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#406 RE: Ralph's Haus von Black Thorn 12.02.2020 21:00

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(im Vorhinein abgesprochen ^^)

Tatsächlich konnte ich es kaum mitbekommen, dass der Lieutenant, wie ihn der Android namens Connor genannt hatte, begann sich Ralph langsam zu nähern, da ich ihn sonst sofort losgelassen hätte, um jeden und alles von Ralph fernzuhalten. Ich hatte heute sowasvon genug davon, dass jemand irgendetwas von Ralph wollte oder ihm gar weh tat. Er hatte so etwas verdammt noch einmal nicht verdient. Doch auch wenn ich es nicht mitbekommen hatte, so spürte ich plötzlich einen Schmerz, der wirklich durch Mark und Bein ging und ich konnte förmlich zusehen, wie mein bereits verletztes und malträtiertes Bein unter mir einknickte. Anstatt mir das allerdings einfach so gefallen zu lassen, klammerte ich mich an dem Androiden fest, um ihn mit mir zu Boden zu bringen. Dort lieferten wir uns einen Schlagabtausch, der sich sehen lassen konnte, während ich all meine Kraft einfach nur daher sammelte, dass ich diese Situation für mich und vor allem für Ralph einfach nur beenden wollte. Nachdem wir sogar schon ein ganzes Stück von dem Polizisten und Ralph weggerollt waren, kam es allerdings, wie es kommen musste. Der Android bekam meinen ebenfalls verletzten Arm zu fassen und ich wurde mit dem Gesicht nach unten auf den Boden gedrückt, er direkt über mir. Ich spürte, wie mir Tränen in die Augen stiegen, weil es so sehr schmerzte. Bitte, ich ergebe mich, ja?, bat ich resigniert mit zusammengepressten Zähnen, Ich sage auch aus, ich gestehe auch, ich war an allem Schuld. Aber bitte, bitte, lasst ihn in Frieden. Er hat nichts getan. Ich hatte kaum Erfahrung mit Androiden und war mir nicht sicher, ob ihn meine Worte überhaupt interessierten. Also versuchte ich den Blick des Androiden mit meinem eigenen aufzufangen, mein eigener war noch immer voller Stolz und Standhaftigkeit. Er ist mein Freund.

#407 RE: Ralph's Haus von Hank Anderson 12.02.2020 22:09

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Ich konnte gar nicht anders als einen Stich im Herzen zu verspüren. Der Android, Ralph hieß er offensichtlich, sah mich so flehend an, dass man meinen musste ein Mensch würde vor einem kauern und um Vergebung und Gnade flehen. Ich sah nun auch das volle Ausmaß des Schadens an seinem Gesicht, der seinem linken Auge alles menschliche genommen hatte. Ich hasste Androiden, ich war fest überzeugt davon das zu tun, doch das vor mir hockende Wesen wirkte nicht wie die Maschine die meinen Sohn verloren hatte, kalt und gefühllos. Ich wurde vermutlich einfach nur alt und weich. Was sollte ich tun? Der Android hatte einen Menschen umgebracht und seine Freundin hatte CyberLife bestohlen. Auch wenn ich letzteres mit einem einfachen "Scheiß auf CyberLife" abtun konnte. Wäre Ralph ein Mensch hätte er auf Notwehr plädieren können und wäre sicherlich damit durchgekommen, doch als Android stand ihm die Abschaltung und Ausschlachtung bevor, wenn ich das richtig verstanden hatte. Verdammte Scheiße. Ich sah von dem Androiden zu Connor, der Blythe nun zu Boden gerungen hatte und sie festhielt. Sie ließ ähnliches hören wie Ralph zuvor, nur anders herum. Fraglich wem man hier glauben und wen man festnehmen sollte. Das Protokoll würde vorschreiben beide festzunehmen, allerdings härte ich seit Jahren nicht mehr darauf was ich tun sollte und versuchte stattdessen das richtige zu tun. Nur was war hier das richtige? Ich sah wieder auf den verzweifelten Androiden auf dem Boden, neben ihm ein mann, der ihn ohne mit der Wimper zu zucken umgebracht hätte, nur weil er lediglich eine Maschine war. Nun begann ich wirklich langsam wie diese Abweichlersympatisanten zu denken. Dennoch konnte ich gerade nur eines tun: Auf mein Bauchgefühl hören. Das tat ich sonst auch meistens und es hatte bisher immer recht gehabt. Der Mann auf dem Boden sah aus wie ein Obdachloser, es würde ihn kaum jemand als Vermisst melden, von der Seite aus waren wir wenigstens rechtlich mehr oder weniger gesichert. Keine Angst Ralph. Ich sah ihn nicht mehr auf, als ich aufstand und meine Waffe in ihren Holster steckte. Lass sie los Connor, wir gehen.

