nicht gerne log, auch wenn ich es ihr nur nicht erzählt hatte und andererseits hatte ich beschlossen, dass ich es ihr einfach morgen sagen würde. Meine Freundinnen waren selbstverständlich auch besorgt um mich, aber andererseits verspürte ich dieses kleine Kribbeln, das mir sagte, dass ich das schon wollte.

Am nächsten Tag und nachdem ich meiner Tante endlich gestanden hatte, was ich nun vorhatte heute Abend, welche daraufhin diesen ernsten Blick aufgesetzt hatte, der mir nun einmal so gar nicht gefallen hatte, da ich genau wusste, dass sie sich Sorgen machte, auch wenn ich nicht genau wusste wieso, verbrachte ich dennoch den meisten Teil mit proben. Es waren keine großen Proben, nur kleine Übungen und ein gewisses Fitnesstraining, aber es kostete dennoch einiges an Zeit, weshalb ich eigentlich den ganzen Tag gut beschäftigt war. Nachdem ich geduscht hatte, probierte ich das Outfit an, das die Zwillinge für mich zusammengestellt hatten. Komplett schwarz, für mich wirklich ungewöhnlich. Vor lauter Nervosität beschloss ich, es ihm vorher per Nachricht zu schicken.

#4 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Siren 18.11.2019 11:22

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Von der Nachricht, die mir Herr Lethe geschickt hatte, wurde ich purpurrot und schaffte es gerade noch zurückzuschreiben. Über Text konnte ich meine Verlegenheit wenigstens etwas verbergen, während ich überlegte, wie alt er nun eigentlich war, da ich keine Ahnung hatte. Andererseits wusste ich aber noch nicht einmal seinen Vornamen und es wäre wohl auch unhöflich, ohne ihn wirklich zu kennen, ihn mit Fragen zu überhäufen. Vor lauter Nervosität kam der Moment, an dem ich aufbrechen musste, so schnell wie sonst nicht und ich machte mich auf zum Theater.

geht zum: Das Theater

#5 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Dantalion 08.12.2019 21:52

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Völlig und komplett alleine, wenn man von meinem regelmäßigen Männerbesuch einmal absieht. Ich zwinkerte Arthur zu und sah dem Hochhaus entgegen, das wir ansteuerten. Hier lebte Arthur also. Du lebst mit deiner Tante zusammen, richtig Hun?

#6 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Siren 08.12.2019 22:26

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cont'd: Nightclub Pandemonium

Hast du denn gar keine weiblichen Freunde?, fragte ich neugierig nach, nachdem ich eigentlich fast ausschließlich Freundinnen hatte, wenn ich darüber nachdachte, nicht, dass das irgendwie wichtig war. Wir steuerten weiter auf das große Haus zu, das etwas durch die verschiedenen bunten Wohnungen auffiel, da hier schließlich fast ausschließlich Künstler oder eben deren Familien wohnten. Ich nickte ihm gerade zu, als ich meine Tante in diesem Moment bemerkte, die gerade vorne vor dem Haus stand und sich aufgeregt mit jemandem zu unterhalten schien, als hätte sie gewusst, dass mir Xeno diese Frage stellen würde. Sie kam uns sofort mit großen Schritten entgegen und wirkte etwas aufgebracht, während sie ihren Cardigan, den sie trug, eng um sich schlang, vermutlich weil ihr etwas zu kalt war. "Arthur! Ich bin so froh, dass es dir gut geht, ich habe in den SWAPPER-News gesehen, dass es eine ganz schöne Aufregung in einem Club gegeben hat." Ich wusste natürlich sofort, dass sie wohl von Dantalion sprach, enthielt mich also erst einmal einem Kommentar, da sie sich sowieso an Xeno wandte. "Verzeihung, Olivia Nowak, ich denke wir kennen uns auf gewisse Art und Weise." Sie hielt ihm ihre Hand hin und lächelte freundlich. "Ich bin so froh, dass der Kleine wieder hier ist, danke, dass Sie so gut auf ihn aufgepasst haben." Meine Wangen färbten sich etwas rot und ich wollte schon protestieren, immerhin war ich doch kein kleiner Junge mehr, auch wenn sie natürlich jedes Recht hatte besorgt zu sein und sie schließlich nur mein Bestes wollte.

