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#421 RE: Ralph's Haus von Black Thorn 14.02.2020 10:35

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Es wirkte nicht nur auf Ralph beruhigend, sondern auch auf mich selbst, während ich mir immer und immer wieder versichern konnte, dass schon alles gut werden würde. Ich auch, Ralph, ich auch., meinte ich leise, aber deutlich erleichtert und lächelte sanft, Ich bin so stolz auf dich, Ralph, ich hatte solche Angst, du würdest sterben, aber du hast so lange durchgehalten.

#422 RE: Ralph's Haus von Ralph 14.02.2020 12:23

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Ich atmete in kurzen, flachen Atemzügen, wobei mir immer wieder der Geruch nach Blut und Blythe in die Nase stieg. Ralph will sich nicht abschalten, Ralph hat Angst zu sterben. Aber Ralph wollte auch nicht von Blythe weg. Ralph ist Blythe so dankbar. Immer noch ließ ich Blythe nicht los, ich konnte meine Finger einfach nicht aus ihrem Oberteil lösen.

#423 RE: Ralph's Haus von Connor 14.02.2020 18:14

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Der Lieutenant sollte sich seiner Entscheidung sicher sein. Ich wusste was mir bei schlechten Leistungen drohte. Aber es sollte nicht meiner Mission dazwischen treten. Denn die Mission war die höchste Priorität. Aber es war eben auch nicht nur die Entscheidung des Lieutenant gewesen. Auch wenn ich nicht bereit war diese Information zu bearbeiten. "Natürlich Lieutenant." Ich unterstand Lieutenant Anderson. Trotzdem waren meine Prioritäten bei CyberLife. So war meine Programmierung ausgelegt. Mit geringen Freiheiten.
Ich bearbeitete die Erklärung des Lieutenant indessen. Er gab – laut Analyse meines Sozialmoduls – gemixte Signale. Gefühle zu erklären schien mit großer Wahrscheinlichkeit schwierig zu sein. Ich hatte dafür lediglich Definitionen und Bedeutungen. Vieles von dem was er aufzählte konnte man als 'negativ' einordnen. Aber dann tauchte wieder dieses Wort auf. …Freunde… Es hatte sich wie in meinen Speicher eingebrannt. Die Datenbank hatte genau eine Definitionen für 'Freundschaft': auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander. Menschen. Aber zwischen den beiden - war nur einer ein Mensch gewesen. "Glauben Sie…" Meine Programmierung riet davon ab weitere Fragen zu stellen. "Sind dieser Abweichler und der Metamensch wirklich Freunde?" Ich wusste das es unmöglich war. Aber es war beinahe so als wäre es eine meiner Aufgaben diese Frage zu stellen. Selbst wenn ich genau wusste das das nicht der Fall war. Meine momentane Aufgabe beschränkte sich noch immer darauf dem Lieutenant zu folgen.

#424 RE: Ralph's Haus von Hank Anderson 14.02.2020 20:22

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Über Connors Frage musste ich eine ganze Weile nachdenken, denn diese zu beantworten war gar nicht so einfach. Aus dem Bauch heraus hätte ich einfach ja gesagt, doch Ralph war nun einmal ein Android. Ich würde sagen schon, aber Ralph ist eine Maschine und nachdem was ch von dir über Abweichler weiß sind deren Gefühle nicht echt. Aber das Mädchen hängt wirklich sehr an ihm, das war klar zu sehen.

#425 RE: Ralph's Haus von Black Thorn 14.02.2020 20:41

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Ich bin dir auch dankbar, Ralph, ich bin dankbar, dass du so lange durchgehalten hast., meinte ich beruhigend und legte meine gesunde Hand vorsichtig von seinem Rücken auf seinen Hinterkopf, um sanft über diesen zu streichen. Aber das ist jetzt alles vorbei und alles wird wieder gut. Wir haben einander, das ist das Wichtige.