#408 RE: Ralph's Haus von Ralph 12.02.2020 22:13

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Während der Polizist nachzudenken schien, begannen Blythe und der andere Android sich zu prügeln und ich wimmerte leise, als er meine einzige Freundin auf den Boden pinnte. Blythe... Blythe... Blythe... Was sie sagte war nicht wahr, das alles hier war meine Schuld, immerhin hatte ich den Mann auf dem Boden umgebracht und war von ihm verletzt worden, was sie dazu gezwungen hatte einen Einbruch zu begehen. Stresslevel: 90% Flehend sah ich wieder den alten Polizisten an, Tränen in den ungleichen Augen, bettelnd um Gnade, die ich bisher noch nie von einem menschen außer Blythe erfahren hatte. Ich konnte kaum glauben was er nach einer Weile sagte, nachdem er sich aufgerichtet und seine Pistole weggesteckt hatte. Wollte er wirklich gehen? Oder war das ein Trick? Würde der andere Android auf ihn hören, der auch ohne direkte Befehle zur Tat geschritten war? Meine Thiriumpumpe arbeitete viel zu schnell und ließ mein neugewonnenes Blut mit hoher Geschwindigkeit durch mein System schießen.

#409 RE: Ralph's Haus von Connor 12.02.2020 22:27

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Mein Analyse-Programm war präzise wie immer. Alle meine Berechnungen trafen exakt zu. Auch wenn ich dafür kleine Verluste einstecken musste. Ich konnte sie am Schluss in einem Polizei-Griff sichern. Ein Scan zeigte mir das ihr Körper nah an der Stress-Grenze war. Der Schmerz schien ihren Drang sich zu wehren ein zu stellen. Keine ihrer Mikrobewegungen deutete einen erneuten Aufstand an. Halte sie. Mein Griff blieb eisern an ihrem Arm. Widerstand war zwecklos. Dafür begann sie zu reden. Mein Sozialmodul analysierte ihre Sprachmuster. Der Stress auf ihrem Körper blieb vorerst konstant. Dennoch ließ ich meinen Scan weiterhin aktiviert. Es wäre ineffizient sie nach der Erfassung ohnmächtig werden zu lassen.
Ich hörte ohne jegliche Regung von mir zu geben zu. Auf Verhandlungen war es mir gar nicht möglich einzugehen. Als Ermittler-Android war es meine Aufgabe den Fall zu lösen. Und den Schuldigen fest zu nehmen. Die Umstände darum herum waren uninteressant. Unwichtige Details. Trotzdem ließen ihre letzten Worte meine LED einige Umkreisungen machen. Sie wurde deutlich gelb. Abweichler simulierten Gefühle nur. Sie konnten keine wirklichen Freunde haben. Sofort zog ich mein Sozialmodul zu Rate. Der Metamensch sagt die Wahrheit. Entgegen meiner Programmierung wanderte mein Blick zu dem Lieutenant. ...Freund?... Mein Griff an ihrem Arm lockerte sich deutlich. Eine Warnung erschien in meinem Blickfeld. Eine Warnung mit der ich inzwischen leider schon allzu vertraut war. Amanda würde enttäuscht sein. Software-Instabilität. Der Lieutenant erhob sich gerade. Er verkündete das wir gehen würden. Folge Lt. Anderson? Es war entgegen meiner Prioritäten. Es dauerte einen Moment. Meine LED drehte sich und drehte sich. Verhaften? Verschonen? Ich ließ Black Thorn los. "Selbstverständlich Lieutenant." Ich richtete meine Krawatte und meine Jacke. Wechselte manuell meine Prioritäten von den Anweisungen von CyberLife zu den Anweisungen des Lieutenant. Amanda würde sehr enttäuscht sein.