#7 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Dantalion 09.12.2019 07:03

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Oh ch habe Bekanntschaften, aber mit Freunden kann ich allgemein nicht viel protzen. Meine Stimme war aufgeräumt und fröhlich. Es war eben eine Tatsache, dass ich außer kurzweiligen One-Night-Stands nicht viele weitergehende Kontakte hatte. Ich hatte Leute mit denen ich ausging, aver das war auch schon das höchste der Gefühle. Vor uns auf der Straße stand, gut an ihrem leuchtend rotem Haar zu erkennen, Arthurs Tante. Ich schenkte ihr ein strahlendes Lächeln und drückte ihre etwas kühle Hand mit meiner eigenen, immer warmen. Das ist wahr, aber Ihre Schönheit ist mir schon immer aufgefallen. Es freut mich sehr Sie kennenzulernen. Gutmütig zwinkerte ich Olivia zu, keine Spur von Flirten in meiner Stimme oder meinem Verhalten. Hier war diese Aussage nichts als ein höfliches Kompliment. Es war ein ziemliches Chaos von einem Date, aber wenigstens sind wir beide jetzt sicher. Ich lachte leise und wandte mich dann Arthur an meiner Seite zu. Also Darling, beim nächsten Mal kein Club, ja? Ich wünsche dir eine ganz wundervolle Nacht.

#8 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Siren 09.12.2019 11:04

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Ich fragte mich wirklich, wie jemand, der so sympathisch und freundlich war, nicht viele Freunde hatte, schließlich war er heute Abend nur verständnisvoll und hilfsbereit gewesen. Man konnte förmlich beobachten, wie meine Tante kurz überlegte und dann glockenhell lachte, während sie die Hände schüttelten. "Die Freude ist ganz meinerseits." Obwohl sie meine Tante war und auch in den letzten zwei Jahren eine gewisse Elternrolle erfüllt hatte, so war sie noch immer vorrangig mehr eine gute Freundin. Man konnte also sehen, dass sie sich wohl auch für mich freute. J-Ja klar, gerne., meinte ich, Umarmung? Ich öffnete meine Arme ein wenig, schließlich verabschiedete ich mich immer so und auch wenn ich noch nie auf einem ersten Date war, so war ich mir doch sicher, dass das durchaus angebracht war.

#9 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Dantalion 09.12.2019 11:13

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Ich lachte selbst leise, auch wenn Arthur nicht direkt aus dieser Familie stammte, so konnte man doch sehen woher er sein Verhalten und seinen Charakter hatte. Die Umgebung war eben doch wichtiger als die Blutline aus der man kam. Es war klar gewesen, dass cich heute bei Arthur keinen Kuss abgreifen konnte, aber es war schon sehr schade. Ich ließ mich rasch auf die Umarmung ein und drückte den etwas größeren Mann an mich. Es war schön dich wieder zu sehen. Ich wandte den Kopf und gab Arthur einen raschen Kuss auf die Wange. Seine Haut war dort so weich wie Seide, es schien als hätten seine Wangen noch nie Pickel oder Bartstoppeln gesehen.

#10 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Siren 09.12.2019 11:40

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Meine Wange errötete sofort, als er einen kurzen Kuss darauf platzierte und ich drückte ihn ebenfalls an mich. Ich freue mich schon aufs nächste Mal., meinte ich begeistert, während ich an den Weihnachtsmarkt denken musste und mich wieder vorsichtig von ihm löste. Das war wirklich ein Abend gewesen, den ich auch gar nicht hätte vergessen können, wenn ich gewollt hätte. Meine Gefühle waren zugegeben auch noch ganz durcheinander, schließlich war ich auch noch meinem ersten Bösewicht begegnet.

#11 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Dantalion 09.12.2019 13:00

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Ich lächelte und ließ Arthur gehen, noch einmal kurz Olivia ansehend. Es war mir eine Freude. Gute Nacht euch beiden. Ich winkte kurz und spazierte dann mit schwingenden Hüften durch die kühle Nachtluft davon.
(Dantalion's Apartment)

#12 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Siren 09.12.2019 17:08

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Gute Nacht, Xeno., verabschiedete ich mich brav und sah ihm nach, wie er sich langsam aber sicher von uns entfernte. So lange, bis mich meine Tante nun endlich mit ihrem Ellbogen in meine Rippen stieß, um mich dann frech anzugrinsen. "Ich weiß schon, dass du ihm noch Stunden nachstarren könntest, aber mir ist kalt." Mein Gesicht nahm sofort einen äußerst ungesunden Rotton an, immerhin war ich noch immer ein Mensch und keine Tomate und ich folgte ihr ins Haus, während ich versuche ihr zu versichern, dass das gar nicht so war, wie sie das aufgefasst hatte und sie mich währenddessen ein wenig damit ärgerte, dass ich wohl auf meinem ersten Date gewesen war.