#426 RE: Ralph's Haus von Connor 14.02.2020 21:39

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Ich sah zu Boden. Meine LED drehte sich und drehte sich. "CyberLife ist sich sicher das es sich nur um eine Anomalie in ihrem Code handelt." Meine Aufgabe bestand nicht darin CyberLife zu hinterfragen. Meine Aufgabe bestand aber auch nicht darin die Befehle des Lieutenant von selbst zu priorisieren. Ich kam nicht darum herum zu glauben die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Die gar keine Entscheidung hätte sein sollen. Erstatte CyberLife Bericht. Ich war nicht bereit diese Dateien zu bearbeiten. Vermutlich musste ich einfach im Stand-By Modus einen kompletten Analyse-Scan vollführen. Das würde bestimmt helfen. Dafür war diese Funktion schließlich vorgesehen.
"Wir sollten aufbrechen." Mein Tonfall war wieder gewöhnlich. Ich würde heute niemanden verhaften. Es wurde Zeit zum Colonial Police Department zurück zu kehren. Ich begann mich mit sicheren Schritten von dem Haus zu entfernen.

#427 RE: Ralph's Haus von Hank Anderson 14.02.2020 22:13

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Ich zuckte mit den Schultern, nu wieder müde. Was auch immer es ist, es breitet sich ziemlich schnell aus. Die Hände in den Taschen meines Mantels ging ich hinter Connor her und sah noch einmal zu dem Haus zurück, in welchem ein Android und ein Mensch zusammen lebten, so eng verbunden als wären sie wirklich Freunde. Das gab einem schon ziemlich zu denken. Anomalie hin oder her, wer wusste schon, ob da nicht trotzdem was dran war?

#428 RE: Ralph's Haus von Ralph 14.02.2020 22:15

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Ich nickte leicht, doch blieb immer noch an Blythe gehängt. Ihre Hand in meinen Haaren ließ ein angenehmes, elektrisches Kribbeln durch meine Hülle ziehen. Ich mochte das Gefühl. Blythe wird Ralph nicht verlassen. Ralph glaubt Blythe das jetzt.

#429 RE: Ralph's Haus von Black Thorn 15.02.2020 01:10

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Auch wenn er es nicht sehen konnten, so ließen mich Ralphs Worte doch breit lächeln, denn es bedeutete mir wirklich viel, dass er so etwas sagte. Ich ließ meine Hand weiter durch seine Haare gleiten, die sich wie der Rest von ihm so natürlich anfühlten, dass mir seine Narben inzwischen gar nicht mehr wirklich auffielen. Sie gehörten einfach zu Ralph dazu, auch wenn ich noch immer nicht genau wusste, wie er sie bekommen hatte, aber das tat schließlich nichts zur Sache. Danke, das bedeutet mir viel., meinte ich leise, Du bist Familie, Ralph.

#430 RE: Ralph's Haus von Ralph 15.02.2020 14:50

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Familie... Ich dachte einige Momente nach, ein warmes Gefühl breitete sich in meinem System aus. Ralph mag dieses Wort. Blythe ist für Ralph auch Familie.

#431 RE: Ralph's Haus von Connor 15.02.2020 16:18

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O/T: Ihr seid so süß. :D Ralph... 😍