#410 RE: Ralph's Haus von Black Thorn 12.02.2020 23:32

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Meine Zeit mit Ralph hatte mich beinahe vergessen lassen, dass es durchaus noch Androiden gab, welche bloß ihrer Programmierung folgten und sonst nichts. Meistens fiel das nicht so sehr auf, da sie sowieso in Rollen arbeiten, in denen das völlig normal war, als Sekretäre oder Assistenten beispielsweise, aber der feste Griff an meinem verletzten Arm erinnerte mich nur zu gut daran, wie anders das auch aussehen konnte. Er reagierte auf meine ersten Aussagen überhaupt nicht, sondern starrte einfach nur mit leerem Blick auf mich herab. Doch dann, plötzlich, wechselte seine LED von dem kühlen blau, auf ein helles gelbes Licht und für einen Moment glaubte ich zu spüren, wie er meinen Arm locker ließ. Der Druck presste mir nicht mehr die Tränen in die Augen, sondern war deutlich besser auszuhalten, als der zuvor. Als ich die Worte des Polizisten hörte, dass sie gehen würden, wurden meine Augen groß, während ich ungläubig auf den Androiden starrte, welcher mich noch immer festhielt. Einige Momente wirkte es so, als ob er auf die Anweisung hin nicht reagieren würde, als er plötzlich meinen Arm losließ, welchen ich sofort mit meinem anderen Arm eng an meinen Körper zog und mich aufsetzte. Das Blut pochte mir in den Ohren, meine Hände zitterten, aber... sie würden uns gehen lassen? Vorsichtig beobachtete ich jede ihrer Bewegungen, dass sie auch ja nicht Ralph zu nahe kamen, dem ich einen besorgen Blick zuwarf. Warum?, fragte ich misstrauisch, immerhin hatten sie keinen Grund dazu, Androiden hatten keine Rechte und Metamenschen, wir waren doch nur glorifizierte Bürger zweiter Klasse. Ich erhob mich, bevor mich am Ende noch jemand aufhalten wollte, so gut es ging auf meinen Beinen und schaffte genau noch die Schritte zu Ralph, vor dem ich auf die Knie sank. Besorgt musterte ich sein Gesicht, seine LED und dann den Rest von ihm. Ralph, alles ist gut, ich bin hier., redete ich ihm sanft gut zu, während ich aber noch fast damit rechnete, dass das alles nur ein seltsamer Trick von der Polizei war.

#411 RE: Ralph's Haus von Hank Anderson 13.02.2020 07:18

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Einige Momente wirkte es so als würde Connor mit sich hadern und vielleicht gar nicht erst auf mich hören, doch dann ließ er Blythe endlich los und stand auf. Meine Schultern entspannten sich kaum merklich wieder, auch wenn ich nicht wusste was in dem Androiden vor sich gegangen war. Blythe allerdings hinterfragte leider meine Entscheidung, was zwar durchaus verständlich aber genauso auch nervig war. Ist doch scheißegal. Als sie zu Ralph stürmte war ich schon wieder auf dem Weg zur Tür. Ich hab keine Lust euch festzunehmen, nur weil du ihn repariert hast und er sich selbst verteidigt hat. Ich zuckte mit den Schultern und trat durch die noch offene Tür zurück ins Freie.

#412 RE: Ralph's Haus von Ralph 13.02.2020 07:28

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Der Android ließ Blythe endlich los, was mein Stresslevel wieder etwas senkte, da ich wusste, dass so ihre Schmerzen etwas abnahmen. Was, wenn Blythe einen irreversiblen Schaden davon trug? Meine einzige Freundin kam zu mir herüber und ich sah sie mit großen, feuchten Augen an, kaun ihre Worte hörend, ein hoher Summton schien sich in den Biokomponenten in meinen Ohren fetgesetzt zu haben. Waren wir wirklich gerettet? Langsam kam mein Gehör wieder und ich bekam einen Teil davon mit was der Lieutenant sagte. Er schien ehrlich zu sein, doch ich war mir unsicher. Dennoch beschloss ich jetzt einmal auf mein Gefühl zu hören und etwas zu tun, was ich unbedingt machen musste. Ich warf mich vor und schlang die Arme um Blythe, wobei ich vermied ihren verletzten Arm zu berühren.