Einige Tage vergingen, bevor ich mich wieder mit Xeno treffen würde, schließlich hatte er mir versprochen, dass wir gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt gehen würden. Die meisten Zeit hatte ich mit meinen Freundinnen verbracht, einmal war ich sogar kurz bei meinen Papas zu Besuch gewesen, die es teils witzig und teils besorgniserregend fanden, dass ich mein erstes Date gehabt hatte. Meine besten Freundinnen hatten mich einfach sofort ausgelacht, was zwar fair war, aber ich konnte doch auch nichts für meine Art. Zudem hatte ich eine Menge an Weihnachtskeksen gebacken, schließlich wollte ich ihm eine größtmögliche Auswahl zur Verfügung stellen. Momentan stand ich gerade in den Küche, umgeben von besagten Keksen, und hatte ihm eine Nachricht geschrieben.

#13 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Siren 10.12.2019 15:12

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Etwas verlegen legte ich mein Handy auf die Seite und musste wirklich zugeben, dass ich froh war, dass man Verlegenheit nur begrenzt über ein Intercom feststellen konnte. Es hatte einfach noch nie jemand Interesse an mir gezeigt und jetzt, wo er es mir ja auch noch gesagt hatte, dass er mit mir flirtete, hatte mich das schon ein kleines Stück verunsichert. Ich wusste einfach nie ganz, wie ich darauf reagieren sollte, wenn es mir überhaupt gelang festzustellen, dass er wohl gerade mit mir flirtete. Liz und Vic hatten zwar versucht mir dabei zu helfen, aber ich war nun einmal... ich und deshalb was so etwas anging eine wahre Katastrophe. Es war nicht mehr allzu lange bis 17 Uhr, weshalb ich etwas Zeit mit üben zuhause verbrachte, die Kekse einpackte und dann erstaunt feststellte, wie schnell die Zeit schon wieder vergangen war.

spaziert zu: Die Gärten (Event: Der Weihnachtsmarkt)

#14 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Siren 22.01.2020 09:45

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kommt von: Das Theater

Vom Theater aus war es wirklich nicht weit zu meinem Haus, währenddessen kam sogar eine Nachricht von Xeno, die ich sofort beantwortete. Ich fragte mich, was Dantalion wohl mit seinen letzten Worten gemeint hatte, aber ich konnte es nicht so ganz herausfinden. Meine Tante schien mich bereits erwartet zu haben und grinste mich breit an, auch wenn sie kurz kritisch meinen neuen Pullover musterte. "Süß, Kleiner, wirklich süß. Die Details muss ich nicht wissen, aber du siehst glücklich aus." Erleichtert nickte ich ihr zu, während ich mich zuerst ins Bad und dann schnell in mein Zimmer verfrachtete.

Seine Antwort brachte mich deutlich zum Lächeln, aber er hatte natürlich absolut recht, als nächstes kam nun einmal die Aufführung, die wirklich nicht mehr weit entfernt war. Beinahe so, als hätte Xeno es vorausgesagt, vergingen die nächsten Tage bis zur Aufführung wie im Flug. All die Trainingseinheiten trugen ihren Teil dazu bei, dass ich kaum dazu kaum noch etwas anderes zu machen, geschweige denn an etwas anderes als die Choreographie zu denken, während uns die Choreografin jeden Tag an unsere Grenzen trieb, nur um mich in der letzten Woche vor der Aufführung so zu verwöhnen, als wäre ich ihr persönlicher Schoßhund. Es war seltsam, aber es befreite meine Gedanken und ließ mich mich wieder völlig der Kunst hingeben.

geht zu: Das Theater

#15 RE: Das Künstlerhaus (Siren) von Siren 16.02.2020 00:17

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kommt von: Das Einkaufszentrum

Als sein Knie plötzlich so nah an meinem war, wurden meine Wangen unmerklich rot, aber ich versuchte einfach mir nichts anmerken zu lassen. Ich spürte deutlich, wie meine Metafähigkeit wohlwollend reagierte, was ich sofort wieder versuchte so gut wie möglich zu unterdrücken, denn ich wollte Xeno eigentlich nicht beeinflussen. Irgendwann im Laufe der Fahrt, hatte ich meinen Kopf vorsichtig auf seiner Schulter abgelegt, wobei ich natürlich darauf achtete, ob das für ihn in Ordnung war. Viel zu schnell war die Fahrt auch schon wieder vorbei und das Taxi hielt an.

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