CyberLife war sich sicher. Selbstverständlich waren sie das. Immerhin war die Firma ein absoluter Vorreiter was Androiden-Entwicklung anging. Und an Informationen außerhalb der Kolonie heran zu kommen war in meiner Programmierung nicht vorgesehen. Dazu kamen aber meine immer häufiger werdenden Warnungen. Ich griff auf eine bestimmte Speicher-Sequenz von meiner ersten Außen-Mission zu. [Secure Connection: Skye.] Ich konnte mich an jedes Detail erinnern. Wie jeder Android hatte ich mich mithilfe von Erfahrungen weiter entwickelt. Aber Ich schien deswegen nicht zwanghaft Vorschritte zu machen. Jede beschriebene Speicherstelle wurde analysiert und überprüft. Ich konnte eigentlich nur Fortschritte machen. Aber Amanda schien das anders zu sehen. Ich war nicht bereit ihr Bericht zu erstatten. Beinahe so als wäre mein Arbeitsspeicher von etwas anderem belegt.
Unser Weg war deutlich weniger spannend. Ich scannte den Lieutenant einmal unauffällig für eine Vitalwerte. Er schien soweit in Ordnung. Die erhöhten Stresswerte waren meistens vorhanden. Genauso wie der erhöhte Cholesterin-Wert. Wir kehrten wieder zurück zu dem CPD. Dort erwartete uns bereits der Captain. Der Captain reagierte mit seinem bereits bekannten Verhaltensmuster. Während des Gesprächs blieb ich komplett still. Wie es vorgesehen war. Unsere Mission wurde nicht beendet. Wir würden weiter arbeiten. In den anderen Fällen wären wir effizient genug gewesen. Direkt nach dem Gespräch aktualisierte sich meine momentane Mission. Kehre zu CyberLife zurück. Ich verabschiedete mich also von dem Lieutenant und wünschte ihm noch einen schönen Tag. Dann kehrte ich zu CyberLife zurück. Der Weg war länger und schwerer als sonst. Aber das war nicht möglich. Der Weg war immer gleich.
>> CyberLife HQ

#432 RE: Ralph's Haus von Hank Anderson 15.02.2020 16:56

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Müde ließ ich das Gespräch mit Fowler über mich ergehen, erklärte ihm, dass unsere Spur heute ins Nichts geführt hatte und wir niemandem gefunden hatten. Der Capitän war sauer und brüllte herum, ich konnte ahnen, dass er vermutete was passiert war. Er kannte mich einfach zu verdammt gut. Dann konnte ich auch endlich Nachhause und verabschiedete auch Connor, mit einem unmotiviertem Nicken.
(Hank's Haus)

#433 RE: Ralph's Haus von Black Thorn 16.02.2020 00:57

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(hehe :D)

Ich spürte, wie sich ein Lächeln ganz natürlich über mein Gesicht ausbreitete, als wäre ich noch nie glücklicher gewesen, trotz meiner völligen Erschöpfung. Ein warmes, wohliges Gefühl breitete sich in mir aus und auch, wenn ich eigentlich ein ziemlicher Realist war, war ich mir sicher, dass doch alles noch gut werden würde. Wir hatten das schlimmste überstanden, also was konnte uns jetzt noch aufhalten? Eine Weile ließ ich einfach nur angenehme Ruhe über uns verweilen, bis sich dann doch wieder mein armer, geschundener Körper meldete, um den ich mich nach all dieser Krisen jetzt auch endlich mal kümmern sollte, immerhin brauchte ich ihn gesund. Ich bin ja so müde., murmelte ich leise.

#434 RE: Ralph's Haus von Ralph 16.02.2020 01:18

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(Nawh, danke :D)

Als ich hörte was Blythe sagte ließ ich sie doch langsam wieder los, auch wenn ich sie gerne noch länger umarmt hätte, und sah sie besorgt an. Blythe muss ihre Wunde versorgen und dann sofort ins Bett. Ich rutschte von Blythe weg und zog den Verbandskasten zu ihr. Etwas verloren sah ich ihn dann an, ich konnte Blythe nicht selbstständig helfen, ich wusste nicht wie.

#435 RE: Ralph's Haus von Black Thorn 16.02.2020 02:24

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Sobald er sich begann von mir zu lösen, lockerte ich auch sofort meinen Griff und nickte dann, schließlich hatte er absolut recht. Menschen war nun einmal so konzipiert. Ich bemerkte seinen verwirrten Blick, während ich den Verbandskasten öffnete. Weißt du was? Morgen zeige ich dir wie mal einen Verband macht und du zeigst mir dafür, wie man Androiden bei so etwas hilft, ja?, schlug ich vor, während ich den alten Verband abmachte und meine Schulter, welche leider wieder ziemlich blutete, so gut ich konnte verarztete. Bei meinem Bein konnte ich leider nichts machen, das würde einfach etwas Zeit brauchen.

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