#413 RE: Ralph's Haus von Connor 13.02.2020 17:31

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Black Thorn neben mir erhob sich. Es war nicht ratsam sich bereits zu bewegen in ihrem körperlichen Zustand. Ihre Körpersprache - laut Analyse meines Sozialmoduls - blieb weiterhin angespannt. Trotzdem ließ sie sich vor dem Abweichler auf die Knie sinken. Das Stresslevel des Abweichlers sank in der Zwischenzeit. Der Lieutenant gab bereits Anzeichen dafür zu gehen. Doch für ein paar kurze Momente konnte ich mich nicht dazu bewegen ihm zu folgen. Der Abweichler schlang seine Arme um den Metamensch. Freunde..? Mir war das Konzept bekannt. Ich hatte selbst von Anfang an versucht zu dem Lieutenant eine Freundschaft aufzubauen. Aber nur um die Ermittlung so reibungslos wie möglich ablaufen zu lassen. Welchen Vorteil zogen die beiden aus ihrer Freundschaft? Abweichler simulierten Gefühle doch nur. Diese ganze Situation hatte etwas Faszinierendes.
Folge Lt. Anderson. Die Meldung schwebte weiterhin in meinem Sichtfeld. Ich bewegte mich langsam vor das Haus hinaus. Mein Blick ruhte dabei noch immer auf der Szene. Ich war mir immer noch unsicher weshalb ich auf den Lieutenant gehört hatte. Normalerweise wurden seine gegensätzliche Befehle automatisch von den Befehlen von CyberLife überschrieben. Meine Prioritäten waren festgelegt. "Lieutenant?" Etwas musste mit meinem Stimm-Prozessor nicht stimmen. Meine Stimme war leiser und schwächer im Tonfall als sonst. Sofort kalibrierte ich diesen Fehler. Oder zumindest versuchte ich das. Mein Analyse-Programm konnte wieder keinen Fehler ausfindig machen.

#414 RE: Ralph's Haus von Black Thorn 13.02.2020 18:12

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Der Polizist, oder schätzungsweise der "Lieutenant", wie ihn Connor genannt hatte, schien etwas grummelig zu sein, aber tatsächlich auch relativ sympathisch. Ich sah ihm kurz nach, wie er den Weg zur Tür einschlug und sah dann auch noch zu Connor, der noch immer etwas verwirrt im Raum zu stehen schien, beinahe so, als wäre er unsicher, was er tun sollte. Wirklich seltsam, wenn man ihn zuvor im Schlagabtausch erlebt hatte, bei der jede seine Bewegung mehr als nur perfekt gewesen war. Danke., sagte ich an beide gerichtet, in einem ernsten, aber auch ehrlich dankbaren Tonfall, bevor ich meine Aufmerksamkeit wieder völlig an Ralph widmete. Er sagte nichts und seine großen, feuchten Augen brauchen mir beinahe das Herz, als er plötzlich seine Arme um mich schlang. Ich legte sofort auch meinen gesunden Arm um ihn und fuhr ihm sanft über seinen Rücken. Alles ist gut, Ralph, alles ist gut. Ich bin so froh, dass es dir gut geht., flüsterte ich ihm leise zu, während ich ihn einfach nur sanft aber bestimmt festhielt, als hätte ich Angst, dass er sich jede Sekunde in Luft auflösen konnte.

#415 RE: Ralph's Haus von Hank Anderson 13.02.2020 20:13

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Die Szene hinter uns war rührend, ich sah sie als ich kurz den Kopf drehte um Blythe knapp zuzunicken. Rede nur noch groß darüber. Ralph warf sich förmlich an Blythe heran, fast als würde er Schutz und Trost suchen. Natürlich wusste ich, dass diese Gefühle, die ein Abweichler zeigte nur simuliert waren, ausgelöst durch irgendeinen Fehler in ihrem System, den CyberLife zu finden versuchte, doch wenn man sich Ralph so ansah, oder einen der anderen Abweichler, die wir bisher gefunden hatten, war das wirklich schwer zu glauben. Ich drehte meinen Kopf wieder nach vorne und ging einige Schritte die Terrasse entlang, bis ich Connors Stimme hinter mir hörte, da er mir zum Glück gefolgt war. Doch der Tonfall war nicht in seinem üblichen selbstsicheren Terrain, seine Stimme wirkte fast brüchig. Das brachte mich dazu mich recht rasch umzudrehen und den Androiden anzusehen, leichte Sorge im Blick, die ich mir nicht eingestehen wollte. Was ist?

#416 RE: Ralph's Haus von Ralph 13.02.2020 20:29

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Meine mittlerweile wieder völlig fast sauber erscheinenden Hände, das Thirium verflüchtigte sich bereits wieder, krallten sich in Blythes Oberteil und ich drückte mein Gesicht an ihre gesunde Schulter. Ich war so froh und erleichtert, dass die Polizisten nun weggingen und Blythe und mich in Ruhe ließen, ohne Konsequenzen. Blythe... Blythe... Blythe... Ich murmelte ihren Namen immer und immer wieder, als könnte er sie bei mir für immer festhalten.

#417 RE: Ralph's Haus von Connor 13.02.2020 21:22

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Das Haus zu verlassen machte mir Sorgen. Aber ich führte trotzdem meine neue Anweisung aus. Ich wusste das meine Handlungen gerade nicht effizient waren. Amanda würde meine Prioritäten wieder missbilligen. Ich wusste das sie dazu da war mir Feedback zu geben. Dennoch machte es mir Sorgen was sie dieses Mal sagen würde. Ich hatte die Täter gehen lassen. Black Thorn hatte mich angesehen als sie sich bedankt hatte. Nicht nur den Lieutenant. Auch zuvor bei den Drohungen hatte sie mit mir gesprochen wie mit einem Menschen. Dazu der Anblick der beiden. Er verwirrte mich. Ich wusste nicht wie ich ihn auswerten sollte.
"Tun wir hier das Richtige?" Ich begann auf der Terrasse auf und ab zu gehen. ...Freunde... Ich konnte und wollte diese Information nicht nach verfolgen. Amanda würde jetzt sagen das die Gefühle nur simuliert waren. Es konnte nicht der Wahrheit entsprechen. Aber die Augen der Frau. Sie war sich so sicher gewesen. Ihre Stimme hatte sie nicht verraten. Sie hatte die Wahrheit gesprochen. "Dieser Abweichler und sie..." Ich blieb stehen und sah zu dem Lieutenant. "Lieutenant - Wie ist es Gefühle zu haben?"

#418 RE: Ralph's Haus von Hank Anderson 13.02.2020 22:04

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Ich höre auf mein Bauchgefühl. Wir werden schon sehen wohin uns das bringt. Ich zuckte mit den Schultern, sah Connor dann aber mit einer Mischung aus Schock und Überraschung an. Oooh Scheiße, das fragt er mich jetzt nicht wirklich? Es machte sich zwar ein warmes Gefühl in mir breit, dass Connor so etwas fragte, doch es gäbe hunderte von Personen die ihm so eine Frage besser hätten beantworten können als ich. Ich überlegte, eine ganze Weile. Es ist ziemlicher Mist. Gefühle sind unberechenbar. Du kannst dir in einer Sekunde sicher sein etwas zu hassen und magst es im nächsten vielleicht doch. Ich seufzte leise und kratzte mich im Nacken. Es ist so, wenn du schlechte Gefühle hast, wie Hass oder Angst, dann ist das richtig Scheiße. Es beeinflusst dein ganzes verdammtes Verhalten und macht dich zu einem Trottel. Ich schwieg ein paar Sekunden und überlegte wieder. Aber manchmal lassen dich gute Gefühle diesen Scheiß wieder vergessen und du bist froh Gefühle zu haben. Sowas wie Freundschaft oder Freude und der ganze Kram. Es ist ein ewiges hin und her, ziemlich anstrengend.

#419 RE: Ralph's Haus von Black Thorn 14.02.2020 00:00

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Ich nickte den beiden Polizisten noch ein letztes Mal zu, bevor sie aus dem Haus verschwanden und ich nahm mir fest vor, mich irgendwann zu revanchieren. Ich hätte hierfür mein Leben lang im Gefängnis verbringen können, die Todesstrafe war für Metamenschen allerdings auch noch immer erlaubt, oder noch etwas noch Schlimmeres hätte passieren könnten, wie beispielsweise, dass Ralph deaktiviert worden wäre. So oder so, es war wundervoll zu wissen, dass es auch noch Polizisten gab, welche nach ihrem Herz das Richtige taten, das was auch ich immer versuchte zu tun. Beinahe schon erleichtert spürte ich, wie sich Ralphs Hände in mein Oberteil krallten und er auch wieder sprach, auch wenn es sich nur auf meinen Namen beschränkte. Ich bin hier, mir geht es gut., murmelte ich leise und strich ihm weiter über den Rücken, während ich andere, ähnlich beruhigende Sachen ihm zuflüsterte.

#420 RE: Ralph's Haus von Ralph 14.02.2020 07:39

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Es dauerte eine Weile und brauchte einiges von Blythes Geflüster, dass ich mich wieder soweit beruhigt hatte, dass ich etwas anderes sagen konnte als den Namen der Menschenfrau, dass ich glauben konnte, das Blythe nicht in dem Moment verschwinden würde, in dem ich sie losließ. Ralph ist so froh, dass Blythe und er noch da sind.

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